Glück, Ruhe, Zufriedenheit. Ein Lächeln. Momente des Friedens. Lachen. Der Duft von Heu und Fell. Das sanfte Geräusch von Heu zwischen mahlenden Pferdezähnen. Ein Schnauben. Ein Durchatmen. Zusammen, nacheinander und miteinander.

Carey Zauberpferd Pferd

Dieses ganz besondere Gefühl des Friedens, wenn ich am Stall angekommen bin. Dieses Gefühl der Ruhe, wenn mein Pferd bei mir steht und ausatmet. Dieses wunderschöne Gefühl, wenn meine eigenwillige Stute den Kopf hochwirft, wenn ich sie rufe.

Carey Zauberpferd Pferd

Ihre Art mich daran zu erinnern meine innere Ruhe wiederzufinden, weil ich aus ihrer Sicht gerade zu hektisch oder unkoordiniert war. Zum Beispiel, weil sie dann nicht das macht, was ich eigentlich von ihr möchte oder mir meine Hektik durch ein Kopfschütteln spiegelt. Die Art, wie sie mit ihrem Kopf an meinen Bauch stubst, wenn ich nicht ganz da bin. Das alles und noch so viel mehr hat mir mein Pferd geschenkt.

Das Geschenk der Gegenwart

Im Hier und Jetzt sein. Im Gleichgewicht sein. Körperlich und seelisch. Glücklich und zufrieden sein. Sich über die kleinen und großen Gesten freuen. Die Liste mit kleinen und großen Geschenken, die die Pferde uns machen, ist endlos lange. Kurz gesagt, bereichern die Pferde unser Leben dadurch, dass sie sind wie sie sind. Sie sind mehr als Reitpferde, mehr als ein Freizeitausgleich oder ein Hobby. Meine Stute ist ein Geschenk für mich. Jeden Tag neu. Sie ist unglaublich viel für mich und jede Liste, die ich jetzt aufstellen würde, würde nicht reichen.

Ich weiß, dass das furchtbar kitschig klingt, aber letztlich ist es doch das, was das Leben ausmacht, oder? Dass wir uns freuen und unsere Glücksquellen wahrnehmen, schätzen und lieben. Dass wir über die schönen Dinge nachdenken und uns nicht an den Ärgernissen aufhalten. Und genau das zeigen uns auch die Pferde immer wieder, wenn wir uns darauf einlassen. Das alles ist ein Teil des Geschenkes der Gegenwart, das die Pferde uns Menschen machen können. Jedes auf seine Weise.

Frage: Was ist dein Pferd für dich? Schreib mir gerne einen Kommentar – ich freue mich auf deine Gedanken.

Zwei Fremde kommen zusammen

Wenn wir eine Bindung wollen, müssen wir uns und unseren Pferden auch Zeit geben. Freundschaft muss wachsen. Wie auch mit Menschen. Manchmal geht es schneller, manchmal dauert es länger. Es ist ein Weg. Ein gemeinsamer Weg von zwei Fremden, die zusammenfinden. Der Weg einer irgendwie gearteten Bindung, die immer fester wird.

Bei mir ist es zum Beispiel der Weg von einem mich wild vom Heu wegdrängelnden, mit Hufen drohenden und auch mal schnappendem Pferdeteenager zu einer Stute, die immer öfter mit gespitzten Ohren am Gatter wartet. Dafür fordert sie meine 100 prozentige Anwesenheit in der Gegenwart und das erdet mich als Mensch unglaublich. Es ist auch mein Weg zu mehr Ruhe, Konsequenz und einem Lächeln oder zu dem richtigen Tonfall für meine eigenwillige und stolze Stute. Mal mehr, mal weniger gut. Aber so wie ich ihre Bemühungen anerkenne, es mir Recht zu machen, glaube ich, dass auch sie meine Bemühungen auch anerkennt, es ihr Recht zu machen.

Carey Zauberpferd Pferd

Mein Zauberpferd

Carey ist mein persönliches Zauberferd. Weil sie mir viele kleine Geschenke macht – jeden Tag. Egal ob sie begeistert mit der Lippe wackelt, weil ich an der richtigen Stelle kratze oder schlecht gelaunt die Lippen zusammenkneift, weil sie beim Spaziergang nicht grasen darf, wenn sie das möchte. Egal ob sie nach einem Jahr vollkommen entspannt die Hufe geben kann und schon den Huf hebt, wenn ich von einem Huf zum nächsten gehe oder ob sie zufrieden brummelt oder mit gespitzten Ohren zu mir läuft, wenn ich zum Gatter komme.

Für mich ist das eines der größten Geschenke, größer als ein schöner Trab oder ein toller Seitengang. Gerade für ein Pferd das unabhängig, stolz und ein Stückweit introvertiert ist. Und ich weiß es umso mehr zu schätzen, weil ich weiß, wie sie ist und wer sie ist.

Carey Zauberpferd Pferd

Wie zaubert dein Pferd?

Das soll kein Artikel sein, der dir etwas über Pferdeerziehung erzählt oder über Konsequenz oder Dominanz. Darüber wie wir sein müssen, damit die Pferde uns folgen oder welche Regeln wir aufstellen müssen. Er soll weder von positiver noch von negativer Verstärkung handeln oder alle Graustufen des Pferdetrainings aufzeigen. Er soll auch keine konkreten Gedanken beinhalten oder ein Richtig oder Falsch im Pferdetraining benennen.

Deswegen will ich auch nicht zuviel dessen aufzählen, was die Pferde in mir ausgelöst haben und ganz speziell Carey, sondern einfach nur Gedanken in die Luft fliegen lassen. Vielleicht willst du sie ja auffangen und weiterdenken. Vielleicht kannst du sie auch gar nicht nachvollziehen oder hast ganz andere Gedanken.

Es sind einfach nur meine Gedanken über die wunderbare Kraft der Pferde. Über die Tatsache, dass ich dankbar bin dafür, dass ich ein Zauberpferd in meinem Leben habe und vielleicht regt er dich ja auch dazu an, darüber nachzudenken, wie dein Pferd dein Leben verzaubert.

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Die Weisheit der Pferde

Pferde haben für mich eine ganz besondere Weisheit, sie blicken in unsere Köpfe, in unsere Gefühlswelt und sie erkennen oft schneller als wir, wie es uns geht. Das hat ganz viel mit ihren Ursprüngen zu tun, mit ihrer Natur als Herdentier und mit Überlebensinstinkten. Es hat auch etwas damit zu tun, dass sie Harmoniewesen sind mit feinen Sinnen. Dass sie sich synchronisieren wollen und deswegen eine unglaublich hohe Bereitschaft haben sich immer wieder auf uns einzulassen.

Egal wie merkwürdig wir uns gerade aus ihrer Sicht benehmen. Aber je mehr wir in uns ruhen, je mehr wir im Hier und Jetzt sind und je mehr wir Gelassenheit, Ruhe und Fokus besitzen und ausstrahlen, desto besser können sie sich auf uns einlassen. Auch das ist ein Teil ihrer besonderen Weisheit.

Carey Zauberpferd Pferd

Natürlich haben auch die Pferde ihren Charakter und ihre Persönlichkeit. Sie brauchen von uns auch Grenzen, Regeln und das Wissen um ihre Natur und Bedürfnisse. Aber ich glaube mittlerweile, dass die Menschen viel verpassen, die sich ausschließlich auf das „Funktionieren“, das „Reiten“ oder die Turniere stürzen. Denn das ist nur ein winziger Teil dessen, was uns die Pferde geben können. Wenn wir uns nur darauf konzentrieren oder auch auf die Momente, in denen unsere Pferde scheinbar widersätzlich sind und wir uns im schlimmsten Fall vielleicht sogar über sie ärgern, dann verpassen wir ihren Zauber. Denn vielleicht sind sie auch nur deswegen widersätzlich, weil sie uns etwas damit spiegeln. Wenn wir nicht nachfragen, hinhören ud zuhören, können wir uns nicht weiterentwickeln. Mal ganz abgesehen, dass Wut und Ärger als Emotion im Pferdetraining keinen Platz haben sollten.

HIER gibt es einen Artikel über die Kraft der leisen Töne und warum Wut und Ärger im Zusammensein mit den Pferden nicht der richtige Weg sind

„Behaupte niemals, dass irgendein Geschöpf auf Erden dir gehört.“

Vor kurzem habe ich ein wunderschönes bezaubernd altmodisches Kinderbuch gelesen. „Das Zauberpferd“ ist der Titel. Von Magdalen Nabb.

Du findest das Buch „Das Zauberpferd“ HIER*

Darin wird die Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt. Ihr Leben ist grau und trist, ihre Eltern sind lieblos und verstehen sie nicht und dann kurz vor Weihnachten sieht sie ein heruntergekommenes Schaukelpferd in einem Trödelladen. Irgendetwas in ihr drängt sie dazu, diesem Schaukelpferd ein Zuhause zu geben. Sie kann ihre Eltern überreden es mitzunehmen. Richtet ihm auf dem Bauernhof der Eltern eine Box mit Stroh und Wasser, wäscht es bis das Holz wieder glänzt und legt ihm Heu in die Raufe.

Das Zauberpferd

Und dann plötzlich Nachts wiehert und schnaubt es vor ihrem Fenster. Die Schneekristalle fliegen durch die Luft und ein wunderschönes weißes Pferd steht Hufe scharrend vor ihrem Fenster. Sie reiten jede Nacht zusammen über die Felder, fliegen über die Landschaft und teilen diese Zeit miteinander. Das Mädchen pflegt und füttert das Pferd, schließt es ins Herz und platzt dann plötzlich im Gespräch mit dem Trödelhänder, der ihr das Schaukelpferd damals verkauft hat, mit dem Satz heraus, dass die Stute ihr gehört.

Daraufhin bekommt sie diesen Satz von dem Trödelhändler zu hören:

Sie versteht ihn nicht und will ihn vielleicht auch nicht verstehen. Bis eines Tages eine Wildpferdeherde an ihr und ihrer Stute vorbeigaloppiert. Die Stute hört ihren Ruf, wiehert, wirft das kleine Mädchen ab und schließt sich der Herde an. Jahr um Jahr vergeht, bis das Mädchen wieder an den Satz des Trödelhändlers denkt, tieftraurig, und begreift, dass er Recht hatte. Dass es wichtig ist zu lieben, aber genauso wichtig ist, dem anderen auch das Leben und den Raum zu geben, den er braucht. Dann ertönt eines Nachts wieder ein Wiehern vor dem Fenster des Mädchens ertönt. Die Stute steht wieder vor ihrem Fenster.

Das Buch macht zeitweise traurig, aber es enthält auch eine schöne Botschaft: Erst wenn wir loslassen, bekommen wir etwas zurück. Wenn wir etwas zu sehr wollen und glauben es besitzen zu können, entgleitet es uns oft. Aber wenn wir unserem Gegenüber seine Persönlichkeit und seinen Raum lassen, wird er umso lieber zu uns zurückkehren. Das gilt letztlich für vieles im Leben und auch das ist ein Teil der besonderen Weisheit der Pferde. Erst wenn wir lernen loszulassen, nicht zuviel zu wollen und weniger zu erwarten, dann bekommen wir viel mehr zurück.

Von Zauberpferden und Zaubermomenten

Das allergrößte Geschenk, dass die Pferde uns machen, sind wir selbst. Pferde können zaubern. Das finde ich wirklich. Auch wenn es vielleicht erst einmal merkwürdig klingt. Aber der Weg zu den Pferden ist letztlich der Weg zu uns selbst. Das ist das größte Geschenk der Pferde.

Wenn wir uns darauf einlassen und einen Weg zu ihnen finden wollen, wenn wir aufhören sie besitzen und dominieren zu wollen. Wenn wir stattdessen Kommunikation und Vertrauen suchen. Wenn wir versuchen sie zu verstehen und uns auf sie einzulassen.

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Autor: Petra

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

13 Kommentare zu “Zauberpferde! Was sie uns alles schenken, wenn wir ihnen nur richtig zuhören

  1. Insa sagt:

    Vielen Dank, ein sehr gefühlvoller und berührende Artikel, der das Wesentliche ausdrückt. Ich bin so unbeschreiblich dankbar für mein Zauberpferd. So wertvoll, mit keinem Geld zu bezahlen. Meine großartige Lehrerin, Freundin und Psychologin 😍🐎

    • Petra sagt:

      Liebe Insa, genau das ist es, gell? Freundin, Psychologin und Lehrerin – das trifft es auf den Punkt. Danke für deinen Kommentar und ganz liebe Grüße, Petra

  2. Sabrina sagt:

    Was ist mein Pferd für mich?
    Ich habe jetzt schon dreimal angefangen zu schreiben und es wieder gelöscht, weil es nicht einmal im groben ausdrückt, was Oualid für mich bedeutet. Oualid ist ein Traum, der wahr geworden ist; der Wunsch eines kleinen Mädchens, der auch Jahre später nie kleiner geworden ist.
    Oualid ist seit diesem Mai bei mir und ich kann es immernoch nicht fassen, dass er bleibt. Es gibt immer wieder Momente, da halte ich inne und denke mir: Das ist mein Pferd. Er gehört wirklich zu mir und unsere Wege werden sich nicht wieder trennen. Das Schöne ist: Er hat die Liebe sofort gespürt. Vom ersten Tag an, das er bei uns stand, hat er mich angsehen und mir seine Aufmerksamkeit geschenkt. Dafür bin ich so dankbar und manchmal verstehe ich gar nicht, wie ich das verdient habe. Aus Aufmerksamkeit wurde Vertrauen und aus Vertrauen wurde Freundschaft. Wir lernen uns immer noch kennen. Ich erkenne immer wieder neue Facetten an ihm und er wird immer besser darin, mich einzuschätzen. Das gibt ihm Sicherheit und das ist gut. Er erdet mich und holt mich ins Hier und Jetzt. Er testet mich und meine Aufmerksamkeit. Er fragt nach, wenn er nicht meiner Meinung ist. Er spricht mit mir. Er hat keine Angst davor, mir deutlich zu machen, wie er sich fühlt, sei es übermütig oder müde oder genervt. Er macht mir jeden Tag so viele kleine Geschenke. Er lehrt mich, besonnen zu sein und zu verzeihen. Im Umgang miteinander lehrt er mich so viele Werte, die er ganz selbstverständlich gibt. Ich bringe ihm die ein oder anderen Dinge bei, unter anderem ruhig bei mir zu stehen, oder sich mir beim Spazieren anzupassen…aber er bringt mir die wirklich wichtigen Dinge bei: Im Moment zu leben, gütig zu sein, mir selbst zu vertrauen, zu fühlen – Gutes wie Schlechtes.

    Und wenn er auf meinem Schoß schläft, fühle ich mich wie in einer Seifenblase und nichts kann mich erreichen, nichts kann den Moment nehmen. Das ist das schönste Gefühl für mich.

    Oualid bedeutet für mich, dass mein Leben für zwei Stunden am Tag eben doch ein Ponyhof ist.
    Ein Ort, wo das kleine Mädchen in mir neue Kraft tanken kann, frei sein kann, mit ihrem besten Freund sein kann.

    • Petra sagt:

      Liebe Sabrina, vielen Dank für deinen wunderschönen Kommentar. Ich bin schwer beeindruckt, wie weit ihr beide schon in eurer Freundschaft seid. Meine Kleine würde sich noch nicht neben mich legen und ich durfte erst einmal neben ihr sitzen. Kurz. Dein Pferd scheint ein ganz sanftes und zugewandtes Wesen zu haben – wie wunderschön! Ganz liebe Grüße an euch zwei, Petra

  3. Jörg sagt:

    Hallo Petra,

    schöne Gedankengänge und gut geschrieben.

    Natürlich ist mein Pferd eben wie gesagt *mein* Pferd. Es gehört (zu) mir. Aber umgekehrt gilt es genauso: Ich bin der Mensch des Pferdes. Ich will der Mensch mit der besonderen Bedeutung im Leben des Pferdes sein. Vielleicht genauso wie man sagt: „Das ist meine Frau“ und es ebenso gilt: „Ich bin Ihr Mann“.

    Natürlich trage ich die Verantwortung im Umgang mit dem Pferd und deswegen muß/will ich in der Lage sein im entschiedenen Moment gefahren abwehren zu können. Ich strebe es aber genauso an, die Freundschaft des Pferdes zu erlangen. Diese Freundschaft kann sich in schwierigen/unübersichtlichen Situationen auszahlen, in denen ich nicht „Dominieren“ kann.

    Mann kann und darf sich auch mir seinem Pferd streiten (durchaus auch heftig, wenn es nötig ist), aber man sollte immer im (tiefen und ehrlichen) Frieden auseinander gehen (Wider allen Problemen und Baustellen die der Umgang und die Beziehung bietet). Wenn mein Pferd beim zusammentreffen unaufgefordert zu mir zum Koppeleingang läuft, dann weiß ich, daß es beim vorherigen Zusammensein richtig und gut gelaufen ist. Wenn mein Pferd nicht zu mir kommt, dann mache ich mir viele Gedanken. Wer aber zu oft sich mit seinem Pferd streitet (gegen das Pferd kämpft / eine offene Diskussion führt), lehrt seinem Pferd gegen seinen Menschen zu kämpfen und der Mensch wird diesen Kampf früher oder später verlieren.

    In einer Situation, in der die Herde aufgedreht ist (zum Beispiel beim Absammeln, wenn in der Nachbarherde die Pferde durch den Zaun gegangen sind und den Treibeweg an der Koppel meines Pferdes vorbei galoppieren) und ich mir viele Gedanken mache und angespannt bin, aber mein Pferd mir seine Nase sanft an den Schulter/Halsbereich drückt und dabei Ruhe ausstrahlt, macht mich das glücklich.

    Um eine Frage, die der vorherige Absatz impliziert, zu beantworten: Nein, es gibt keinen grundsätzlichen Mindestabstand, den mein Pferd nur mit Erlaubnis unterschreiten darf. Ich habe es sehr gerne dicht bei mir, was meine Seillose Bodenarbeit vereinfacht.

    • Petra sagt:

      Lieber Jörg, daanke für deine Gedanken zum Thema – mir geht es ähnlich. Mein Mindestabstand hängt aber immer auch ein bisschen vom Pferd ab. Habe ich eines das Drängelt und die Gelegenheit mir nahe zu sein, nutzt, um zu schubsen und sei es nur mit Energie zu schieben, dann wünsche ich ein bisschen mehr. Umso mehr und besser ich das Pferd kenne, umso näher darf es mir kommen. Und umso näher komme ich auch dem Pferd. Wie bei einer Freundschaft. Eine neue Bekanntschaft drückt man auch noch nicht so fest, wie die beste Freundin. Aber grundsätzlich habe ich meine Stute auch sehr gerne nahe bei mir 🙂 Ganz liebe Grüße, Petra

  4. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    das ist ein sehr schöner Artikel.
    Mein kleiner Ponymann hat mein gesamtes Leben verändert. Durch ihn wohnen wir jetzt im eigenen Haus, haben zwei Ponys, die bald hier im Garten stehen, es leben zwei Hunde bei uns und unserer Familie ist damit komplett. All das hat er erreicht. Ich habe eine Beziehung, die mir nicht gut getan hat, wegen ihm beendet und durch ihn die Frau gefunden, die wirklich zu uns passt. Er hat alles auf den Kopf gestellt und das ist gut so.
    Wenn ich traurig bin, tröstet er mich, wenn ich wütend bin, erdert er mich wieder. Wenn ich gut drauf bin, ist er es auch und wir haben einfach Spaß miteinander. Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht mit ihm lache und mich über ihn freue. Und eigentlich bin ich unfähig zu beschreiben was er mir alles bedeutet und wie sehr er mich und mein Leben verändert hat.
    Danke mein kleiner Ponymann, einfach dafür, dass es dich gibt.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, unsere Pferde sind schon echte Zauberpferde, gell? Ich freue mich, was der kleine Mann alles bei dir bewirkt und hat und könnte eine ähnlich schöne Liste schreiben. Wenn auch mit anderen Punkten. So oder so – sie lassen uns einfach klarer sehen und zeigen uns wie Glück sich anfühlt und ich denke manchmal, dass die Sucht nach diesem Glück und der inneren Zufriedenheit einfach auch auf das restliche Leben ausstrahlen. Mit dem Hof bist du schon etwas weiter als ich – aber wer weiß, was da noch alles kommt 😉 Ganz liebe Grüße, Petra

  5. Petra Funke sagt:

    Hallo Petra <3,
    mein Pferd bringt mich zu mir selbst. Jeden Tag aufs Neue entdecke ich mich mehr und mehr. Es ist eine sehr abenteuerliche Reise mit Höhen und Tiefen und dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Alles hat sich verändert, denn ich habe mich verändert :-). Ich spüre das Leben mit all seinen Facetten viel intensiver und finde immer mehr meinen Weg. Unbeschreiblich ist das Zusammensein mit ihm. Es gibt immer wieder Momente wo ich vor Glück den Atem anhalte und einfach nur "bin".
    Liebe Grüße
    Petra

    • Petra sagt:

      Oh auch eine Petra 🙂 Danke für deine Gedanken zum Thema – das „Sein“ ist ein so schöner Aspekt an dem ganzen Pferdeleben – das kann ich nur unterschreiben. Ganz liebe Grüße von Petra an Petra

  6. Luna&Sternchen sagt:

    Liebe Petra,
    was ist mein Pony für mich?
    Sternchen ist mein Seelenpferd, das was in dieser Form nur einmal geben wird. Als ich sie das erste mal sah, war sie ein Pferd wie jedes andere aber nach dem ersten mal reiten (ich ein kleines Kind das Angst hatte zu galoppieren, und Sternchen ein Araber-Mix der so ziemlich in allem Stumpf und stur war) war ich mir sicher. Das Pferd oder kein anderes! Heute ist sie für Außenstehende immer noch ein stures, schwieriges Pony. Aber für mich ist sie das tollste liebste und feinste Pferd was ich kenne. Sie versteht meine Gefühle und reagiert darauf. Wenn ich z.B. traurig bin dann ist sie ausnahmsweise mal damit einverstanden das ich sie umarme und mit ihr mal einfach nur kuschle. Ach, so ist das mit unseren Ponys 😉
    Liebe Grüße,
    Luna&Sternchen

    • Petra sagt:

      Liebe Luna, wie schön – danke für deine Gedanken zum Thema. Man liest auch aus jedem deiner Kommentare immer die Liebe zu Sternchen raus – so muss es sein. Pferde sind schon etwas Wunderschönes und sie geben uns so viel, da ist es toll, wenn wir ihnen auch ein bisschen was zurückgeben. Ganz liebe Grüße an euch zwei und bis bald, Petra

  7. Doreen sagt:

    Liebe Petra,

    ich kann dir nur voll und ganz zustimmen.
    Ich habe meine Ponystute schon recht jung bekommen, mit gerade einmal vierzehn Jahren habe ich die komplette Verantwortung für sie übernommen. Zwar war sie nicht von Anfang an mein Wunschpferd, da ich in dem Alter von den „Großen“ mehr beeindruckt war, jedoch ließ mich meine Stute da nicht viel mitreden und überzeugte mich recht schnell von sich. Nun könnte ich es mir gar nicht mehr vorstellen, ohne sie zu sein.
    Klar, aller Anfang ist schwer, besonders da meine Kleine sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hatte und ich sie somit erst einmal davon überzeugen musste, dass weder putzen, der Sattel, die Trense oder Reitergewicht schlimm sind. Dabei mussten wir immer wieder Kompromisse eingehen und haben uns so immer mehr angenähert.
    Mittlerweile, vier Jahre später, stecke ich mitten im Abi und sie ist mein Anker, meine Auszeit von dem ganzen Stress. Schon wenn ich auf die Weide komme und sie mir zuwiehert merke ich, wie sich die ganze Anspannung löst. Und sie schafft es immer wieder mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, egal ob dadurch, dass sie unaufgefordert Zirzensikübungen zum Besten gibt, in der Hoffnung auf Leckerchen oder wenn ihr mal wieder im Wald einfällt, dass es doch viel lustiger wäre querfeldein zu laufen anstatt den altbekannten Weg zu gehen. Mit ihr wird es nie langweilig und auch wenn sie einen enormen Dickkopf hat (Pony eben) und es somit auch mal zu Diskussionen kommt, genieße ich doch jeden Moment mit meinem „Zauberpony“. Ich verdanke ihr so viel, denn durch sie bin ich selbstsicherer geworden und bin mit mir selber viel zufriedener als vorher und auch sie hat sich toll gemacht und das Vertrauen in die Menschen wiedererlangt. Sie weiß jetzt, dass nicht jeder ihr Schmerzen zufügt und dankt es mir indem sie sogar komplett frei nicht von meiner Seite weicht (außer sie entdeckt besonders schönes Gras) anstatt wie früher das Weite zu suchen, sobald ihr jemand zu nahe kommt.
    Ich bin so dankbar für diese wundervolle Freundschaft und das Verständnis, welches so vollkommen ohne Worte auskommt.
    Ganz liebe Grüße
    Doreen

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