Schlechtwetter Training Tipps

Sommer mit Pferden: 5 TrainingsTipps für heisse Tage

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Der ganze Artikel für dich auf einen Blick

Sommer mit Pferden ist wunderschön. Gleichzeitig müssen wir aber auch ein bisschen was beachten und das Training anpassen. Wenn draussen im Sommer die Luft in der Hitze flimmert, muss das klassische Training auch mal ausgesetzt werden. Genau dafür haben wir im Artikel 5 schnelle und einfach umsetzbare Kopfaufgaben für dich und dein Pferd, die du easypeasy umsetzen kannst. Du kannst sie aber auch bei Schlechtwetter im Winter nutzen oder teilweise wenn dein Pferd gerade Boxenruhe hat. 

Damit kannst du dein Pferd beschäftigen, seinen Kopf anstrengen und auf kleinstem Raum schöne und lustige Übungen machen.

Wenn du noch mehr Übungen möchtest, kannst du dir unsere Quickies genauer anschauen – das sind kurze und knackige Online-Videokurse, in denen du dir für klitzekleines Geld einen Trick oder eine Lektion schnappen kannst. Sie werden dir Schritt für Schritt erklärt, so dass du sie dann kinderleicht in dein Training einbauen kannst

Wir haben Quickies zu coolen Tricks wie:  

 Und noch viele mehr – du findest sie alle bei uns im Pferdeflüsterei CAMPUS – simpel, umsetzbar und Schritt für Schritt erklärt. 

 Aber jetzt geben wir dir gleich – wie versprochen – 5 schnelle Tipps für schlechtes Wetter, Sommerhitze und andere Wettersituationen, die das normale Training erschweren. Du kannst sie aber auch zwischendurch als nette Chillout-Session mit deinem Pferd nutzen.

Carey und Petra Beine kreuzen

Sommer mit Pferden: 5 Tipps für Schlechtwetter- und Hitzetage

Es ist enorm Bindungsfördernd, wenn wir nicht immer ganz viel wollen, wenn wir zum Pferd gehen. Es tut dir und deinem Pferd und eurer Beziehung unglaublich gut, wenn ihr mindestens einmal in der Woche einfach nur spaßige Lektionen, eine Spazierrunde oder eine Runde Kuscheln einplant. 

Wir Menschen unterschätzen gerne, wie wichtig es ist, dass wir unsere Pferde nicht nur Reiten, versorgen und trainieren, sondern einfach auch mal Spaß und eine gute Zeit mit dem Pferd haben.

Tipp – Nummer 1: Beine kreuzen

Der erste Tipp ist nicht nur ein cooler Trick und sieht extrem hübsch auf Fotos aus, sondern unterstützt auch Themen wie „Schulterkontrolle“, „Weichen und Folgen“ und Geschmeidigkeit sowie eine feinere Kommunikation mit deinem Pferd. 

Das Ziel ist, dass du und dein Pferd die Beine gleichzeitig kreuzt und ein Pferd vielleicht sogar ein paar Sekunden halten kann, bevor ihr euch wieder gerade hinstellt.

Im Idealfall macht dein Pferd es Parallel und spiegelt dich sozusagen bei der Lektion. Du kannst die Übung VOR deinem Pferd machen oder NEBEN deinem Pferd. Aber such dir erst einmal eine der beiden Varianten aus, denn wenn du alles durcheinander wirfst wirst du dein Pferd eher verwirren.

Ich bevorzuge die Variante NEBEN dem Pferd, weil es Spaß macht und weil es auf Fotos besonders hübsch aussieht. Manche Pferde weichen besser, manche folgen besser – das kannst du dir zunutze machen und dein Pferd zuerst weichen oder zuerst folgen lassen. Meine Stute kann besser folgen ;-) Deswegen starte ich meine Erklärung jetzt damit.

  1. Du stellst dich also neben dein Pferd – auf Schulterhöhe – und achtest darauf, dass dein Pferd genug Raum hat, um dir zu folgen. Manche Pferde „trauen“ sich nicht oder sind zu höflich, um dem Menschen zu nahe zu treten. Deswegen ist wichtig, dass du dein Pferd an der Stelle gut einschätzen kannst und entsprechend Abstand zwischen euch lässt.
  2. Dann tippst du deinem Pferd an die andere Schulterseite und kreuzt gleichzeitig deine Beine. Dein Oberkörper ist einladend und dein Bauchnabel zieht sich leicht nach innen. Als ob du dein Pferd und seine Schulter an einem Faden zu dir ziehen willst.
  3. Wenn dein Pferd sein Gewicht verlagert, lobst du es. Das reicht als erster Schritt. Nun übst du das immer wieder, solange bis dein Pferd verlässlich seine Beine kreuzt.
  4. Du kreuzt sofort deine Beine wieder zurück, so dass dein Pferd auch mitmachen kann und nicht zu lange mit gekreuzten Beinen stehen muss – so fühlt sich die Übung angenehm für dein Pferd an.
  5. Dann kannst du vom „tippenden“ Finger langsam zu einem „in der Luft wackelnden“ Finger übergehen.

Genauso gehst du dann vor, wenn du dein Pferd weichen lassen willst – nur tippst du diesmal als Anfang auf die Schulterseite direkt bei dir.

Sommer mit Pferden: 5 TrainingsTipps für heisse Tage 1

Tipp - Nummer 2: Targettraining

Targettraining ist großartig, weil du mit dem Target eine Gelegenheit auf viel Kreativität, Lob und Freudezeit mit deinem Pferd hast.

Wichtig ist, dass du vorher das Thema Leckerlihöflichkeit geklärt hast und ihr ein klares Markersignal habt. Dein Lob also immer mit einem Leckerli verbunden ist und du das zimmergleiche Signal nutzt. Das ist im Grunde die Kurzversion vom Clickern – auch wenn da eine ganze Philosophie dahintersteckt.

Einen Artikel zum Thema Leckerli findest du HIER

Mehr zum Targettraining HIER

Mehr zum Clickern kannst du HIER in einem ausführlichen Interview mit den Clickerprofis von Team Shettysport erfahren 

 Wenn dein Pferd also Leckerlihöflich ist und ihr ein Markersignal habt, kannst du das Target dazunehmen.

Du hältst es deinem Pferd vor die Nase und markerst, wenn dein Pferd das Target berührt. Das wiederholst du solange, bis dein Pferd das Prinzip verstanden hat.

Dann kannst du ihn Stand das Target hin und herbewegen, dein Pferd um eine Biegung oder Drehung bitten und andere Kleinigkeiten damit in der Box oder auf dem Paddock üben.

Petra und Carey Küssschen

Tipp – Nummer 3: Küsschen und Lächeln

Küsschen und Lächeln sind auch zwei süße und einfache Lektionen, die du deinem Pferd kinderleicht beibringen und immer mal zwischendurch als nette Lektion abrufen kannst.

Wie man seinem Pferd das Lächeln beibringt habe ich dir HIER schon in einem Artikel Schritt für Schritt beschrieben. Das Küsschen lernen die meisten Pferde auch sehr schnell – vor allem, wenn sie das Targettraining oder Nasentarget schon kennen.

Wie du deinem Pferd das Küsschen Schritt für Schritt beibringen kannst, erfährst du in unserem „Quickie – kurz und knackig“ – mit nur einem Video zu einer Lektion

Das kannst du dir HIER schnappen 

Tipp – Nummer 4: Matte und Untergründe wie Balance Pads

Wenn wir unsere Pferde trittsicherer machen, werden sie sicherer. Ganz einfacher Fakt – jetzt verrate ich dir, wie du dein Pferd auf kleinstem Raum trittsicherer machen kannst: Indem du mit verschiedenen Untergründen experimentierst.

Auf dem Platz kannst du das natürlich mit Planen, großen Matten und Stangen machen. Verteile sie einfach wild auf dem Platz und lass dein Pferd die Gegenstände wie nebenbei meistern und wahrnehmen.

Du kannst im Gelände auch verschiedene Untergründe für dich nutzen und nicht immer nur auf den ebenen gleichen Wegen laufen. Wenn aber das Wetter schlecht oder es besonders heiss ist, kannst du das auch fast im Stand in der Box oder auf dem Paddock machen.

  1. Du schnappst dir eine Mini-Matte – wie aus dem schwedischen Möbelhaus Plufsig – und nutzt sie für dein Pferd. Entweder bittest du es einfach klassisch auf die Matte oder du nutzt die Matte als Target und klickerst die Kreativität deines Pferdes mit der Matte.
  2. So oder so belohnst du den kleinsten Schritt auf die Matte, wenn dein Pferd sich mit der Matte auseinandersetzt und natürlich auch nach und nach alle vier Hufe auf der Matte.
  3. Wenn dein Pferd eine Matte kennt, kannst du dir andere schnappen und so mit verschiedenen Farben, Mattenmaterialien und Mattendicke experimentieren.

Du kannst auch mit Balance Pads arbeiten – dazu findest du HIER einen Artikel auf der Pferdeflüsterei.

 Später kannst du dann daran arbeiten, dass dein Pferd Crunches mit der Matte macht und leicht vor und zurückwippt. Das fördert die Hinterhandmuskulatur und ist eine großartige Lektion für mehr Geschmeidigkeit.

Tipp – Nummer 5: Farben unterscheiden

Wenn dein Pferd das Nasentarget kennt, kannst du auch einen Schritt weitergehen und deinem Pferd beibringen verschiedene Farben zu unterscheiden. Dazu kannst du zum Beispiel zwei Pylonen nehmen.

Pylonen Bodenarbeit

Oder du nimmst zwei Plastiktöpfchen – achte bei den Gegenständen einfach nur darauf, dass sie sicher sind für dein Pferd und nichts passieren kann.

Dann stellst du deinem Pferd erst die eine Farbe hin und sagst dein Signal für das Nasentarget. Wenn dein Pferd den Gegenstand berührt lobst du es und sagst das nächste Mal den Farbnamen.

Sobald dein Pferd den Farbnamen mit dem Gegenstand verbindet und verlässlich den Gegenstand bei Nennung des Farbnamens berührt, stellst du den andersfarbigen Gegenstand hin und wiederholst es mit diesem Gegenstand.

Dann stellst du beide hin und lobst dein Pferd immer dann, wenn es bei Nennung des Farbnamens auch den richtigen Gegenstand berührt. Wenn das verlässlich klappt, kannst du die Gegenstände beispielsweise mal ein bisschen hin- und herbewegen und schauen, ob dein Pferd es auch dann schafft die richtige Farbe zu treffen. Voila!

Daran könnt ihr dann weiterbauten und viel Freude miteinander haben.

Wenn du noch mehr coole Tricks und Tipps kennst – schreibe sie mir gerne in die Kommentare! Ich freue mich auf deine Ideen!

Petra und Carey

„Pferdeflüstern bedeutet, dass wir lernen das Flüstern der Pferde zu hören und zu verstehen.“

Die Pferdeflüsterei ist ein Wissensblog und Herzensprojekt – denn wir wünschen uns, dass alle Pferde und ihre Menschen glücklich miteinander sind. Wenn wir lernen die Pferde zu verstehen, fein und fair zu trainieren und der beste Pferdemensch zu werden, der wir sein können – wird es auch deinem Pferd gut gehen und es wird immer sein Bestes für dich geben. Versprochen!

Wir unterstützen dich mit unseren Artikeln, Interviews und Kursen – Du bekommst Facts zu pferdegerechter Haltung und Fütterung, feinem Training und Pferdeverhalten. 

Petra und Carey

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