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Achtung Mauke! Richtig behandeln und vorbeugen

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Der ganze Artikel für dich auf einen Blick

M wie Mauke

Diagnose Mauke

Oh Schreck, ein Fleck! Etwas Fell fehlt, vielleicht sieht der Fleck auch aus wie eine Kruste. Das kann eine Mauke sein. Die Maukeflecken sind wirklich fies und leider befällt die Mauke viele Pferde. Vermutlich kennt jeder Pferdebesitzer mindestens ein Pferd und vermutlich sogar deutlich mehr Pferde, die so einen Fleck schon einmal hatten. Mehr oder weniger groß. Mauke ist fast genauso Schreckgespenst, wie Hautpilz oder Sommerekzem.

Wir hatten auch schon damit zu kämpfen. Deswegen weiß ich genau wovon ich spreche und werde dich im Artikel an meinen Recherchen und Erfahrungen teilhaben lassen. Irgendwann kam mir Madame Pferd entgegen, wartete mit ihrem süßen Gesichtsausdruck am Gatter und begrüßte mich freundlich. Nach dem ersten Kraulkonzert und einem Leckerli für die Pferdeschnute, ist mein Blick auf ihre Fesseln gefallen. Ein Fleck.

Weniger Fell, merkwürdige weiße Schuppen und kleine Krusten. Der Hand-Test an der Fessel zeigte, dass das Bein an der besagten Stelle wärmer war als üblich.

Mauke Pferd

Diagnose: Mauke beim Pferd

Die Diagnose des Tierarztes: Eine leichte Mauke. Da Madame Pferd im letzten Herbst schon einmal eine kleine Stelle mit einer Mauke hatte – die ganz anders aussah – ist mir spätestens damals klar geworden, dass es verschiedene Ausprägungen der Mauke gibt. wie auch verschiedene potentielle Auslöser. Gerne wird sie durch Feuchtigkeit ausgelöst – das ideale Milieu für die Bakterien, die die Mauke auslösen können. Deswegen findest du sie besonders oft in der Fesselbeuge. Das ist eine schöne feucht-warme Höhle. Dort muss sie aber nicht unbedingt sein.

Es ist also eine Urban Legend der Pferdewelt, dass die Mauke IMMER in der Fesselbeuge ist. Mein Pferd beispielsweise hatte sie im letzten Herbst einmal am Hinterbein auf der Vorderseite zwischen Huf und Fessel. Und jetzt im Winter an der Innenseite des Vorderbeines zwischen Fessel- und Karpalgelenk. 

Allerdings Gott sei dank eine beginnende Form der Mauke. Bevor du dir alle Fakten im Artikel anschaust, bekommst du eine gute Nachricht: Mauke kannst du ganz gut behandeln und du kannst mit ein paar Tricks vorbeugen. 

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Was ist eigentlich Mauke?

Mauke ist im Grunde eine Hautkrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Sie heißt auch Fesselekzem. Warum? Meist findet sie sich in der Fesselbeuge des Pferdes, aber nicht nur dort. Sie kann chronisch werden, wenn man sie nicht gleich und auch passend behandelt. Deswegen ist es superwichtig zu reagieren, wenn dein Pferd Maukeanzeichen hat. Im Artikel bekommst du alle wichtigen Infos, damit du verstehst, wie Mauke entstehen kann, was du im akuten Fall tun kannst und wie du der Mauke vorbeugen kannst. 

Was hat es mit der Mikroflora auf sich

Die Haut deines Pferdes ist das natürliche Schutzschild des Pferdekörpers. Wenn der Stoffwechsel oder das Immunsystem nicht ganz so fit sind oder stark angegriffen werden, kann es sein, dass die Haut ihrer Schutzfunktion nicht mehr so nachkommen kann und Bakterien bekommen ihre Chance. Prinzipiell sind auf der Haut deines Pferdes (und auch im Körper) viele verschiedene Bakterien. Immer. Das ist die sogenannte Mikroflora. Solange die „guten“ Bakterien in der Überzahl sind oder ein Gleichgewicht herrscht, ist alles gut. Sie können schädliche Keime abhalten und die Haut schützen. wenn aber die Bakterienflora oder auch Mikroflora nicht mehr so in Takt ist und sich die „schlechten“ Bakterien zu sehr ausbreiten, dann können Hautkrankheiten entstehen – wie beispielsweise auch die Mauke. 

Zu wenig oder zu viel Pflege, können die Mikroflora genauso beeinflussen wie die richtige oder falsche Fütterung, Wetter- oder Haltungsbedingungen. Viele Pferde reagieren beispielsweise auf Darmprobleme bei zuviel Getreide oder überhaupt Getreidefütterung. Das wiederum beeinflusst auch die Haut und damit die Mikroflora – also das Gleichgewicht der Mikroorganismen, der Pferdehaut. 

Oft tritt die Mauke im Winter auf, weil die Feuchtigkeit am Boden, in der Luft und in der Box durch das Winterwetter die Haut schon ein bisschen angreift – das wiederum macht es den Bakterien leichter. Mauke kann aber auch durch Futterwechsel, falsche Fütterung oder Stoffwechselprobleme auftreten. Wenn also die Entgiftungsorgane zum Beispiel nicht mehr alles auffangen können, zeigt sich das gerne in Hautproblemen wie Mauke, weil der Hautstoffwechsel nicht mehr richtig funktioniert und die Hautbarriere leidet. 

Mauke beim Pferd

Die besten Tipps bei Mauke

Schwarzkümmelsamen Produktfoto der Verpackung

Woher kommt die Mauke?

FAKT: Mauke ist alt. Uralt. Schon im 3. Jahrhundert wurden wohl Rezepte für die Maukebehandlung in einer Rezeptsammlung aufgelistet. Es gibt die These, dass die Mauke auch durch eine Überlastung der Leber oder der Niere ausgelöst werden kann. Beide gelten ja ein bisschen als die Waschmaschinen des Körpers. Sie sind für das Entgiften zuständig. Wenn sie also nicht mehr so gut funktionieren, wird nicht so gut entgiftet und das wiederum schwächt das Immunsystem. Die Haut ist sozusagen die Mülldeponie des Körpers, genau wie die Haare – da sammelt sich alles was zuviel und zu wenig ist und zeigt die Folgen.

Feuchtigkeit alleine ist meist kein Maukeauslöser, aber wenn das Pferd falsch gefüttert wird (zu eiweißreich, zu viel Getreide usw.), oder erhöhte Leberwerte hat oder ein schwaches Immunsystem oder eine nicht ganz so fluffige Darmflora, oder Parasiten oder zu puschelige Fesseln, dann haben die Bakterien eine Chance.

–> –> –> BUCHTIPP “Mauke: Vorbeugen – Erkennen – Behandeln*

Wenn das Pferd schon Mauke hat, dann können matschige und nasse Böden zum Problem werden, weil zusätzlich Keime in die offene Wunde kommen können. Dann sollte man das Pferd so lange nicht auf die Matschkoppel oder feuchte Wiese lassen, bis die Mauke verheilt ist, wenn es irgendwie geht.

Wenn also der Boden die ganze Zeit Feucht ist, zum Beispiel Matschpaddock oder feuchte Einstreu, verringert sich die Elastizität der Haut und sie kann klitzekleine Risse bekommen. Das ist die Tür für die Bakterien, um einzufallen in die Pferdehaut.

Mauke tritt in so vielen verschiedenen Versionen und durch so viele verschiedene Ursachen auf, dass die Meinungen darüber wie sie zu behandeln ist fast genauso vielfältig sind. Aber es gibt schon ein paar Fakten, die man beachten kann, um die Mauke effektiv zu behandeln. Ich will dir im Artikel die wichtigsten Fakten zur Mauke zusammenfassen und freue mich, wenn du vielleicht noch mehr weißt. 

Schreib mir gerne einen Kommentar – je mehr Infos zusammenkommen, desto besser.

Übrigens: Wenn die Mauke sich von der Fessel an den Karpalgelenken hochzieht, dann wird sie auch Raspe genannt. 

Lass uns jetzt darüber reden, wie du die Mauke erkennen kannst, wie du sie behandelt kannst und dann natürlich auch, was du tun kannst, um vorzubeugen. 

Mauke Pferd

6 Punkte, um die Mauke richtig zu erkennen

Leicht gerötete Haut

Etwas dickere und warme Haut

Kleine weiße Krusten entstehen und die Haare gehen an der betroffenen Stelle verloren

Die Hautoberfläche wird angegriffen und es entstehen harte Krusten

Die Haut wird schwammig und bekommt einen schmierigen Belag mit Bläschen. Das Pferd hat Schmerzen, wenn man die betroffene Stelle anfasst

Die Schicht zwischen Oberhaut und Lederhaut liegt frei und die Haut wuchert

Mauke beim Pferd – wie verläuft die Krankheit?

Erstmal hat das Pferd leicht gerötete Stellen unter dem Fell. Die übersieht man sehr leicht, dann geht aber das Fell aus – in dem Stadium befindet sich gerade ein Pferd – wenn dann nichts dagegen getan wird bilden sich richtig harte große schorfige Krusten. Das sieht im ersten Moment ein bisschen wie Dreck aus oder wie der Schorf einer Wunde.

Diese Krusten fallen aber nicht ab, wie du es bei einer Wunde gewohnt bist, sondern werden immer dicker und härter. Gleichzeitig wird es für dein Pferd immer unangenehmer, weil unter dieser festen verkrusteten Schicht die Entzündung sich immer weiter ausbreitet und regelrecht Löcher in die Haut des Pferdes fräst.

Das fühlt sich für dein Pferd sehr schmerzhaft an, die Beine schwellen an und werden heiß. Wenn die Mauke dann immer noch nicht behandelt wird fängt das Pferd irgendwann an zu lahmen und in letzter Instant kann sich sogar eine Vergiftung im Körper ausbreiten und durch die Blutbahnen das ganze Pferd angreifen.

Um es klar und deutlich zu sagen: Mauke kann tödlich für das Pferd enden. Aber nur, wenn sie sich ausbreiten kann. Es ist also wichtig so früh wie möglich dagegen vorzugehen.

Kann Mauke jedes Pferd befallen?

„Igitt, wirst du vielleicht denken. Mauke ist echt eklig. Aber mir kann das nicht passieren, weil ich die Beine meines Pferdes immer schön sauber halte.“ 

Tja, den Zahn muss ich dir gleich ziehen. Mauke kann jedes Pferde befallen, auch bei grandios-guter Haltung. Wenn die Pferde Knietief im Matsch stehen und die Box nicht oft genug gemistet wird oder vielleicht sogar Ratten unterwegs sind aufgrund unsauberer Verhältnisse, hat eine bakterielle Infektion wie die Mauke natürlich etwas bessere Chancen, aber das sind nicht die einzigen Gründe für eine Mauke.

Besonders anfällig sind zum Beispiel alte und junge Pferde. Sie befinden sich aus unterschiedlichen Gründen in einer Umbruchsituation. Das Wachstum bei einem jungen Pferd strengt das Immunsystem an und bei älteren Pferden funktioniert es meist nicht mehr so gut.

Auch Pferde mit dichtem Fesselbehang sind anfällig, weil sich die Mauke still und heimlich unter den dicken Haaren entwickeln kann und Pferde mit empfindlicher Haut neigen auch gerne zu Mauke. Da haben die Bakterien einfach gute Chancen. Gerade Rassen, die Getreide nicht so gut vertragen und deren Stoffwechsel damit nicht so gut kann, reagieren auch auf Getreide in der Pferdefütterung. 

Kein Getreide für Pferde

MAuke ist mitten in der Pferdehaut

Die Haut ist die letzte Hürde zwischen Pferd und Umwelt, sie ist das Eingangstor für Bakterien, Viren und andere Schädlinge. Je besser die Haut in Schuss ist und das Immunsystem, desto weniger Chancen haben die kleinen Eindringliche, Eigentlich logisch, oder?

Die wichtigste Hautschicht ist der Papillarkörper – der sich an die Oberhaut anschmiegt. er ist die Barriere gegen alle Eindringlinge. Wenn sich die Haut entzündet, dann meistens erstmal dort. Darüber ist noch die Epidermis, in die immer neue Zellen aus der Tiefe nachgeschoben werden, sie ist auch ein wichtiger Teil der Hautbarriere und die Schutzschicht der Haut. Die gilt es zu schützen. Durch gute Haltung, gute Pflege und gute Fütterung.

Ist sie aber nicht in Schuss und Erreger konnten sich schon breit machen, werden die sich immer weiter und weiter durch die Haut fressen und ausbreiten und damit auch die Tore für weitere Eindringlinge öffnen. Wenn also Bakterien schon mal losgelegt haben, kann es sein, dass Milben oder Pilze auch bessere Chancen haben.

Wie bei allen Krankheiten gilt auch bei Mauke: Je früher sie behandelt wird, desto besser für den Patienten. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Mauke auslösen können. Meist treffen nur ein paar Punkte zu, aber wenn man sie weiß, kann man auch in Zukunft besser gegensteuern.

Die grössten Ursachen für Mauke beim Pferd

  • Zuviel Feuchtigkeit über einen zu langen Zeitraum
  • Schlecht gemistete Box und schlechte Pferdepflege
  • Langer Fesselbehang – dort können sich Dreck und Feuchtigkeit festsetzen. Optimale Bedingungen für Bakterien
  • Insgesamt ein schlechter Zustand des Pferdes – das bedeutet, dass sein Immunsystem gerade nicht genug arbeitet
  • Falsche Fütterung – dadurch Nährstoffmangel
  • Jahreszeit und Wetter – Mauke tritt besonders gerne im Winter auf – wenn es feuchter ist
  • Stress, Allergien, Milben oder Pilzinfektionen
  • Futterwechsel, Getreidefütterung oder Stoffwechselprobleme
Produktbild Abwehrkräuter

Im Fall meiner Stute ist es zum Beispiel vermutlich ihr Alter – sie war zum Zeitpunkt der Mauke 3,5 Jahre alt und noch im Wachstum. Dazu kommt, dass sie mit 3 Jahren von Andalusien nach Deutschland transportiert wurde und das Immunsystem mit dem kalten deutschen Winter zu kämpfen hatte. 

1. Deswegen hat sie als erstes und seitdem jeden Winter eine Kräuterkur für die Haut und danach für die Abwehrkräfte bekommen – HIER kannst du dir die Kur für 4 Wochen genauer anschauen

2. Wir haben sämtliches Getreide aus ihrem Futterplan gestrichen

3. Parallel haben wir natürlich die akut betroffenen Stellen behandelt – die einzelnen Schritte erkläre ich dir jetzt im Artikel.

Wie du Mauke behandeln kannst

Als erstes macht es Sinn die betreffende Stelle mit Wasser und einer milden desinfizierenden Seife wie Jodseife oder unserer NARA-SEIFE aus der Narapflanze (Du kannst sie dir HIER genauer anschauen) zu waschen, um die Krusten aufzuweichen und den Dreck zu entsorgen, der sich vermutlich in den Haaren angesammelt hat. Nach der allerersten Säuberung sollte dann möglichst kein neues Wasser an die Haut, weil die Haut sonst aufweicht. Du lässt sie trocknen und schmierst die betroffenen Stellen täglich mit einer antibakteriellen Salbe oder Jodtinktur ein.

Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit Zinksalbe in Kombination mit dem Hygienemittel „Octenisept“ gemacht. Ich habe täglich Octenisept (aus der Apotheke) auf die betroffenen Stellen großzügig gesprüht, einweichen lassen und anschließend mit einem Zewa abgetupft. Zum Schluss habe ich eine recht trockene Zinksalbe aufgetragen und über Nacht auf den Stellen gelassen. Am nächsten Tag habe ich das Prozedere Wiederholt. Du kannst aber auch eine desinfizierende Salbe oder Jodtinktur oder eine medizinische Salbe verwenden.

ACHTUNG: Wenn das Pferd schon Krusten hat, dann bitte die Krusten, sanft und soweit es nach dem Einweichen entspannt geht, entfernen. Das ist nicht Wundheilung und hilft dem Pferd auch nicht, sondern diese Krusten sind im Grunde die Trutzburg der Bakterien, die sich darunter schön schützen und ausbreiten können.

Es kann sein, dass die Haut unter den Krusten leicht nässt. Das Entfernen der Krusten verursacht dem Pferd Schmerzen und kann die Wunder vergrößern. Deswegen bitte nicht wild daran herumrupfen sondern wirklich fein und sanft entfernen, was sich einfach entfernen lässt. Dann trockentupfen, desinfizieren (wie mit Octenisept) und die Wunde mit einer desinfizierenden Salbe behandeln.

Es gibt ja verschiedene Formen und Spielarten der Mauke. Schuppiger, krustiger, hartnäckiger und weniger hartnäckig. Die fieseste Maukenform ist die Warzenmauke. Sie ist gott sei dank wirklich selten. Da bleibt nur die OP, denn die Warzen müssen chirurgisch entfernt werden. In der Nachsorge muss dann mit Spezailsalben verhindert werden, dass die Haut wieder so stark wuchert.

Egal welche Form dein Pferd bekommen hat, ganz wichtig ist, dass du dich auch mit Haltung und Fütterung auseinandersetzt, um deinem Pferd gegen die Mauke zu helfen. 

Carey schnaubt im Winter

Mauke und das Futter

Eiweiß, Zucker, Stärke – drei Wörter, die Mauke auslösen können, wenn das Pferd sie zuviel im Futter findet.

Wenn dann noch eine Unterversorgung von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen dazukommt, ist das nicht besonders gut für den Leberstoffwechsel und damit für die Gesundheit des Pferdes. Wenn aber die zwei wichtigsten Entgiftungsorgane nicht perfekt arbeiten können, dann haben Bakterien eine echte Chance. Die Haut ist dann nicht so widerstandsfähig und die Bakterien können in die kleinen Risse eindringen.

Also: Wenig Eiweiß, lieber mineralstoffhaltiges Essen mit Zink, Selen und Kupfer. Alle drei sollen das Immunsystem fördern.

Zink kann helfen weil es dem Körper dabei hilft die eigene Entgiftung und das Immunsystem anzukurbeln und weil es für die Bildung von Haut und Haaren zuständig ist. Mauke tritt besonders gerne in der Zeit des Fellwechsels auf. Deswegen ist die Schlussfolgerung durchaus logisch, dass ein Zinkmangel die Mauke begünstigen kann.

Mehr Infos dazu findest du HIER bei Dr. Weyrauch – die zwar auch Hersteller ist, sich aber intensiv mit den Futterthemen auseinandergesetzt hat.

ACHTUNG: Das typische Pferdemüsli mit Aromen, Getreide und Konservierungsstoffen kann den Stoffwechsel deines Pferdes auch belasten. Da solltest du also eher vorsichtig sein.

  • Kein Getreide, kein Brot
  • Kein Kraftfutter und keine getreidehaltigen Leckerli in der Maukezeit. Das alles kann die Mauke verschlechtern
  • Eiweiß reduzieren, also zum Beispiel kürzere Weidezeiten
  • Keine Silage oder Heulage, weil beides das Pferd übersäuern kann
  • Keine Düngemittel auf der Weide verwenden und kein Heu, das mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde
  • Keine Müslis oder Kraftfutter mit chemischen Zusatzstoffen
  • Kein synthetisches Mineralfutter

Nur Heu, ungespritzte Karotten, Äpfel und Kräuter zur Unterstützung.

Warum du bei Mauke auch auf Kräuter setzen solltest

Wenn die Mauke schon da ist, kannst du deinem Pferd auch mit Kräutern helfen. Honig hat eine antiseptische Wirkung. Oder Kamille, Salbei und Thymian zum Beispiel haben auch eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung. Du kannst sie mit heißem Wasser aufkochen, den Sud abkühlen lassen und die Maukestellen damit sanft abwaschen. 

Wenn du ein Pflanzenöl bereit hast, wie Kokosöl oder Mandelöl, kannst du die Haut um die betroffene Stelle herum damit parallel pflegen. Das hindert die Mauke daran sich weiter fröhlich auszubreiten, weil die Haut schön geschmeidig und gesund bleibt.

HIER findest du mehr Infos zur Haaranalyse bei Mauke – eine Tierheilpraktikerin beschreibt ihre Methode. Ich selbst habe das nicht ausprobiert, kann dir also nichts dazu sagen. Aber es klingt nicht unlogisch für mich.

Die besten Hausmittel gegen Mauke

Propolis: Ist ein Nebenprodukt der Honigherstellung. Es ist der Klebstoff der Bienen und noch antibakterieller und Pilzhemmender als Honig. Das kann neben der Behandlung von Mauke übrigens auch bei der berühmtberüchtigen Strahlfäule helfen. Propolis bekommt man bei Imkern oder auch im Internet bei entsprechenden Anbietern von Naturprodukten. Am besten in Form einer weichen und dünnen Salbe, um das Propolis easy auf die ganze Wunde auftragen zu können.

Knoblauch: Sollte man mit Vorsicht genießen, weil ein „Zuviel“ davo auch nicht gesund fürs Pferd ist. Aber Knoblauch hat nunmal eine entzündungshemmende Wirkung und hilft gegen Pilze und Parasiten. Zur äußeren Anwendung also ziemlich gut. Einfach Mandelöl oder Kokosöl nehmen und ein bis zwei Knoblauchzehen einlegen. Das soll auch bei Mauke helfen.

Pures biologisches Teebaumöl oder Lavendelöl kann auch helfen. Damit täglich die Maukestellen behandeln. Beides wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Aber bei ätherischen Ölen immer schauen, wie das Pferd darauf reagiert. Im Zweifelsfall auch erst an einer gesunden Stelle testen, ob das Pferd allergisch ist. Das kann bei manchen Pferden der Fall sein.

Pack die Sauerkrautdose aus. Wobei das eher eine schmierige Angelegenheit wird. Sauerkraut enthält Milchsäure und Mineralstoffe. Beides ist gut gegen die Mauke. Die Milchsäure zum Beispiel soll den PH-Wert an der Haut so senken, dass die Bakterien ihr Wohlfühlmilieu verlieren und abhauen. Ich muss aber gestehen, dass ich die Sauerkrautumschläge nicht selbst ausprobiert habe bislang. Ich hoffe noch mit Salbe und Pflege weiterkomme.

Letztlich kannst du dein Glück auch noch bei einem Tierheilpraktiker versuchen und mit Globoli arbeiten.

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Dont’s bei Mauke

Mauke muss lüften. Also: desinfizierende antibakterielle Salben sind super, aber sie dürfen nicht luftdicht sein. Also Melkfett oder Penaten Babycreme bitte nicht verwenden. Die verschließen die Wunde dann genauso luftdicht wie die fette Kruste, die sich die Bakterien gebaut hatten und das wäre genau das Gegenteil von dem, was wir wollen. 

Das Pferd sollte auch weiter mit der Herde mitlaufen dürfen. Herumstehen lässt die Schwellung am Bein nur schlimmer werden. Es ist also besser das Pferd ein bisschen zu bewegen, aber nicht anstrengend und bitte keine Bandagen oder Gamaschen um die Fessel wickeln, das könnte reiben.

Wenn nichts gegen Mauke hilft: Was der Tierarzt tun kann

Wenn die Mauke durch die Salbe nicht verschwindet oder das Bein des Pferdes immer mehr anschwillt, muss der Tierarzt härtere Geschütze auffahren. Er kann zum Beispiel ein Blutbild machen und ein bisschen Haut abschaben und im Labor überprüfen. So kann er die genaue Ursache feststellen, so dass du sie leichter abstellen kannst.

Ursache Milben: Wenn die Pferdebiester zugeschlagen und die Mauke verursacht haben, muss die entsprechende Stelle am Pferd mit einem Spezialshampoo gewaschen werden und alles gereinigt werden, was mit dem Pferd in Berührung gekommen ist. Also auch das Putzzeug, Sattelzeug und die ganze Box. Damit die Milben keine Chance mehr haben sich auszubreiten oder wiederzukommen.

Ursache Bakterien: Wenn klar ist, dass es Bakterien sind und welche, kann der Tierarzt passende Antibiotika einsetzen. Der ganze Körper hat ja Pilze und Bakterien auf der Haut, immer. Die halten sich ständig in einem gesunden Gleichgewicht. Manchmal geraten aber einzelne außer Rand und Band. Wenn das Immunsystem zum Beispiel nicht mehr stimmt. Dann vermehren sich einzelne stärker und können so die Mauke und auch andere Hautkrankheiten auslösen.

Ursache Allergie: Auch Pferde können Allergien habe. Das Immunsystem wendet sich gegen den eigenen Körper, durch einen Auslöser. Es ist im Grunde das Gleiche wie bei einem Sommerekzem. Allergieauslöser kann es viele geben. Futter zum Beispiel. Also da alles der Reihe nach überprüfen, Schritt für Schritt Bestandteile weglassen und schauen, was passiert. Dann können Allergien auch durch Herbstgrasmilben oder Kriebelmücken ausgelöst werden – durch die Stoffe in der Spucke dieser kleinen Biester.

Ursache Stress: Auch Stress kann das Immunsystem so weit herunterfahren, dass Mauke eine chance hat. Zum Beispiel durch einen Umzug, einen langen Transport, zu viele Turniere, eine schlechte Herdenstruktur – Gründe für Stress kann es viele geben. Wenn aber die Gründe abgeschafft werden können und das Pferd wieder zufrieden und entspannt ist, wird auch die Mauke weniger Chancen haben.

Ursache Pilz: Da gilt das gleiche wie bei den Bakterien. Meist sind es hauteigene Pilzkulturen, die eine unerlaubte Party feiern. Auch da muss dann alles desinfiziert und das Pferd mit Speziashampoos gewaschen werden. Dazu gibt es eine Impfung. Die zweimal innerhalb von 4 Wochen gegeben werden muss. Und so den Pilz von innen heraus zerstört.

Egal was: Vermutlich ist das Immunsystem deines Pferdes aus irgendwelchen Gründen gerade nicht ganz fit, sonst hätten vermutlich weder Pilze, noch Bakterien oder Milben eine Chance. Deswegen musst du in einem nächsten Schritt auch das Immunsystem deines Pferdes unterstützen.

Damit wären wir beim letzten Punkt angelangt.

Achtung Mauke! Richtig behandeln und vorbeugen 1

Vorbeugung von Mauke

Vorbeugung bei der Mauke? Da kannst du verschiedene Sachen machen. Von der Hygiene, über die Hautpflege bis zur Fütterung gibt es einiges was man in Sachen Vorbeugung bei Mauke tun kann. So dass dein Pferd hoffentlich nie mehr Mauke bekommt. 

Hygiene spielt eine große Rolle. Zuviel Feuchtigkeit und schlechte Einstreu sind nicht gut bei Mauke. Der klassische Mist aus Stroh kann bei einem anfälligen Pferd Schwierigkeiten verursachen, weil Kot und Harn ein Paradies für die Bakterien darstellen. Wenn also ein Pferd immer wieder oder schon chronisch Mauke hat, dann könnte eine Behandlung der Beine mit Zinksalbe, die als natürlich antibakterielles Mittel wirkt ohne der Haut so zu schaden, wie es Cortison würde. Oder das Fell und die Box regelmäßig mit EMS reinigen. Das sind effektive Mikroorganismen, rein biologisch, die das Gleichgewicht wiederherstellen. Sozusagen “gute Bakterien”, die die “schlechten Bakterien” im Zaum halten.

Du bekommst sie zum Beispiel HIER bei uns im SHOP

Die Winterkoppel könnte neu ausgelegt werden. Zum Beispiel am Futter- und Wasserstand, wo die Pferde häufig stehen und der Boden also besonders viel herhalten muss, könnte man den Boden anders befestigen durch Drainagen. Holzschnitzel sind da nicht so gut, weil immer mehr Studien zeigen, dass die Holzschnitzel durch die natürliche Fäulnis besonders Keimanfällig sind – je länger die Holzschnitzel herumliegen, desto mehr haben die Keime eine Chance.

Eine Empfehlung vom Tierarzt sind Platten aus Recyclingkunststoff unter der Tretschicht. Sie sind easy zu reinigen und verhindern Matschberge. Die Platten werden einfach verlegt und dann mit Sand aufgefüllt. Dadurch bleibt der Boden schön trocken, soweit es geht.

Paddock auch immer schön abäpfeln, damit sich die Bakterien nicht so ausbreiten können und die Fesselbeuge immer reinigen, damit sich Dreck und Eindringlinge nicht so breit machen können.

Fütterung ist auch ein Thema: Zuviel Getreide kann auch Krankheiten wie Mauke fördern. Hohe Kraftfuttergaben belasten den Pferdeorganismus. Lieber auf Rauhfutter wie Heu und Kurweise Kräuter für das Immunsystem setzen. Kräuter sollten immer nur Kurweise gefüttert werden, da sie im Übermaß die Leber belasten können.

Immunsystem stützen und überprüfen. Zum Beispiel durch ein großes Blutbild, um Mängel oder Entzündungen im Körper feststellen zu können.

Wenn du dich jetzt fragst, wie ich mit der Mauke vorbeugend umgegangen bin? Hier sind meine Schritte:

  1. Behandle die Mauke konsequent bis sie weg ist und unterstütze die Haut an der betroffenen Stelle auch noch ein paar Tage darüberhinaus mit antibakteriellen Mitteln und einer pflegenden Zinkcreme
  2. Parallel: Das Pferd bekam für 4 Wochen Kurweise Zink-Kräuter von Dr. Weyrauch*
  3. Box und Laufstall gut pflegen und zusätzlich wöchentlich mit EMS auswischen – um den Bakterien auch in Box und Paddock die Grundlage zu nehmen. EMS steht für Effektive Mikroorganismen. Das sind gute Bakterien, die die bösen Bakterien daran hindern sich auszubreiten
  4. Anschließend bekommt sie für 4-6 Wochen Kurweise: Abwehr Kräuter für Pferde von Krauterie
  5. Um danach den Stoffwechsel zu fördern bekommt sie die passenden Vierjahreszeiten-Kräuter als gesunde Basis
  6. Nie mehr Getreide! Deswegen auch getreidefreie Leckerli – du kannst HIER verschiedene Sorten finden 

Warum das alles? So kannst du für mehr Hygiene am Stall sorgen und parallel Immunsystem und Stoffwechsel unterstützen.

Petra und Carey

„Pferdeflüstern bedeutet, dass wir lernen das Flüstern der Pferde zu hören und zu verstehen.“

Die Pferdeflüsterei ist ein Wissensblog und Herzensprojekt – denn wir wünschen uns, dass alle Pferde und ihre Menschen glücklich miteinander sind. Wenn wir lernen die Pferde zu verstehen, fein und fair zu trainieren und der beste Pferdemensch zu werden, der wir sein können – wird es auch deinem Pferd gut gehen und es wird immer sein Bestes für dich geben. Versprochen!

Wir unterstützen dich mit unseren Artikeln, Interviews und Kursen – Du bekommst Facts zu pferdegerechter Haltung und Fütterung, feinem Training und Pferdeverhalten. 

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