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3 Simple Tipps: Sanftes Pferdetraining ohne Druck

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Der ganze Artikel für dich auf einen Blick

So so so so soooo oft schreiben mir Leser oder erzählen mir Kursteilnehmer die sanftes Pferdetraining suchen von den Anweisungen ihrer Trainer und sie haben alle immer ein gemeinsames Ding: Druck! Druck Druck!

Warum Druck für sanftes Pferdetraining nicht die richtige Antwort ist

Ich bin ein bisschen gefrustet und fassungslos, dass offenbar immer „Druck“ die Antwort auf alle Fragen im Pferdetraining ist. Dabei ist das wirklich in 90% der Fällen der falsche Weg und eine riesengroße Urban Legend der Pferdewelt.

Wir können sie nicht mit einem Artikel auflösen und hinter erfolgreichem Pferdetraining ohne Druck steht ganz viel Persönlichkeitsentwicklung, eine bestimmte Geisteshaltung des Reiters und ganz viel Pferdeverständnis sowie das richtige Wissen.

Aber ich kann dir auf jeden Fall 3 schnelle und simple Lösungsalternativen für verschiedene Situationen geben, so dass du weißt, was du in Trainingssituationen statt Druck wählen kannst.

3 schnelle und simple Lösungsalternativen

Kleinschrittigkeit

Veränderung

Motivation

Pferd mit Iberica fellsattel und 100 Prozent Zaum Pferdeflüsterei

Der erste und wichtige Punkt ist, dass wir Menschen verstehen müssen, dass die Pferde in aller Regel recht willig sind es uns Recht zu machen und dass sie Gründe haben, wenn sie etwas nicht tun oder anders tun als wir uns das gewünscht hätten.

Sei es, dass sie nicht verstehen, was wir wollen oder nicht leisten können, was wir uns wünschen – sei es, dass sie körperliche Probleme haben oder wir unsere Signalgebung oder den Trainingsaufbau nicht gut gestaltet haben.

Drücke einen Knopf und dann…

Sie sind keine Maschinen, bei denen wir einen Knopf drücken und schon passiert das Gewünschte und deswegen erreichen viele Pferdetrainer durch die Steigerung von Druck letztlich auch ein Ergebnis – aber das hat nichts mit Nachgeben zu tun, sondern (je nach Druckphase) viel mehr mit Aufgeben.

Da du dein Pferd sicher liebst und in deinem Leben hast, weil du gerne mit einem Lebewesen deine freie Zeit verbringen willst, sein Herz, seine Seele und seine Persönlichkeit schätzt, wirst du letzteres sicher nicht haben wollen. Auch wenn es vieles sicher „leichter“ machen könnte, wenn die Pferde immer so torbrav alles machen. Aber schön oder erstrebenswert ist es nicht. Ich hoffe, dass du jetzt nickst und mir zustimmst.

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Sanftes Pferdetraining

Drei schnell umsetzbare Tipps

Falls du jetzt da stehst und fragst: „Aber Petra, was kann ich denn stattdessen machen?“ ..kommen hier 3 simple Tipps, die du einfach für dich und dein Pferd mit Leben füllen musst. Immer vorausgesetzt, dass dein Pferd nicht körperliche Probleme hat, die vielleicht unentdeckt sind.

Denn – so schrecklich es ist – ich mache immer öfter die Erfahrung in meinem Umfeld, dass die „Neins“ der Pferde ganz oft etwas mit Schmerzen und unentdeckten körperlichen Problemen, falscher Ausrüstung zu tun hatten. Aber gehen wir mal davon aus, dass Zahnarzt, Tierarzt, Osteo und Physio zufrieden sind und die Hufe gut aussehen. 

Punkt Nummer 1 „Kleinschrittigkeit“

Wenn ein Pferd nicht macht, was wir wollen oder nicht so reagiert, wie wir uns das wünschen, kann es sein, dass wir die Lektion nicht kleinschnittig genug aufgebaut haben.

Das kann den Kopf oder den Körper des Pferdes betreffen. Wenn wir also irgendwelche physischen Lektionen ausführen wollen, dem Pferd aber die Balance / Tragkraft / Geschmeidigkeit / Händigkeit dafür fehlt, KANN es die Lektion schlicht nicht so leisten, wie wir das wollen und es wird auf seine Art und Weise „nein“ sagen.

  • Dann müssen wir das Ganze durch vorbereitende Lektionen körperlich so aufbereiten und aufbauen, dass das Pferd irgendwann leisten kann, was wir wollen.
  • Damit meine ich auch so simple Sachen, wie ruhig angaloppieren, Longieren, Weichen oder andere Dinge. Das kann bei jedem Pferd etwas anderes sein.

Manchmal kann es aber auch den Kopf betreffen und das Pferd versteht einfach noch nicht, was das Thema der Lektion ist, weil wir zu viele große Schritte im Aufbau gegangen sind.

Auch dann sollten wir wieder mindestens einen schritt zurückgehen oder sogar an die Basis, neu ansetzen und schauen, ab welchem Punkt genau es sich nicht mehr so leicht und gut anfühlt und genau dort ansetzen und kleinschnittig weitergehen.

Dazu gehört auch, dass wir immer erst den nächsten Trainingsschritt angehen, wenn der vorhergehende einigermaßen zuverlässig klappt.

Punkt Nummer 2 Veränderung

Wenn etwas nicht klappt, sollten wir etwas verändern und nicht den gleichen Fehler immer weiter machen und dabei vielleicht noch lauter brüllen, in der Hoffnung, dass es dann besser wird.

Das gilt – wie alle 3 Punkte – für Bodenarbeit, Alltag und Reiten. Denn wir können immer an allen Punkten etwas drehen, verändern, anpassen und dann schauen, was eine gewünschter Reaktion erzeugt. Selbst wenn es um Probleme mit dem Pferd geht, macht dieses Vorgehen Sinn, denn so können wir herausfinden, was eventuelle Triggerpunkte für das Verhalten des Pferdes sein könnten und wie wir die Ursache auflösen könnten.

  1. Du kannst am Setting etwas verändern (Reitplatz oder Gelände, Hallo oder Koppel, Aufbau auf dem Reitplatz)
  2. Du kannst an deinem emotionalen Setting etwas ändern und deine Gefühle, deine Einstellung und dein Kopfkino befragen
  3. Du kannst an deiner Signalgebung und dem Aufbau deiner Signalgebung basteln sowie dein Timing in der Signalgebung überprüfen
  4. Du kannst deine Körpersprache und deine Körperposition checken
  5. Du kannst etwas an der Uhrzeit des Tages ändern und am Haltungs- oder Futtersetting deines Pferdes, wenn das Problematisch sein könnte

Wenn also etwas nicht klappt, dann erhöhe nicht den Druck, sondern suche Veränderungen und betrachte das Ergebnis auf die Veränderung wie in einem Testlabor.

Du tüftelst und forscht quasi als Wissenschaftler deines Pferdes im Laborversuch herum und schaust, welcher Weg dir das beste Ergebnis bringt.

Punkt Nummer 3 Motivation

Wenn wir mit einem Lebewesen interagieren wollen, müssen wir dem anderen Lebewesen im Grunde ein Benefit für seine Motivation geben. Je nach Pferdepersönlichkeit kann das Benefit ein anderes sein.

  • Wir können Bewegung oder Beschäftigung bieten,
  • wir können positiv verstärken und so Futteranreiz geben,
  • wir können dem Pferd durch geschmeidig machende Übungen ein schöneres Körpergefühl geben,
  • wir können mit ihm reden und es einbeziehen und ihm so ein Beziehungsbenefit geben,
  • wir können auch mal seinen Wünschen folgen und so zeigen, dass es sich lohnt Zeit mit uns zu verbringen.

Es gibt tausende Möglichkeiten für das individuelle Benefit und vermutlich tausende Benefits, die du in all den kleinen und großen Momenten der gemeinsamen Zeit deinem Pferd geben kannst.

Je mehr wir dem Pferd gute Gefühle verschaffen, ihm Sicherheit und Klarheit geben, seine Seele und seinen Körper zum Strahlen bringen, desto größer wird die intrinsische Motivation werden mitzumachen.

Bei dem einen Pferd kann das Lob ein Leckerli sein, beim nächsten ein Kratzen, beim dritten eine Lieblingsübung und beim nächsten eine Pause. Wieder ein anderes wird durchdrehen bei der Pause, weil Bewegung sein Lieblingsding ist.

Pferdefluesterei Stickies LeckerliFutterlob bei Pferden - Leckerli richtig geben

Erfahre HIER in diesem  Artikel mehr über Lob und Leitlinien

Deswegen ist so wichtig, dass wir unsere Pferde kennen und dann unser Training gemeinsam mit dem Pferd entwickeln, so dass du als Mensch ein Benefit bekommst dein Pferd aber auch.

HIER kannst du mehr über die Persönlichkeit deines Pferdes lernen

3 Punkte – dein Fazit

Ich habe dir 3 alternative Ideen gegeben, wie du mit Liebe statt mit Druck im Pferdetraining nach und nach mehr erreichen kannst. Mit Druck bekommst du vielleicht ein schnelles Ergebnis, aber beziehungsfördernd oder nachhaltig ist das nicht.

Macht das alles Sinn für dich? Schreibe mir gerne in die Kommentare!

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Petra und Carey

„Pferdeflüstern bedeutet, dass wir lernen das Flüstern der Pferde zu hören und zu verstehen.“

Die Pferdeflüsterei ist ein Wissensblog und Herzensprojekt – denn wir wünschen uns, dass alle Pferde und ihre Menschen glücklich miteinander sind. Wenn wir lernen die Pferde zu verstehen, fein und fair zu trainieren und der beste Pferdemensch zu werden, der wir sein können – wird es auch deinem Pferd gut gehen und es wird immer sein Bestes für dich geben. Versprochen!

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Petra und Carey

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