Artikel aktualisiert am 17.02.2017

Pferde lieben Pausen. Sie sind eine Belohnung*. Fragst du das Pferd also und es reagiert nichts und du tust nichts, hast du es ungewollt belohnt. Das Pferd geht dann davon aus, dass es gewollt war und wird es wieder tun. Deswegen ist es so wichtig klare Signale zu geben und genau zu überlegen, was du willst. Tipps fürs Aufwärmen! Von Pausen und klaren Signalen

  • Du kannst zu Beginn verschiedene Übungen abfragen, um zu testen, wie die Tagesstimmung deines Pferdes ist.
  • Einfache Schlangenlinien oder ein bisschen Schulter- oder Hüftgymnastik im Schritt
  • Alles ganz entspannt und moderat, immerhin ist es eine Aufwärmphase
MUST READ: Tipps für sinnvolles Reiten gibt es auch bei Bernd Hackl*

Übung – Außengalopp

Außengalopp war die Ansage des Reitlehrers auf meine Frage, was wir heute tun. Aber bitte gewollt.

Die Aufgabe: Wir sollten im Zirkel auf der linken Hand angaloppieren, dann den Zirkel wechseln, aber weiter auf der linken Hand (also in diesem Fall im Außengalopp) auf dem zweiten Zirkel, auf der anderen Hälfte der Bahn galoppieren.

So gehts: Du musst mit dem inneren Bein im Takt des Galopps weitertreiben, während du die Hand wechselst. Damit das Pferd weiß: Aha! Ich soll also genauso weiterrennen, obwohl wir die Richtung gewechselt haben.

Wenn es nicht gleich geht: Damit das Pferd sich nichts Falsches angewöhnt, musst du im Schritt das Pferd ein bisschen biegen.

  • Heißt, die Hüfte muss leicht rein (durch anlegen des äußeren Beins ein kurzes Stück hinter dem Sattelgurt),
  • Gleichzeitig muss aber der Kopf gerade mit der Nase nach vorne in Laufrichtung „gestellt“ (also ausgerichtet) werden durch ein leichtes Zupfen am Zügel, damit das Pferd weiß, was du von ihm willst
  • Sobald das Pferd leicht gebogen ist, gibst du mit dem inneren Bein das Galoppsignal (also ein leichtes treibendes Signal ein winziges Stück hinter dem Gurt), leichte Hüftbewegung und ein Küsschen-Geräusch
  • und Ja: der Außengalopp aus dem Schritt hat funktioniert!

TIPP: Im Grunde ist es viel einfacher, anfangs einmal ruhig zu sagen, was man will oder eben nicht will. Dann schön loben, wenn das Pferd alles richtig macht und schon ist ein „Kampf“ unnötig.

Weil das Pferd weiß, dass du weißt, was du willst. Das sagst du ihm im Grunde mit Deiner ruhigen Konsequenz auf pferdisch. Egal ob Western oder ein anderer Reitstil. Das ist immer gleich.

WICHTIG: Pferde haben, genau wie Menschen, eine gute und eine schlechte Seite. Auf der guten Seite sind sie dehnbarer, galoppieren besser und und und.. Egal ob Western oder ein anderer Reitstil. Das ist immer gleich.

Wenn das Pferd irgendetwas macht, dann ist die Chance groß, dass wir Reiter ihm einfach nicht gut genug gesagt haben, was wir von ihm wollen. Egal ob Western oder ein anderer Reitstil. Das ist immer gleich.

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2 Kommentare zu “Tipps fürs Aufwärmen! Von Pausen und klaren Signalen

  1. Véro sagt:

    Hallo Petra,

    Deine Texte sind interessant geschrieben und Dein Reitlehrer ist (soweit ich das beurteilen kann) eine gute Wahl :-)
    Da wird sicher nichts schief gehen bei der Ausbildung Deines eigenen Pferdes :-)
    Ich freue mich schon auf Deine nächsten Kapitel!
    LG Véro

    • Petra sagt:

      Hallo Véro, das freut mich zu lesen – auch, dass mein Reitlehrer einen so guten Eindruck macht von außen betrachtet :-) Ich muss aber auch sagen, dass ich viel von ihm lerne! Bald gibt es hoffentlich das Kapitel "AKU gut überstanden" ;-) Liebe Grüße und schön, dass Du hier bei uns mitschreibst, Petra

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