Frederiksborger

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Der Frederiksborger bzw. Fredriksborger ist eine alte dänische Barockpferderasse, ein früher äußerst geschätztes Pferd der europäischen Königshäuser. Der ursprüngliche barocke Typ weicht allerdings immer mehr einer auf den Sport ausgerichteten Zucht.

Größe

Der Frederiksborger hat ein Stockmaß um 1,60 Meter.

Farbe

Es gibt vor allem Füchse mit starken Abzeichen und hellem Langhaar.

Körperbau und Wesen

Der Frederiksborger ist ein mittelschweres und mittelgroßes Warmblut mit harmonischem, stabilem Körperbau. Seine Oberlinie ist schön ausgeprägt.

  • Er hat einen oft leicht geramsten Kopf mit klaren Augen und einen hoch angesetzten Hals.
  • Die Brust ist breit, die Schulter nicht zu steil.
  • Der Widerrist ist wenig ausgeprägt, der Rücken relativ kurz.
  • Die Kruppe ist rund, der Schweifansatz niedrig.
  • Die Gelenke sind kräftig, die Hinterhand gut gewinkelt.
  • Mähne und Schweif sind dicht und oft leicht gewellt.

Der Frederiksborger hat taktklare, raumgreifende Gänge mit viel Aktion in der Vorhand und im Sprunggelenk.

Wesen und Talente des Frederiksborgers

Der Frederiksborger gilt als sehr freundliches, zugewandtes und kontaktreudiges Pferd. Er ist leistungsbereit, nervenstark und zeigt sich gern.

Die dänischen Pferde sind darüber hinaus sehr intelligent und lernen schnell – zu häufige Wiederholungen langweilen sie.

Frederiksborger sind zudem sensibel, motiviert und neugierig.

Ihre Grundgangarten mit der angeborenen Ausstrahlung und Eleganz machen die Rasse zu einem sehr guten Dressurpferd. Sie hat eine sehr gute Hankenbeugung – was Frederiksborger nicht nur für die hohe Schule prädestiniert, sondern auch zu talentierten Springern macht.

Die Zuchtgeschichte

Der Frederiksborger ist eine der ältesten Barockpferderassen der Welt – der Stammbaum mancher Pferde lässt sich heute noch bis ins Jahr 1690 zurückverfolgen.

Die Rasse entstand aus einer Kreuzung von spanischen wie neapolitanischen Hengsten und einheimischen, dänischen Stuten. Das Gestüt wurde 1562 von König Frederik II. von Dänemark gegründet. Die Rasse wurde zu einem Prestigeobjekt der Königshäuser, sie kam als Parade- und Prunkpferde sowie beim Militär zum Einsatz.

Das Staatsbankrott Dänemarks 1813 stellte eine Zäsur in der Zucht dar – man versuchte durch eine Umzüchtung die Rasse zu erhalten. 1871 wurde das Gestüt geschlossen.

Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurde versucht, den alten, verlorenen Rassetyp rückzuzüchten. Allerdings waren die Restbestände verschwindend gering.

Heute gibt es den Frederiksborger in verschiedenen Erscheinungstypen. Aktuell wird überwiegend mit jenen Pferden gezüchtet, die im Typ von Warmblüter und Sportpferden stehen.

Der Frederiksborger hat die Rassen Lipizzaner und Orlow-Traber mitbegründet.

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