Bayerisches Warmblut

Das Bayerische Warmblut ist eine alte deutsche Pferderasse mit langer Zuchtgeschichte.

Größe

Das Bayerische Warmblut hat ein Stockmaß zwischen 1,62 und 1,75 Metern.

Farbe

Es gibt viele Braune und Füchse, Rappen und Schimmel sind seltener.

Körperbau: mittelgroß und harmonisch

Das Bayerische Warmblut ist mittelgroß und besitzt das elegante und harmonische Erscheinungsbild eines modernen Sportpferds.

  • Der ausdrucksvolle Kopf ist mittelgroß mit großen Augen.
  • Der Hals ist mittellang mit guter Ganaschenfreiheit und einem leichten Genick.
  • Die Schulter ist groß und schräg, der Widerrist prominent und stark.
  • Der Rücken ist mittellang und stabil mit einer kräftigen Lendenpartie und einer muskulösen, geneigten Kruppe.
  • Die Gliedmaßen sind lang und klar, das Fundament korrekt mit großen Gelenken und mittellangen Fesseln.

Das Bayerische Warmblut bewegt sich mit Takt, Schwung und Gleichgewicht und ist auch ein geschickter Springer.

Charakter: freundlich und nervenstark

Das Bayerische Warmblut hat einen umgänglichen und freundlichen Charakter und ein ausgeglichenes Temperament. Es gilt als unkompliziert, nervenstark und verlässlich.

Als Sport- und Reitpferd eignet es sich für Dressur und Springen gleichermaßen, macht wegen seiner Robustheit und Kooperationsbereitschaft aber auch als Familien- und Freizeitpferd eine gute Figur. Gerade Anfänger profitieren von seiner Gutmütigkeit.

Zucht

Das Bayerische Warmblut wird auch Rottaler Pferd genannt – die planmäßige Zucht erfolgte seit dem Ende des 18. Jahrhunderts. Es war zunächst ein schweres Arbeitspferd, vermutlich mit Noriker-Einschlag. Über die Zucht mit Warmbluthengsten wie Oldenburger wurde die Rasse leichter und auch für das Militär interessanter. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde das Bayerische Warmblut als Wirtschaftspferd eingesetzt. Der alte Schlag der Pferde ging danach verloren, da modernere Rassen wie Westfalen und sogar Trakehner und Vollblüter zur Veredelung eingekreuzt wurden. Die ursprünglichen Charakteristika der Rasse wie Robustheit, Leistungswille und ein ausgeglichenes Gemüt wurden immer weniger. Der Rassename wurde erst 1965 etabliert, die Züchter sind im Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e. V. organisiert. Der Pferdebestand ist mit 140 Hengsten und etwa 4000 Stuten in Deutschland gering.