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Besser Reiten! Wie du die 5 größten Reitfehler vermeidest

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Der ganze Artikel für dich auf einen Blick

Viele Reiter machen ähnliche Reitfehler, die uns daran hindern besser zu reiten. Im Artikel verraten wir dir die 5 größten Fehler und geben dir jeweils schnell umsetzbare Tipps dazu, wie du sie vermeiden kannst.

Bevor wir starten, mache dir kurz mit einem tiefen Aufatmen bewusst, dass Fehler genauso zum Reiten wie zum Leben allgemein dazugehören. Auch wenn es manchmal frustrierend erscheint, machen unsere Fehler doch das Leben aus und sind wunderbare Startpunkte, um uns zu verbessern. Ohne Fehler und Erfolge wäre das Leben doch langweilig, richtig?

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So wirst du easy zu einem besseren Reiter

Trotzdem wollen wir die Reitfehler natürlich nach und nach loswerden. Deswegen bekommst du jetzt 5 geniale Tipps von uns, wie du die 5 größten Reitfehler erkennst, verbesserst und so besser Reiten wirst.

Denn gerade beim Reiten, dem Reitersitz und dem Umgang mit dem Pferd schleichen sich sehr leicht Reitfehler ein, weil es einfach komplexe Themen sind und es uns in unserem Alltag oft zu wenig gelingt, auf die vielen kleinen Details einzugehen. Betrachte es als einen lebenslangen, spannende n und wunderbaren Weg des Lernens und besser Werdens.

Dafür brauchst du auch eine kleine Portion Selbstreflektion und Selbstkorrektur beim Reiten – egal ob du Anfänger oder Superprofi bist.

5 Tipps, wie du zu einem besseren Reiter wirst und diese großen Reitfehler vermeiden kannst

Wenn du das alles in deinem Herzen trägst und dazu noch ein Lächeln auf deine Lippen setzt, an den folgenden 5 Fehlern arbeitest und die Tipps ausprobierst, wirst du garantiert ganz schnell besser Reiten. Bereit? Dann schlüsseln wir dir jetzt die 5 Tipps auf.

Nummer 1: Abknicken in der Hüfte und wie du sie geradebrechten kannst

Nummer 2: Zu wenig Vorbereitungen beim Reiten und wie du das easy ändern kannst

Nummer 3: Steife Handgelenke und wie du sie loswirst

Nummer 4: Aufs Pferd runterschauen und wieso du nicht nach unten gucken sollst

Nummer 5: Zu wenig Balance und Fokus und wie beides zusammen dein Training enorm verbessern kann

Nummer 1: Abknicken in der Hüfte und wie du sie geraderichten kannst

So viele Reiter knicken gerne in der Hüfte ab. Dabei ist die Hüfte essentiell und zum „drehen“ da , nicht zum Biegen.

Mache dir bewusst:
Schiefen im Pferdekörper und auch in unserem eigenen Körper sind unvermeidlich. Trotzdem sollten wir versuchen immer so gerade wie möglich auf dem Pferd zu sitzen und unsere Schiefen einfach flott zu korrigieren, sobald sie uns auffallen.

Warum? Eine klitzekleine Schiefe im Reiterkörper ist oft der Start eines einseitigen Abknickens der Hüfte. Das passiert meist unabhängig von der Hand auf der wir reiten. 

  • Meistens knicken wir in den schwungvollen Gangarten oder während für uns schwierigen Lektionen – wie Seitengängen – mehr ab als im gemütlichen Schritt.
  • Es kann auch sein, dass das Abknicken durch eine Verletzung im Körper oder eine Blockade der Wirbelsäule ausgelöst werden kann. Ist das bei dir der Fall, darfst auch du gerne mal zu einem Körpertherapeuten gehen und dich einrenken lassen – nicht nur dein Pferd hat das verdient und sollte seine Blockaden lösen.
  • Auch missverstandene, verrutschte Gewichtshilfen, falsche Körper-Drehungen oder falsche Hilfen fürs Angaloppieren führen schnell mal zu einem Abknicken der Hüfte.

Was du dagegen tun kannst: Stelle dir beim Reiten einfach vor, dass du dich Wirbel für Wirbel auseinanderziehst und groß machen möchtest. Denn ein Abknicken ist immer auch eine Stauchung der Hüfte. Je aufrechter du sitzt, desto weniger knickst du ab.

Schaue nicht nach unten zu deinem Pferd, sondern nach Vorne – werfe den Blick einfach immer dorthin, wo du hinmöchtest. Auch dann wirst du gerade sitzen und weniger abknicken – dafür mehr „drehen“. Dein Pferd wird dir schon niemand klauen. Du kannst also auch zwischen den Ohren durch geradeausschauen und die Umgebung für euch im Blick haben.

Wie du eine abgeknickte Hüfte erkennen kannst?

Du kannst dich selbst beobachten – sei es durch den Spiegel in der Reithalle oder du lässt dich von einem Stallkollegen filmen oder bittest deinen Reitlehrer genauer auf diese Punkte zu achten.

Du kannst aber auch dein Pferd beobachten: Denn Anzeichen für so ein Problem können sein, dass die Pferde plötzlich stocken (weil die Hüfte dabei steif wird), übermäßig nach innen kommen (weil wir sie aus dem Gleichgewicht bringen oder unser Gewicht nach innen „werfen“) oder ins Rennen kommen (weil ihnen die unharmonische Hilfe des Reiters Angst macht oder einfach unangenehm ist).

Wenn euer Pferde solche Anzeichen zeigt, kannst du am Besten vor dem Spiegel Trockenübungen machen und die Lektion in Gedanken durchreiten. Du gehst leicht in die Knie (wie beim Reiten) und drehst und bewegst deine Gliedmaßen so, wie du es im Idealfall auch auf dem Pferd machen würdest.

Meistens kommen die Sitzfehler beim Trockenüben weniger stark ans Licht als beim Reiten: Beobachte dich deswegen dabei ganz genau, damit du die kleinen falschen Tendenzen erkennst und vor dem Spiegel korrigieren kannst. Das kann ein wahnsinniger Game-Changer für euer Reiten sein.

Besser Reiten SitzübungSitzübung beim Reiten - Hero Merkel

Nummer 2: Zu wenig Vorbereitungen beim Reiten und wie du das easy ändern kannst

Pferdetraining und Reiten ist wie Hausbau oder ein Puzzle. Alles beim Reiten und in der Arbeit mit dem Pferd baut aufeinander auf. Wichtig ist also beispielsweise eine schöne und ausführliche Aufwärmphase, um das Reiten an sich gut vorzubereiten.

Aber auch neue Lektionen sollten wir als Trainer unserer Pferde immer gut vorbereiten und schön aufbauen, damit du immer in Harmonie mit deinem Pferd trainieren kannst.

Kommt es zu Ansätzen von Disharmonie, gehst du lieber einen oder mehrere Schritte zurück und übst die kleinen Schritte nochmal ein bisschen detaillierter. Sobald du dann wieder eine schöne harmonische Stimmung mit deinem Pferd hast und die kleinen Schritte gut klappen, kannst du einen Schritt weitergehen.

Im Idealfall übst du also immer kleinschrittig die verschiedenen Aspekte der gewünschten Lektion bevor du dich dann an die ganze Lektion heranwagst und das Puzzle der vielen kleinen Schritte zusammensetzt.

Mit unsichereren Pferden solltest du ganz bewusst alle kleinen Schritte durchgehen, bis sie sitzen, weil du sie eher verunsicherst oder stresst durch zu große Schritte. Selbstbewusste Pferde mögen auch mal eher Abwechslung und Neues und können eher mit größeren Schritten gefordert werden.

Wir sollten aber nicht nur die Lektion an sich vorbereiten, sondern auch das Pferd beim Reiten auf Wechsel vorbereiten – beispielsweise durch deinen Sitz, eine andere Energie oder durch eine halbe Parade.

Nummer 3: Steife Handgelenke und wie du sie loswirst

„Reite dein Pferd von hinten nach vorne.“ 

Diesen Satz hast du bestimmt schon oft gehört und dir genau das vielleicht auch schon vorgenommen. Trotzdem wirken wir Reiter dann doch immer wieder mit der Hand ein. Mach dir erst einmal keinen Stress – es gibt auch Hilfen, da ist die Hand hilfreich.

  • „Erlaubt“: Biegende und auch abwendende Hilfen können dein Pferd zusätzlich „an die Hand nehmen“ und ihm dabei helfen die Hilfe zu verstehen, denn die Sitzhilfe nicht ausreichend war. Oder wenn dein Pferd sich einrollen sollte, kannst du die Hand bewusst nach oben nehmen, um dein Pferd zu korrigieren.
  • „Unerlaubt“: Es macht wenig Sinn deine Hand herunterzudrücken, um den Kopf deines Pferdes zu beeinflussen oder zum absenken anzuregen. Es ist auch unerwünscht die Hand Richtung Oberkörper ziehen. Denn damit verlierst du einerseits den unabhängigen Sitz und ziehst gleichzeitig auch noch am sensiblen Pferdemaul. Damit wir die Hilfen fein und verständlich für unsere Pferde geben können, brauchen wir also lockere Handgelenke und müssen die festen Hund steifen Handgelenke loswerden.

3 TIPPs für deine Handgelenke:

  1. Versuche einfach deine Hand gefühlt immer vor dir haben zu wollen. Dazu versuchst du noch deine Handgelenke immer nur minimal abgewinkelt und fast gerade zu halten. Denn dann kannst du mit dem Zügel nicht mehr ziehen und auch den Kopf über den Zügel nicht mehr nach unten drücken.
  2. Wärme deine Handgelenke gerne vor dem Reiten auf und drehe und wende sie. So legst du den Fokus auf deine Handgelenke, lockerst sie und merkst, wenn du Verspannungen hast, an denen du arbeiten kannst.
  3. Du kannst dir Gegenstände – wie deine Gerte oder ein Schwämmchen – in deine Hand nehmen und so das Bewusstsein mehr auf deine Handgelenke richten und checken, ob sie immer schön gerade sind.

Solltest du immer wieder Probleme mit der Hand- oder Zügeleinwirkung haben, kannst du auch deine Trainingseinheiten ein bisschen in kleine Sequenzen unterteilen und in den Pausen immer wieder ganz genau prüfen, ob deine Handgelenke noch locker sind und wenn nein: die Handgelenke einmal durchlockern.

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Nummer 4: Aufs Pferd runterschauen und wieso du nicht nach unten gucken sollst

Pferde sind soooo hübsch anzuschauen, richtig? ;-) Deswegen schauen so viele Reiter immer wieder nach unten während sie Reiten. Das ist wie eine Sucht. Wir wollen sehen, was unser Pferd macht. Aber dafür musst du nicht runterschauen, sondern kannst einfach dein Gefühl schulen und deine Sinne den Job übernehmen lassen.

Versuche ab jetzt lieber mehr zu erfühlen, was dein Pferd macht. Weil du so ganz nebenbei auch die Bewegungen der Hinterbein und der Kruppe wahrnehmen kannst und nicht nur die des Halses beziehungsweise der vorderen Pferde-Hälfte.

Außerdem ist es total hilfreich, wenn du dein Ziel vor Augen hast. Schaust du nur nach unten, kannst du schlechter wahrnehmen, wohin du gehen willst und deinem Pferd die Botschaft auch schlechter vermitteln.

Der Körper kann dann schlechter lenken und wir haben mehr Tendenzen mit dem Oberkörper nach vorne zu fallen.

TIPP: Stelle dir zum Beispiel vor, dass du den Berg Hochreiten möchtest. Dann lockerst du dein Genick indem du den Kopf kreisen lässt bevor du mit dem Reiten startest. Die Balance des Kopfes wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Versuche außerdem immer dein Pferd „auf der Hinterhand zu reiten“ und zu lockern, nicht es vorne runterdrücken zu wollen – so hast du die besten Chancen einen geraden Kopf halten zu können.

Sitzübung beim Reiten - Hero Merkel

Nummer 5: Zu wenig Balance und Fokus und wie beides zusammen dein Training enorm verbessern kann

Aus meinen vielen Jahren Reitunterricht und Reitpraxis kann ich dir sagen: Probleme beim Reiten treten häufig auf, wenn wir geistig abgelenkt oder aus der Balance gebracht sind. Wenn du also besser Reiten möchtest, musst du auch mental im Stall ankommen und einen klaren Fokus in dir tragen.

Du kannst zum Beispiel ein Ritual etablieren, um gedanklich im Stall anzukommen. Manche Menschen begrüßen ihr Pferd auf eine bestimmte Art und Weise. Andere machen eine Atemübung vor dem Betretens des Stalls. Wieder andere lockern sich gerne körperlich, bevor sie reiten.

Egal, was es bei dir ist, diese Rituale können helfen Stress und Ablenkung wegzuschieben und im Stall ganz anzukommen. Wenn das alles nicht funktioniert – weil du einen richtig schlechten Tag hattest – und du spürst, dass deine Laune oder dein körperlicher Zustand nicht optimal sind, kannst du einfach deine Ansprüche für den Tag ein bisschen runterschrauben.

Sei es, dass du weniger komplexe Lektionen reiten willst, eine Lieblingsübung machst oder einfach mal nur mit deinem Pferd kuschelst. Dadurch ersparst du euch als Team Frust, Rückschritte und ärgerliche Probleme.

Petra Carey reitend Hochkant

Reitfehler vermeiden

Besser Reiten: Was du unbedingt noch wissen musst

Schreibe dir Post-Its in deiner Wohnung, im Auto oder baue gegebenenfalls sogar Erinnerungen in deinem Handykalender an die Themen ein, die du angehen möchtest

Baue immer wieder kleine Sitzübungen ein und bastle an einem Bewusstsein für den eigenen Körper (und seine Fehler) und mehr Achtsamkeit für Stress und Unruhen im Alltag. Das kann auch helfen um besser zu Reiten.

Nimm deine Fehler als Herausforderungen oder Erinnerungen für Verbesserungen. Sieh sie nicht als etwas negatives, sondern als Chance um zu wachsen. Wer keine Fehler an sich selbst findet, hat offensichtlich einfach nicht gut genug gesucht ;-)

Auf lange Sicht wirst du so sogar schnellere Fortschritte mit deinem Pferd machen und eine bessere Beziehung aufbauen, weil du immer ein klarer und positiver Fels in der Brandung für dein Pferd bist.

Jeder von uns hat ab und an mal negative Gefühle. Du kannst sie aber nicht unterdrücken oder verdrängen, denn dein Pferd wird sie als emotionales Herdenwesen spüren. Deswegen ist es viel schlauer das Training deiner Tagesform oder der deines Pferdes anzupassen. Wenn du mal Probleme mit deinem Pferd hast, versuche nicht gefrustet zu sein, sondern heiße sie willkommen und nimm sie als wunderbare Herausforderung zur Weiterentwicklung. So dass du jeden Tag, jede Minute, jede Woche und jeden Monat besser Reiten kannst.

Hero Galopp im Schnee

Ich bin Hero Merkel und reite mein ganzes Leben. Mit zwei Wochen saß ich das erste Mal auf dem Pferd meiner Mutter, seitdem sind Pferde meine besten Lehrmeister, liebevollsten Begleiter und coolsten Kommunikationspartner.

Beruflich bin ich deshalb Pferdetrainerin und Stuntfrau geworden. Dabei nutze ich mein ganz individuell zusammen gestelltes System und bilde mich ständig fort.

Hero Merkel

Die Autorin des Artikels

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