American Standardbred

Das American Standardbred wird auch Standardbred oder Amerikanischer Traber genannt. Es ist die bedeutendste und schnellste Traber-Rasse.

Größe

Das American Standardbred hat ein Stockmaß zwischen 150 und 165 Zentimetern.

Farbe

American Standardbreds sind oft Braune mit Äpfelung und Füchse, es gibt aber auch Rappen und Schimmel.

Aussehen und Körperbau

Das Standardbred ist ein Pferd, das für den Trabrennsport gezüchtet wird. Im Fokus liegt die Leistung, weniger die Optik – deswegen ist das Erscheinungsbild der Rasse eher uneinheitlich.

  • Das American Standardbred hat einen mittelgroßen Kopf mit großen Augen und langen Ohren. Das Profil ist gerade oder leicht gebogen.
  • Der Hals ist eher dünn, leicht gewölbt und lang. Er setzt hoch an.
  • Die Schultern sind flach und lang. Der Widerrist ist prominent und mündet in einem langen, aber stabilen Rücken mit einer steilen, langen und muskulösen Kruppe.
  • Die Gliedmaßen sind lang, trocken und hart mit starken Gelenken und besitzen gute, große Hufe. Die Fesseln sind mittellang und schräg.
  • Der Schweif setzt tief an.

Die Zucht des American Standardbred richtet sich voll auf einen raumgreifenden Renntrab aus mit langer Schwebephase und starkem Schub aus der Hinterhand. Manche der Traber besitzen auch die Veranlagung für Spezialgänge wie Pass oder Tölt. Ihr Schritt gilt als raumgreifend, der Galopp kann die Tendenz zum Viertakt haben.

Charakter des American Standardbred

American Standardbreds sind leistungswillig, widerstandsfähig und zäh. Sie besitzen große Ausdauer, können nervenstark und mutig sein, als Rennpferde aber durchaus auch nervös und sensibel. Die Rasse ist vielseitig, die Tiere intelligent.

Meistens wird das American Standardbred in Trab- und Passrennen eingesetzt. Viele werden nach ihrer Sportkarriere als Freizeitpferde in verschiedensten Disziplinen ausgebildet.

Die Zucht des Amerikanischen Trabers

American Standardbreds werden in den USA, vor allem in Kentucky, und in Kanada für den Rennsport gezüchtet. Seit 1879 ist die Rasse offiziell anerkannt. Der Name stammt von den Geschwindigkeitsstandards, die Zuchtpferde erreichen mussten: Traber sollten eine Meile in 2.30 Minuten zurücklegen, Passgänger in 2.25 Minuten.

Der Ursprung der Rasse liegt in den Pferden der Kolonisten im 16. Jahrhundert mit spanischen und holländischen Einflüssen. Die Pferde waren stark und langlebig, trittsicher und verlässlich. Und außerdem schnell. Das Zentrum der Zucht lag in der Narragansett Bay und so hieß die Rasse dann auch Narragansett Pacer. Sie war über 150 Jahre lang das bevorzugte Reitpferd. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurden vermehrt Vollblüter eingekreuzt, die Pferde wurden größer, schneller und bekamen eine auffälligere Trabaktion. Hambletonian 10 gilt als Stammvater des American Standardbreds.