Wintertipps Reiter

8 geniale Wintertipps für Reiter

Wintertipps Reiter! Lass uns mal über die kalten Tage reden. Letzten Mittwoch stand ich auf dem Reitplatz. Minusgrade. Die Finger so kalt, dass ich die Zügel kaum spüren konnte. Die Beine steif vor Kälte. Und ich dachte: „Warum tue ich mir das an?“ Dann schnaubte meine Stute. Ihre Atemwolke schwebte…

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Wintertipps Reiter! Lass uns mal über die kalten Tage reden.

Letzten Mittwoch stand ich auf dem Reitplatz. Minusgrade. Die Finger so kalt, dass ich die Zügel kaum spüren konnte. Die Beine steif vor Kälte. Und ich dachte: „Warum tue ich mir das an?“

Dann schnaubte meine Stute. Ihre Atemwolke schwebte wie eine kleine Zauberfahne durch die Winterluft. Sie schaute mich an mit diesen weichen Augen. Und plötzlich war da wieder dieser Moment. Dieser Grund. Diese Liebe.

Der Winter kann so zauberhaft sein. Wenn wir nur aufhören zu frieren und anfangen ihn zu genießen.

Schildkröten Pferdetraining Petra Carey im Winter

Klirrendkalte Winterluft. Schneeflocken wirbeln um deine Nase. Jedes Schnauben ist wie eine weiche helle Atemwolke am Pferdemaul, während du durch die zauberhafte Winterlandschaft reitest. Winter kann so romantisch sein für Pferdemenschen…

Zumindest in unserer Vorstellung. Die Realität sieht in aller Regel eher so aus: Arschkalte Winterluft. Schneematsch klebt sich um deine Füße. Es wird saufrüh dunkel, während du mit roten Fingerkuppen und Eisbeinen fluchend durch die tiefgefrorene Winterlandschaft tingelst.

Heute zeige ich dir, wie du die romantische Version Wirklichkeit werden lässt. Mit 8 genialen Wintertipps, die wirklich funktionieren.

6 Winter Tipps Reiter

  • Winter ist nicht der Feind – falsche Ausrüstung ist es. Mit der richtigen Kleidung und ein paar cleveren Hacks wird der Winter zur schönsten Zeit mit deinem Pferd. Versprochen.
  • Das Zwiebelprinzip schlägt alles. Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke. Du kannst Schichten ausziehen, wenn dir warm wird, und bleibst beweglich beim Reiten.
  • Dein Pferd braucht im Winter mehr Aufwärmzeit. Die Muskulatur ist steifer, die Gelenke brauchen länger, um geschmeidig zu werden. Plan mindestens 20 Minuten Aufwärmphase ein.
  • Ein Reitkilt ist keine mittelalterliche Spinnerei. Es ist die genialste Erfindung für Winterreiter. Punkt. Ich war skeptisch. Jetzt bin ich verliebt.
  • Kalte Gebisse sind Folter für Pferde. Wärme das Gebiss vorher an. In der Jackentasche oder in lauwarmem Wasser. Dein Pferd wird es dir danken.
  • Sichtbarkeit kann Leben retten. Im Winter wird es früh dunkel. Reflektoren an Ausrüstung und Kleidung sind kein Nice-to-have, sondern ein Must-have.

Ich liebe den Winter und die Natur. Wirklich. Du auch? Streifst du auch so gerne stundenlang mit deinem Pferd durch den Wald?

Das geht am besten mit den richtigen Wintertipps Reiter. Eigentlich ist es doch egal ob Sommer oder Winter, denn jede Jahreszeit hat ihre wunderschönen Besonderheiten. Der Herbst und auch der Winter sind so schöne Jahreszeiten. Die Blätter werden erst braun und dann verschwinden sie nach und nach. Spaziergänge mit dem Pferd im Wald bekommen eine raschelnde Märchenstimmung, wenn Schuhe und Hufe durch die Blätterberge laufen und wenn dann im Winter der Schnee unter den Hufen knirscht könnte ich kreischen vor Glück.

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Das Problem: Nässe und Kälte stehlen die Magie

Gerade der Winter ist eigentlich ziemlich zauberhaft und magisch. Leider sind die Nässe und Kälte zwei Punkte, die den Winter bei längeren Outdoortrips ein paar Magiepunkte kosten können. Aber das muss nicht so sein. Wenn du die richtige Ausrüstung hast, kannst du ziemlich gut durch den Schneematsch kommen und auch bei Minusgraden eine schöne Zeit mit deinem Pferd haben.

Wintertipps Reiter – Die Lösung: Das richtige Equipment macht alles

Heute geht es nur um dich. Ist das nicht auch mal schön? Es geht darum, dass du dich wohl fühlen kannst, es bequem hast und dir auch im kalten Herbst und noch kälteren Winter eine richtig schöne Zeit am Stall machen kannst. Und letztlich kommt das auch wieder deinem Pferd zugute, denn wenn du dich wohlfühlst, wirst du das auch ausstrahlen.

Wenn wir uns mit guten und schönen Dingen umgeben, werden wir uns selbst besser fühlen und das wird das Pferd uns spiegeln. Deswegen lohnt es sich, nicht nur für unser Pferd gut sitzende und bequeme Ausrüstung zu besorgen, nicht nur unser Pferd gut zu ernähren und auch für uns den Winter zu einem genialen Zeitraum zu machen.

Winter Stall

Meine Winter-Shopping-Frustrations-Geschichte

Du ahnst gar nicht wieviele Teile ich in den vergangenen Wintern ausprobiert und wieder frustriert beiseitegelegt habe. Weil sie nicht alltagstauglich waren oder dem nassen Winterwetter nicht richtig standgehalten haben oder nicht so warm waren, wie angenommen oder versprochen.

Bestes Beispiel sind die Regenjacken und Winterreitmäntel, die ich immer wieder hoffnungsvoll gekauft habe, um dann wieder nass und frierend nach Hause zurückzukommen. Zum Beispiel, weil das Wasser doch vorne zwischen die Beine gelaufen ist oder weil die Jacke ständig beim Reiten verrutscht ist oder weil die Kapuze immer rutscht und in die Augen fluppt.

Wintertipps Reiter – Was wirklich funktioniert

Nach einer längeren Testphase habe ich jetzt meine Lieblingswinterkombination. Stiefel von Meindl, dazu eine Jacke von „Wellensteyn“ und mein Reitkilt.

Dazu: Ein bequemer Hoodie!

Hoodies sind die ganz große Liebe für Reiter. Ohne geht nichts im Herbst und Winter. Du kannst deine Hände in den Hoodie-Taschen vergraben und die Kapuze über den Kopf schieben. Das ist wie eine kleine warme tragbare Kuscheleinheit.

Taschen sind wichtig, weil sich da nicht nur Hände, sondern auch Leckerlis verstauen lassen. Spätestens dann liebt auch dein Pferd den Hoodie.

Hoodie Heather Grey HORSE - NN-HSSH-GGS - rücken Heather Grey HORSE - NN-HSSH-GGS - front

Damit dein Pferdewinter zukünftig viel näher an die romantische Version rückt, habe ich jetzt meine liebsten Winterhacks für dich. Manches mag dir supersimpel erscheinen, aber bestimmt ist auch die eine oder andere Inspiration für dich dabei.

Ich schreibe dir meine persönlichen Winterhacks, nehme dich mit in meinen Stallschrank. Und natürlich nenne ich dir auch die eine oder andere Marke – sonst wären es schließlich keine Tipps. Aber wirklich nur meine ganz persönlichen Tipps und Lieblinge.

Wintertipp 1: Der Reitkilt – Die Entdeckung meines Lebens

Das klingt erst einmal so, als ob das etwas für Mittelalter oder Cosplay-Fans wäre – so annodazumal. Fand ich zumindest…und habe noch vor zwei Jahren milde gelächelt über die Reitrockträgerinnen. Bis ich das erste mal den Reitrock einer Freundin testen und damit auch zum ersten Mal mit trockenen und warmen Beinen nach dem Winterausritt wieder heimkehren durfte.

Seitdem bin ich noch einige mal frierend und frustriert durch den Winter geritten und habe mir dringend einen eigenen Reitrock gewünscht.

  • Sie sind ziemlich durchdacht, was den Reitkomfort betrifft
  • Sie sind wind- und wasserfest
  • Sie flattern nicht, dank Bleieinsatz – sind also absolut Pferde-tauglich

Weil ich ihn so liebe, habe ich gleich zwei davon. Zum wechseln, waschen und weil die neue Kollektion so megaschön ist.

Ich LIEBE Sachen, die richtig durchdacht sind. Der Außenstoff ist aus einem Funktionsmaterial-Material und damit atmungsaktiv, wasser- und winddicht mit einer inneren Membran. Das Futter ist aus Fleece und hat sozusagen eine Heizungsfunktion.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Keine lange Extra-Reitjacke mehr nötig
  • Keine Deckenwickelkonstruktionen oder fuddelige-nervige-um-die-Beine-schlackernde Regenmäntel
  • Stundenlang mit warmem Beinen durch die Kälte streifen möglich
  • Sauwarm, durchdacht und pflegeleicht

Dann klettest du dir den Reitrock erst fix um die Hüfte, anschließend jeweils mit den angenähten Schlaufen an den Reitstiefeln fest, damit er gut sitzt und du ohne Gefuddel um die Beine aufsteigen kannst.

Foto: Carolin Burgert - Reitkilt: Dausendschön

Wintertipp 2: Dein Pferd winterfit machen

Das warme Gebiss

Wenn du mit Gebiss reitest, dann mach deinem Pferd das Gebiss unbedingt winterschön und wärme es vorher an. Du kannst es einfach ein bisschen in deiner Tasche herumtragen oder du tauchst es kurz für dem fertigmachen deines Pferdes in einen Eimer mit lauwarmem Wasser.

Du kannst es auch zu Beginn in einen Eimer mit warmem Wasser machen, bevor du dein Pferd holst, so dass es dann angenehm warm ist, wenn du mit dem Reiten starten willst. Es ist für die meisten Pferde einfach superunangenehm, wenn so ein eiskaltes Gebiss aus der Sattelkammer plötzlich im Maul landen soll.

Tränken Kontrolle

Vergiss nicht immer mal die Tränken zu kontrollieren, weil sie im Winter schnell mal zufrieren können.

Längere Aufwärmphase im Winter

Außerdem musst du dir immer bewusst machen, dass die Pferde im Winter steifer und fester sind in ihrer Muskulatur, weil sie auch die Muskulatur zum Wärmen und der Thermoregulation nutzen. Deswegen achte gut darauf, dein Pferd im Winter noch besser und länger aufzuwärmen, bevor du in den Sattel steigst.

Am Besten machst du einen Spaziergang oder lockernde Lektionen bevor du loslegst. HIER findest du einen Artikel mit kreativen Ideen für ein schönes Warm-Up mit dem Pferd.

Pferdepflege ohne Duschen

Wenn dein Pferd dreckig ist, du es aber nicht Duschen kannst, weil es zu kalt ist – Pferde sollte man nur im Sommer waschen, damit sie keinen Husten bekommen – dann nimm dir einfach ein altes Handtuch oder eines unserer schnelltrocknenden Tücher und mache ein bisschen Pferdeshampoo mit Wasser in eine Sprühflasche.

Das sprühst du auf das eine Ende des Handtuch bis es schön feucht ist. Damit kannst du durch das Fell reiben und dein Pferd dabei entspannt säubern und trocknen.

Die perfekte Abschwitzdecke

Shoppe dir für die Reitsession unbedingt auch eine gute Abschwitzdecke, so dass dein Pferd noch unter der Decke entspannt abschwitzen kann, ohne dass du stundenlang warten musst. Damit kannst du Husten und Rückenprobleme vermeiden und dein Pferd auf eine simple und angenehme Art gesünder halten.

Wintertipp 3: Thermopower durch das Zwiebelprinzip

Du kennst sicher das Zwiebelprinzip, richtig? Ich LIEBE das Zwiebelprinzip und kombiniere deswegen Thermosachen unter meine ganz normalen Reitsachen. So brauche ich keine Extra „Winter“reithosen oder extradicke Pullover für besonders kalte Tage, sondern ziehe einfach mehrere Schichten übereinander.

Meine Merino-Liebe

Besonders genial sind die Merinosachen von Dilling – ich liebe das Label und kaufe dort meine Thermoleggings, meine Shirts und Tops. Sie sehen aus wie stylische Shirts, sind superweich und angenehm zu tragen, sehr leicht und schön dünn, so dass du dich nicht wie ein Michelin-Männchen fühlst, wenn du sie trägst und du kannst sie in Schichten übereinandertragen.

Dazu kombiniere ich sehr gerne dünne Merino-Wollsocken, weil Wolle als natürliches Material für eine kuschelige Wärme einfach unschlagbar ist.

Warme Füße sind der Schlüssel

Du kannst dir auch eine zusätzliche Lammfellsohle in deine Schuhe legen. Denn warme Füße sind wichtig für einen warmen Körper.

Bei gutem Wetter trage ich einfach meine Reitstiefel, aber bei schlechtem Wetter und Regen oder Matsch habe ich meine Boots im Dauereinsatz und bin megaverknallt, weil sie bequem sind, wasserdicht und dazu noch Matschtauglich.

Die perfekte Kombination

Dazu habe ich eine Strickjacke aus Merinowolle von einem Österreichischen Outdoorlabel und ein Stirnband.

Je nach Wetter und Kältegrad ziehe ich dann mehr oder weniger Schichte an und fühle mich damit gleichzeitig superbeweglich, was mir sehr wichtig ist beim Reiten oder bei der Bodenarbeit.

Der Thermobecher Trick

Dazu habe ich einen Thermobecher, der nicht auslaufen kann, der immer mit frischem Tee gefüllt wird, bevor ich an den Stall fahre. So bin ich bestens gerüstet und kann noch einen warmen Schluck nehmen, bevor ich loslege.

Wintertipp 4: Mentale Motivation gegen das Winterloch

Es ist saukalt, das Wetter ist mies und die Stimmung schreit nach Sofa und Tee? Das ist das Winterloch, in das viele Pferdemenschen gerne fallen. Aber das muss nicht sein.

5 Tricks gegen die Sofa-Falle

Trick 1: Morgens vorbereiten Du kannst deine Reitklamotten schon morgens bereitlegen, nimm sie mit zur Arbeit und fahre direkt danach an den Stall.

Trick 2: Verabredungen treffen Verabrede dich mit Stallkollegen, damit du nicht aus Versehen doch auf dem Sofa landest.

Trick 3: Alternative Programm Wenn das Wetter grauenvoll schlecht und verregnet ist, kannst du auch einfach mal eine Kuschelrunde mit deinem Pferd einlegen oder dir neue Tricks für den Kopf deines Pferdes erarbeiten.

Trick 4: Visualisierung Stell dir einfach vor wie schön es mit deinem Pferd sein wird, wie sehr du es vermissen wirst, wenn du jetzt nicht an den Stall fährst und schnappe dir deinen Thermosbecher, damit du dich auf einen schönen warmen Schluck Tee freuen kannst.

Trick 5: Loop Schal und Stirnband Dazu schnappst du dir noch einen kuscheligen Loop-Schal und ein Stirnband, damit du auf jeden Fall gut ausgerüstet bist. Warum Loop-Schal? Weil er einfach bombig sitzt – egal in welcher Gangart du unterwegs bist.

Petra und Care mit Lammfellsattel - Winterstimmung - BLOG

Wintertipp 5: Sichtbarkeit und Sicherheit

Flexible Reithallen als Option

Wenn du keine Reithalle hast – und ich kenne das Problem sooo gut – dann sollen die flexiblen Reitzelte oder Longierhallen genial sein. Ich selbst hatte noch nie eine – aber finde dass sie durchaus spannend klingen.

Da lässt sich sicher mit der Stallgemeinschaft etwas machen, wenn genug Platz da ist und der Stallbesitzer kein Veto einlegt: Die Firma Pol-Plan soll da ganz gute Modelle haben. Das sind Konstruktionen aus Aluminium mit PVC-Dach, die schnell aufgestellt und wieder abgebaut sind.

Sicherheit beim Ausritt

Mache dir auch immer bewusst, dass es rutschiger für dein Pferd sein kann, wenn der Boden gefroren ist und checke immer gut vorher, ob ein Ausritt möglich ist, bevor du losgehst. Harter oder sehr weicher Boden erhöht die Stolpergefahr beim Ausritt ungemein und die Dunkelheit lässt vertrautes Gelände plötzlich wie unbekannt erscheinen.

Ansonsten bleibst du einfach eher auf dem Reitplatz oder in der Reithalle.

Reflektoren sind Pflicht

Im Winter ist es dunkel und deswegen ist es umso wichtiger, dass du und dein Pferd sichtbar seid. Beispielsweise durch Reflektoren an der Ausrüstung oder an deiner Jacke. Durch eine gute Stirnlampe, wenn es mal dunkel werden sollte beim Ausritt.

Denn mit Reflektoren kann dich der Autofahrer locker 100 Meter im voraus sehen, ohne nur ein paar Meter vorher.

Wir haben beispielsweise ein Halfter mit eingearbeitetem Reflektorgarn für mehr Sicherheit im Winter mit dem Pferd.

Wintertipp 6: Handschuhe die wirklich warm halten

Dünne Reithandschuhe sind im Winter nutzlos. Dicke Handschuhe lassen dich die Zügel nicht spüren. Was also tun?

Merino Fingerhandschuhe als erste Schicht, darüber dünne Reithandschuhe. So hast du Gefühl für die Zügel und trotzdem warme Finger.

Alternative: Beheizbare Handschuhe oder Handwärmer in den Jackentaschen für die Pausen zwischen den Trainingseinheiten.

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Wintertipp 7: Stiefel Pflege im Winter

Leder wird im Winter spröde und rissig. Die Nässe, der Frost, der ständige Temperaturwechsel – all das setzt deinen Reitstiefeln zu.

Pflege deine Stiefel regelmäßig mit Lederfett oder Bienenwachs. Das schützt vor Nässe und Kälte und verlängert die Lebensdauer deiner Stiefel enorm.

Nasse Stiefel nie direkt auf die Heizung stellen, sondern mit Zeitungspapier ausstopfen und langsam trocknen lassen. So vermeidest du Risse und hältst das Leder geschmeidig.

Wintertipp 8: Winter Notfall Tasche

Pack dir eine kleine Winter Notfalltasche für den Stall:

  • Ersatzhandschuhe
  • Taschenwärmer
  • Energieriegel
  • Warmer Tee im Thermobecher
  • Stirnlampe
  • Handy vollgeladen
  • Kleine Erste Hilfe Ausrüstung

So bist du für alle Fälle gerüstet, falls doch mal etwas länger dauert oder unvorhergesehenes passiert.

Die wichtigste Winter-Weisheit

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“

Dieser Spruch mag vielleicht kitschig sein, aber er hat viel Wahres. Mit der richtigen Ausrüstung wird jeder Winterausritt zum Vergnügen statt zur Tortur.

FAQ: Die 10 wichtigsten Fragen zu Wintertipps für Reiter

FAQ

Was ziehe ich im Winter beim Reiten am besten an? Das Zwiebelprinzip ist ideal: Thermounterwäsche aus Merino, normale Reithose, darüber einen Reitkilt. Oben: Thermoshirt, Fleece, wind- und wasserdichte Jacke. Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke und du bleibst beweglich.

Wie funktioniert ein Reitkilt genau? Ein Reitkilt wird um die Hüfte geklettet und mit Schlaufen an den Reitstiefeln befestigt. Er funktioniert wie eine tragbare Decke für die Beine, ist wind- und wasserdicht und flattert dank Bleieinsatz nicht. Perfekt für Reiten und Bodenarbeit.

Warum muss ich das Gebiss im Winter anwärmen? Ein kaltes Gebiss ist für Pferde sehr unangenehm und kann zu Abwehrreaktionen führen. Die Kälte schockt das empfindliche Maul. Wärme es in der Jackentasche oder in lauwarmem Wasser vor.

Wie lange muss ich mein Pferd im Winter aufwärmen? Mindestens 20 Minuten, idealerweise vom Boden aus. Im Winter sind Muskeln, Sehnen und Bänder steifer. Die Pferde nutzen die Muskulatur auch zur Thermoregulation, was sie noch fester macht.

Darf ich mein Pferd im Winter duschen? Besser nicht. Kaltes Wasser und niedrige Temperaturen erhöhen das Risiko für Husten und Erkältungen massiv. Nutze stattdessen feuchte Handtücher mit etwas Shampoo für oberflächlichen Schmutz.

Warum ist eine Abschwitzdecke im Winter so wichtig? Geschwitzte Pferde kühlen im Winter extrem schnell aus. Eine gute Abschwitzdecke transportiert Feuchtigkeit nach außen und hält das Pferd dabei warm. Das verhindert Husten und Rückenprobleme.

Wie motiviere ich mich bei schlechtem Wetter zum Stall zu fahren? Verabrede dich mit Stallfreunden, pack deine Sachen morgens, fahre direkt nach der Arbeit zum Stall. Visualisiere, wie schön es mit deinem Pferd sein wird. Ein Thermobecher mit warmem Tee hilft auch.

Was mache ich bei Schnee in den Hufen? Kontrolliere vor und nach dem Ritt die Hufe auf Schnee und Eisklumpen. Huföl oder Vaseline auf der Sohle können das Ankleben verhindern. Bei starkem Schneefall eventuell Hufglocken nutzen.

Wie bleiben meine Hände beim Reiten warm? Zwiebelprinzip: Dünne Merino Unterziehhandschuhe plus Reithandschuhe darüber. So behältst du das Gefühl für die Zügel und hast trotzdem warme Finger. Handwärmer in den Pausen helfen auch.

Ist Ausreiten im Winter gefährlich? Nicht grundsätzlich, aber: Gefrorener oder matschiger Boden erhöht die Rutschgefahr. Dunkelheit macht vertrautes Gelände unbekannt. Checke Bodenverhältnisse vorher, nutze Reflektoren und Stirnlampen und bleibe bei schlechten Bedingungen auf Reitplatz oder in der Halle.

Winter kann die schönste Zeit mit deinem Pferd sein

Der Winter muss keine kalte, frustrierende Jahreszeit sein. Mit der richtigen Ausrüstung und ein paar cleveren Hacks wird er zu einer zauberhaften Zeit mit deinem Pferd.

Die Investition in gute Winterkleidung lohnt sich – für dein Wohlbefinden und damit auch für die Qualität der Zeit mit deinem Pferd. Denn wenn du dich wohlfühlst, warm und trocken bist, wirst du viel entspannter und präsenter sein können.

Und das spürt dein Pferd.

Also: Raus in den Winter, gut ausgerüstet und mit Freude.

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21 Kommentare

  1. Nina

    Ich reite_arbeite in der nasskalten Zeit mli thermoleggins unter lederhose

    Antworten
    • Petra

      Auch eine gute Wahl :-)

  2. Sophie

    Hallo,
    mit welchem Modell von den Zoo Adventure Boots hast du so gute Erfahrung gemacht?
    LG, Sophie

    Antworten
    • Petra

      Ich habe die gefütterten Boots :-) und ich liebe sie bis heute – immer im Einsatz. Alles Liebe, Petra

  3. Daniela

    Hallo liebe Allwetter-Reiter :-)
    Ich bin aus dem Schwarzwald und suche immer wieder Equipment was mich gut durch den Winter bringt. Letztes Jahr hab ich mir eine “ Michelin Thermoreithose“ gekauft. Dickes plus es ist warm. Fettes minus es macht bewegungsunfähig….
    Jetzt hab ich mich in den Reitkilt verliebt – habe aber ein Westernsattel. Nun meine Frage: Hat von euch schon jemand Erfahrung gesammelt ob man wegen dem Horn hängen bleibt beim absteigen?

    Liebe Grüße Daniela

    Antworten
    • Daniela

      Hallo Namensvetterin,
      ich habe auch einen Westernsattel und den Reitkilt von Dausendschön. Der Kilt wird vorne nur oben am Bund mit Klettverschluss zugemacht. Die Vorderseite ist ansonsten offen. Selbst wenn man hängenbleiben sollte, geht wahrscheinlich einfach der Klett auf und man ist nicht gefangen. Bei mir ist es aber eigentlich so, dass der Kilt gar nicht bis über’s Horn geht, sondern dahinter liegen bleibt. Ich habe mir für Tage mit ganz schlimmem Regen noch einen zusätzlichen Druckknopf angebracht, damit ich den Kilt ein Stück weiter zumachen kann und er somit das Horn mit abdeckt. Dann bleibt auch der Sattel trocken. Auch damit bin ich noch nie hängen geblieben :-)

      Liebe Grüße Daniela

  4. Claudia

    Ich habe noch einen Tipp für Punkt 8 – kaltes Gebiss. Man kann sich relativ einfach eine Art Körnerkissen (-rolle) nähen. Vorher in die Mikrowelle und dann ums Gebiss legen ( ich habe eins mit Klett gemacht, dann hält es )

    Antworten
    • Petra

      Sehr gute Idee :-) Diese Körnerkissen gibt es auch in Läden in verschiedenen Varianten zu shoppen – wenn jemand nicht nähen kann. Guter Hinweis! Ganz liebe Grüße, Petra

  5. Beate

    Wir reiten bei Minusgraden nur gebisslos. Das muss natürlich mit der Versicherung abgeklärt und das Pferd solide ausgebildet sein. Da empfehle ich das Tellington-Training und davon besonders das Lindel in Kombination mit dem Balancezügel. Übrigens: der Tellington TTouch ist mein Winterhack für‘s Pferd! Er kurbelt den Energiefluss an, lockert angespannte Muskeln, lässt die Zellen besser arbeiten und macht die Kälte angenehmer für‘s Pferd, wenn es einen Reiter tragen soll. Der TTouch ist natürlich auch hervorragend für die Reiterin geeignet ?vor allem der Ohrttouch ist essentiell für beide.
    Nach Deinem Tipp werde ich mir doch einen Dausendschön-Reitkilt auf meine Wunschliste setzen, kenne sie schon lange, aber war bisher zu geizig…wobei meine uralte Thermo-Reitlatzhose eines schon lange nicht mehr existierenden Sportartikelherstellers auch ziemlich gut ist (meistens zu warm), aber nicht so schick.

    Antworten
    • Petra

      Hallo liebe Beate, das finde ich einen genialen Tipp. Natürlich! An die TTouches hatte ich gar nicht gedacht. Das kann ich mir super vorstellen. Ganz liebe Grüße, Petra

  6. Karin

    Hallo Petra,
    der Reitkilt hatte heute den ersten Testausritt bei Schneeregen. Absolut perfekt! Ich bin sehr zufrieden und werde den Kilt auf jeden Fall auch weiter empfehlen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Der Kilt besteht wirklich aus sehr hochwertigem Material, ist wunderbar warm und verfügt über gut durchdachten Schnitt und Funktion. Besonders gut sind die Gewichte, damit der Kilt nicht flattert. Und der kurze Schnitt hinten, so hängt der Kilt beim Reiten nicht bis über die Kruppe des Pferdes und bei Arbeiten am Boden z.B. Hufschuhe an-und ausziehen landet der Kilt nicht im Dreck beim In-die-Hocke-gehen. Der seitliche Schnitt des Kilts ist praktisch, wenn es beim Reiten regnet oder wie heute schneit und regnet, denn das Wasser läuft geradeaus nach unten ab und tropft zu Boden – und nicht auf die Waden oder Schuhe. Einfach großartig, ich bin begeistert! Der Ausritt heute war trotz des schlechten Wetters wunderbar und meine Beine und Knie blieben warm und trocken. Ein Gefühl wie in eine warme Decke gehüllt und dennoch voller Bewegungsfreiheit. Der Reitkilt ist ein absolut perfekt für Allwetterreiter wie mich :-). Nach Winterreithosen, Chaps und Regenhosen, sowie Reitröcken und Co. endlich die Ideallösung für nasses, kaltes und windiges Wetter. Vielen Dank nochmal, dass Du in Deinem wunderbaren Blog dieses großartige Winter- und Allwetterreiter-Must-Have vorgestellt und empfohlen hast.
    Herzliche Grüße. Karin

    Antworten
    • Petra

      Hallo liebe Karin, wow – das wird auch Dausendschön sicher sehr freuen. Und weißt du was? Mir geht es ganz genauso. Umso mehr freut es mich, dass du mit dem Tipp auch happy bist. Ganz liebe Grüße, Petra

  7. Rudi

    Mittlerweile liebe ich auch meine heizjacke und meine beheizbaren Socken. Ich will auch keinen Winter mehr ohne diese beiden Helferlein verbringen

    Antworten
    • Petra

      Top :-)

  8. Maria

    Hallo Petra,

    mein Tipp ist nicht unbedingt fürs Reiten geeignet, aber für alle, deren Paddock nicht komplettt befestigt und matschfrei ist (also für vermutlich den Großteil der Pferdehalter ;-)). Neopren-Stiefel von engelbert strauss: die haben mindestens 3 Vorteile: absolut wasserdicht, isolierte Sohle bis -20°C, also richtig warm!, Zehenschutzkappe (der Sicherheitsaspekt ist mir z. B. sehr wichtig: man hat ja doch ab und zu mal ein Pferd auf dem Zeh stehen und sonstige handelsübliche Neoprenstiefel haben alle keine Zehenschutzkappe)); langlebig (meine sind 3 Jahre alt und haben fast keine Gebrauchsspuren). Man kann damit sogar ganz gut mit den Pferd spazierengehen. Nachteil: Der Schönheitsfaktor rückt etwas in den Hintergrund. Sicher ist die Produktion nicht besonders ökologisch – das ist mein einziger Wermutstropfen bei der Empfehlung. Ich nehme sie übrigens auch zum Schlittenfahren ;-) (ohne Pferd)
    Viele Grüße
    Maria

    Antworten
    • Petra

      Ohja, Stiefel für Matschphasen sind definitiv ein guter Tipp :-) Außerdem ist langlebigkeit in gewissem Sinne auch nachhaltig. Insofern: gern genommen. Danke dir und ganz liee Grüße, Petra

  9. Karin

    Guten Morgen Petra, ich hab den Reitkilt jetzt bestellt. Ich freue mich schon sehr drauf :-). Da wir hier im Bayerischen Wald seit Wochen Minustemperaturen haben, und ich immer beim Reiten (trotz langer Unterhose und Winterklamotten) kalte Knie hab, ist das sicherlich eine lohnende Investition, gerade für eine Gelände-Allwetter-Reiterin wie mich :-). Das schenke ich mir jetzt einfach selbst zu Weihnachten :-).
    Nochmal DANKE für den tollen Tipp und Deinen informativen Beitrag dazu.
    Liebe Grüße und eine schöne Zeit. Karin

    Antworten
    • Petra

      Liebe Karin, wie schön!! Ich wünsche dir ganz viel Freude mit dem teil – ich selbst LIEBE ihn wirklich sehr. Ganz liebe Grüße, Petra

  10. Karin

    Hallo Petra, Danke für den tollen Artikel. Der Reitkilt hört sich sehr interessant an. Die normalen Reitröcke finde ich nicht so empfehlenwert, weil sie so weit nach hinten über die Kruppe des Pferdes rutschen. Das dürfte beim Reitkilt nicht passieren, da dieser hinten kürzer geschnitten ist, oder?
    Dass Gewichte integriert sind ist genial, denn so ist der Rock so „schwer“, dass er nicht bei Trab und Galopp oder bei Wind flattert und dann wieder die Oberschenkel und Knie kalt werden.
    Ich hab auch noch einen kleinen Tipp für die kalte Jahreszeit. Eine Balaclava, auch als Sturmhaube bekannt. Ich möchte keinen Winter mehr ohne meine Balaclava verbringen – mittlerweile gibt es die auch gestrickt in wunderschönen bunten Farben und stylischen Formen – das Gesicht bleibt dabei wunderbar warm und nichts rutscht, so wie das beim Schal gerne mal passiert :-).
    Herzliche Grüße. Karin

    Antworten
    • Petra

      Hallo liebe Karin, genau – der Reitkilt reicht locker und gut über den Sattel für den Regen- und Winterschutz, aber nicht über die Kruppe. Das macht ihn auch bei der Bodenarbeit schön bequem und gut tragbar :-) Eine Balaclava ist auch eine geniale Idee – nehme ich mal in meine persönliche Shopping-Liste auf – danke dir! Liebe Grüße, Petra

    • Hannah

      Danke für die tollen Tipps.

      Ich kann zusätzlich noch gute Heizsohlen mit Akku, also wiederaufladbar, und ein Heizweste mit Akku empfehlen.
      Halten extrem warm und können wieder verwendet werden.

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