Nahaufnahme einer Wiese

Pferdeweide pflegen! So bekommst du eine gesunde Weide für dein Pferd

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Der ganze große Artikel für dich auf einen Blick

Bist du ein Pferdebesitzer, der seine Pferde selbst hält? Kümmerst du dich als Selbstversorger um die Weide deiner Pferde? Willst du wissen, wie gut oder schlecht die Weide deines Pferdes ist? Oder willst du die Koppeln auf denen dein Pferd grast einfach ein bisschen besser in Schuss halten? In diesem Artikel bekommst du die 7 wichtigsten Kriterien für eine gute Pferdekoppel genannt und du bekommst die besten Tipps wie du deine Pferdeweide pflegen kannst.

Denn eine gute Pferdeweide entwickelt sich nicht von alleine. Es gibt viel zu viele Weiden und Pferdekoppeln, die weder besonders artgerecht, noch besonders gesund für dein Pferd sind. Da füttern wir teures Mineralfutter, beste Kräuter und hochwertige Samen und Müslis und dann steht unser Pferd vielleicht das halbe Jahr auf einer Weide, die aus Mastgras besteht oder schlecht gepflegt ist…eigentlich absurd, oder?

Deswegen wollen wir dich heute zusammen mit dem Weideexperten Helmut Muß über die perfekte Pferdeweide informieren und dir alles an die Hand geben, was du wissen musst, um die Koppel deines Pferdes zum besten Superfood in Sachen Gras zu machen. Wir übergeben das Wort an Helmut Muß. Alle folgenden Infos und Facts sind von unserem Gastautor Helmut Muß – wir selbst sind keine Weideexperten und haben unser Pferd bislang eingestellt ;-)

Wir verlassen uns auf sein Fachwissen zum Thema und bitten dich alle Details für dich selbst und dein Pferd individuell anzupassen und zu prüfen. Weil – wir wissen ja, dass es viele Wege nach Rom und damit auch zur Pferdeweide gibt und dein Pferd ein Individuum ist.

Helmut ist Experte für Pferdeweiden, macht Weidemanagementberatung für Pferdehalter, ist Landwirtschaftsmeister und langjähriger Weideexperte für Pferdeweiden. Du findest ihn HIER über seine Website „Die gute Pferdeweide“.

Pferd grast auf WeideWeide ohne Pferd

Bodenarbeit mal anders

wann du die Pferdeweide am besten vorbereitest

Die Vorbereitung deiner Pferdeweide für die nächste Grassaison startet vermutlich viel früher als du glaubst. Im Idealfall startest du schon im Herbst.
Warum? Wieso? Weshalb? Das erfährst du jetzt. Denn wer am 1. Mai zum ersten Mal nach dem Winter vor seinen Weiden steht, hat mit Sicherheit im Sommer nicht viel Spaß daran.

Stark in den Herbst

Du beginnst mit deiner Vorbereitung für das nächste Frühjahr bereits im Herbst:

  • Schicke deine Weide stark genug in den Winter.
  • Die Gräser lagern im Herbst Nährstoffe für den Winter ein.
  • Deshalb sollte dein Gras 10 cm hoch in die kalte Winterzeit gehen.

 

Frühjahrs-Check

Wenn das Gras dann im Frühjahr wieder munter wird und die Nachttemperaturen dauerhaft über 5-7 C° steigen, schau dir deine Weiden wieder an:

Siehst du eine großflächig dichte Grasnarbe mit wenigen Lücken in den besonders frequentierten Bereichen? Dann säe ein wenig Grassamen vor dem Schleppen oder Striegeln mit der Hand auf diese Stellen.

Hast du einen lückigen Bestand? Dann braucht deine Weide eine Nachsaat. Dafür sollten - je nach Lückenanteil - zwischen 5 und 20 kg Grassamen ganzflächig ausgebracht werden. Dafür bieten sich Kombinationen aus Wiesenschleppe oder Wiesenstriegel und einem geeignetem Sähgerät an.

Ist dein Boden sandig locker? Dann sorgt eine Wiesenwalze für Abhilfe. Nach diesen Basics kommen wir zum nächsten sehr sehr wichtigen Punkt: Welche Grassamenmischung wirst du säen?

P.s.: Ich bin ein großer Fan von natürlichem Pferdefutter, ohne Zusatzstoffe und mit natürlichen Inhalten, weil unsere Pferde auch Natur sind. Eine gesunde Pferdewiese bringt eigentlich alles mit, was unsere Pferde brauchen. Deswegen haben wir nur natürliches Ergänzungsfutter und Leckerli – zum Beispiel unsere Biostickies. Die gesunden Goodies für dein Pferd findest du HIER.

Welche Samen gehören auf eine Pferdeweide

Ich will dir ein Bild geben: Wenn du in ein Restaurant gehst und dir einen Salatteller bestellst, erwartest du sicher vom Koch, dass der dir der servierte Salat gut bekommt, richtig?

Auf deiner Pferdeweide bist du der Koch

Mit dem Saatgut stellst du den Salatteller für deine Pferde zusammen. Deswegen gibt es ein paar Punkte, die du beachten kannst:

  • Das Futter deiner Pferde sollte ihrem Stoffwechsel angepasst sein. Auch auf der Weide.

  • Halte möglichst Ausschau nach fruktanarmen Mischungen. Deutsches Weidegras ist ein gutes und beliebtes Gras für Rinderweiden, für Pferde ist es jedoch problematisch. Seine hohen Fruktangehalte und seine Neigung zu Neophyten (Pilze im Pflanzengewebe) können zu Stoffwechsel- und Leberbelastungen führen.

  • Wiesenrispe, Rotschwingel, Straußgras, Glatthafer gerne auch ein wenig Lieschgras passen gut auf Pferdeweiden.

Im Idealfall hast du dir deinen Grassamen schon im Winter ausgesucht und dabei darauf geachtet, das deine Mischung auch zu deinem Boden und den klimatischen Bedingungen deines Standortes passt.

  1. Hast du einen trockenen Standort, suche dir eine Mischung für Trockenstandorte aus.

  2. Ist dein Standort „frisch“ (mehr als 750 ltr./qm im Jahr), also in der Regel gut mit Wasser versorgt, verwende eine Mischung für frische Standorte.

Die entsprechende Auskünfte über die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge deines Standortes kannst du googlen.

Petra mit Carey auf der Weide

Wichtig: Wer Kräuter füttern möchte, sollte sie lieber im fertig im Sack kaufen statt Samen auf die Wiese zu streuen.

Die Kräuterbeimischungen die für Pferdeweidemischungen angeboten werden, sind sicher seriös und enthalten zweifellos das was drauf steht.

Aber niemand garantiert dir, dass alle Kräuter in genau dem Verhältnis anwachsen wie du sie gesät hast. Sind die Kräuter dann aufgegangen, wachsen sie natürlicherweise unterschiedlich schnell. Werden sie abgefressen, so fressen deine Pferde die Schmackhaftesten zuerst. Du weißt also nie wie viel dieser Kräuter dein Pferd bekommt und welches Mischverhältnis dein Pferd frisst. Und nur um ein gutes Gefühl zuhaben sind die Kräutersamen zu teuer.

Die Pferdeweide - verschiedene Phasen

Du fragst dich jetzt vielleicht, wann es endlich auf die Weide geht? Du siehst, dass dein Gras wieder sattgrün wird. Dann bestockt das Gras (es bildet viele Blätter). Nähert sich das Gras seiner vorbestimmten Blühzeit an, beginnt das „Schossen“. Das ist eine Zeit des großen Massenwachstums.

Das ist der Zeitraum zwischen dem Ende der Bestockung und dem Anfang der Ähren/Rispenschieben.

In diesen 10 bis 14 Tagen wird von deinem Gras viel Energie für das Längenwachstum gebraucht. Diese Energie wird im Stängel in Form von Fruktan (Fruchtzucker des Grases) bevorratet. Es gibt Grasarten bei denen der Fruktangehalt so hoch steigen kann, dass der Stoffwechsel deines Pferdes Schaden zu nehmen droht. Zum Beispiel bei dem schon genannten Deutschen Weidelgras.

Anweiden: Der perfekte Zeitpunkt

Neben der mangelnden Struktur im Gras werden auch deshalb bei uns in Deutschland die Pferde im Frühjahr angegrast. Denn beim Angrasen gewöhnst du deine Pferde ganz langsam in kleinen Schritten an das saftige Gras. Meist startet die Weidesaison dann Anfang Mai.

Die Pferdeweide im Sommer

Wenn dann die Weide voll in der Blüte steht, spricht nichts mehr gegen eine ganztägige Beweidung. Die Fruktangehalte schmelzen wie der Schnee in der Sonne. 4-8 Wochen nach dem Ähren/Rispenschieben sind die Pflanzen „Totreif“. Spätestens jetzt sind für deine Pferde keine Vitamine mehr zu holen und die Mineralstoffe sind so „festgelegt“ (das heißt, für dein Pferd unverdaulich) ,dass der Futterwert dieser Weide für deine Pferde auf das Minimum gesunken ist.

Wie du die Pferdeweide weiterpflegen kannst

Jede Weide ist irgendwann abgegrast. Jetzt kannst du wieder mit der Pflege starten. Du mulchst deine Weide nach jedem Abweiden. Das beseitigt die abgestorbenen Stengel und wirft die Pferdeäppel auseinander. Die Weide braucht jetzt Ruhe, bis sie wieder voll im Wachstum ist.

TIPP: Ziehe unbedingt Bodenproben, denn dann weißt du, was du düngen musst.

Koppelpflege nach dem Abweiden

Nach dem ersten Abweiden tut der Pferdeweide in aller Regel eine Stickstoffgabe gut. Für Stickstoff gilt genau wie für Schwefel die Ausbringung möglichst nahe an den Bedarf des Grases zu legen.

Das bedeutet:

Im Frühling und Sommer brauchen die Pflanzen Stickstoff, zum Herbst lass den Boden seine Reste aufbrauchen. Der Dünger sollte mindestens einen Regen abbekommen haben, bevor du deine Pferde wieder drauf lässt.

Die Nährstoffe Kalium, Phosphor und Magnesium kannst du die ganze Vegetationszeit ausbringen. Kalk (Kalzium) sogar das ganze Jahr.

Den Schwefel (wird vom Pferd für Enzymbildung gebraucht) gibst du einmal im Frühling dazu (20/30 kg/ha). Beide Nährstoffe neigen zur Auswaschung in tiefere Bodenschichten. Der Schwefel wird im Frühsommer gebraucht, der Stickstoff (Grundbaustoff von Eiweiß) immer dann wenn das Gras wächst.

Die Düngung deiner Weiden kannst du am besten auch nach Biostandard vornehmen. Hierbei ist es hilfreich wenn du deinen Pferdemist gegen Rindergülle oder Rindermist tauschen kannst. Rinder haben andere Parasiten als Pferde. So kannst du Übertragungsketten durchbrechen.

Selbstverständlich hast du beim aufmerksamen Durchlesen bemerkt, das die Gräser im Frühling am meisten wachsen. Ausgerechnet dann, wenn du noch mitten in der Anfütterung bist.

Mein Tipp: Nimm einen Teil deiner Pferdeweiden und mache Heu daraus. So hast du schon früh eine Weide, die wieder nachwachsen kann.

Fazit - die Pflege der Pferdeweide: Wie viel Arbeit macht sie wirklich?

So eine Pferdeweide macht natürlich Arbeit. Provokativ gesagt macht sie dir aber soviel Arbeit, wie du willst. Denn wenn du dir Maschinen kaufst oder gegen Geld einen Bauern bei dir bittest das Schleppen/Striegeln, Walzen, Mulchen und Mist oder Dünger streuen zu übernehmen, ist es natürlich weniger Arbeit als wenn du von Hand anlegst. Der Maschinenaufwand pro Hektar schwankt je nach Intensität zwischen 2 und 8 Stunden pro Jahr. Wasserfass fahren und Heuraufe befüllen sind da nicht mitgerechnet.

Wenn du deine Weide immer und ständig beobachtest, wenn du sowieso bei den Pferden bist, die Zäune reparierst und mit Interesse, offenen Augen und einem inneren Notizblock über deine Weiden läufst, sparst du dir natürlich viel Arbeitszeit. Wenn du Giftpflanzen immer gleich ausreißt und einen Beutel mit Grassamen bei jedem zweiten oder dritten Pferdebesuch einfach mit dabei hast und flott über Lücken streust, spart das auch Zeit.

Wenn du noch mehr dazu erfahren willst, kannst du dir weitere Infos von unserem Gastautor auf seiner Website „Die gute Pferdeweide“ holen.

Foto: Carolin Burgert - Reitkilt: Dausendschön - Zaumzeug: Pferdeflüsterei Balancio

"Pferdeflüstern bedeutet, dass wir lernen das Flüstern der Pferde zu hören und zu verstehen."

Die Pferdeflüsterei ist ein Wissensblog und Herzensprojekt – denn wir wünschen uns, dass alle Pferde und ihre Menschen glücklich miteinander sind. Wenn wir lernen die Pferde zu verstehen, fein und fair zu trainieren und der beste Pferdemensch zu werden, der wir sein können – wird es auch deinem Pferd gut gehen und es wird immer sein Bestes für dich geben. Versprochen!

Wir unterstützen dich mit unseren Artikeln, Interviews und Kursen – Du bekommst Facts zu pferdegerechter Haltung und Fütterung, feinem Training und Pferdeverhalten. 

Petra und Carey

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Kommentare (7)

Hey,
netter Artikel und steht viel Gutes drin. Aber beim Mulchen muss ich wirklich widersprechen – das sollte man nicht tun, da hier die Gräser echt Schaden nehmen können da sie nicht sauber abgeschnitten werden sondern klein geschreddert, am stehenden Grashalm franst dann der obere Teil fies aus, behindert das Wachstum und lässt die Pflanze eher austrocknen. Außerdem bleibt beim Mulchen das ganze Schnittgut in fein auf der Fläche und deckt die Narbe (großflächig) ab. Und Insekenfreundlich ist es auch nicht. Besser ist ein Mähwerk mit scharfen Messern (hoch genug einstellen) und Aufbereiter, mit diesem sollte man im Herbst einen Pflegeschnitt machen.
Und es macht Sinn, zB Sauerampfer und Disteln rechtzeitig vor der Blüte unterhalb der Narbe abzustechen und etwas Salz auf die Wurzel zu tun – bevor sie überhand nehmen.
PS: wenn sich der Maulwurf da wohl fühlt, ist das ein Beitrag zur Artenvielfalt und vielleicht als Kompliment zu sehen ;)
LG
Kati

Hallo liebe Kati, gebe ich supergerne an den Autor weiter – ich bin absoluter "Non-Profi" beim Thema Weidepflege und habe das Thema deswegen an den Gastautor abgegeben. Ich bin gespannt, was er dazu sagt :-) Liebe Grüße, Petra

Liebe Kati, für jeden der abäppelt ist das richtig. Ein sauberer Schnitt begünstigt das nachwachsen. Zuviel Schnittgut muss jedoch entfernt werden sonst und die Geilstellen aufgelöst werden, sonst bilden sich dort Subkulturen, die die Pflanzengesellschaft als ganzes stören können. Unter Subkulturen verstehe ich Bereiche in denen sich kein Weidegras mehr durchsetzen kann. Dort steht dann JKK, Brennnessel usw.. Wer das im Griff hat kann auch mähen. Das bedarf aber einer gewissen Erfahrung. Wenn du die Erfahrung hast, super.

Hallo Kati, Du hast recht, bei einer Standweide die du abäppelst ist das Abmähen die bessere Option. Wenn Geilstellen vermieden werden. Bei einer Umtriebsweide mulcht man alles was höher als 8-10cm ist. Es sei den Du räumst zu Dicht gelagertes Mähgut ab. Aus den Matten des Altgrases können sich sonst bei feuchter Witterung sehr übel riechende Mistfleckenbilden. Hier wären dann Einfallstore für Brennnessel, Distel Ampfer usw.. Du scheinst das im Griff zu haben. Prima, weiter so.
Liebe Grüße von der guten Pferdeweide
Helmut

Liebe Petra,

das Thema Weide ist ein Thema für sich. Wir haben relativ viel Arbeit damit. Bei unserer Weide lohnt sich eine Bearbeitung mit Maschinen nicht, deshalb machen wir hier alles von Hand.
Wir machen es so, dass wir immer einen Teil unserer Weide nicht beweiden, sondern stehen lassen.
Das hat zwei Gründe: Einmal können sich dort wachsende Pflanzen dann gut ausbreiten, denn gerade das was den Ponys gut schmeckt fressen sie schnell ab und es kann nicht blühen und seine Samen verteilen. Das würde bedeuten, dass wir die Pflanzen ständig nachsäen müssten, oder sie auf Dauer verschwinden. Außerdem nutzen wir diese Weide im nächsten Jahr dann zum Anweiden. Das hat den Grund, dass die Ponys sich dann erstmal durch das alte überständige Gras wursteln müssen und nicht gleich so viel abbekommen.
Wir weiden in der Regel frühestens Ende Mai an, oder sogar erst im Juni. Je nachdem wie hoch das Gras schon ist.
Ich lasse die Ponys nur so lange auf einer Weide bis sie sie auf ca. 10 cm runter gefressen haben. Tiefer nicht, das tut der Weide nicht gut und der Fruktangehalt im steigt, wenn das Gras zu kurz abgefressen ist. Wenn die Ponys runter sind, mähe ich die Weiden auch mit der Elektrosense. Damit eben nicht die Pflanzen, die sie nicht so gerne fressen, die anderen Pflanzen verdrängen. Das wäre ja auch nicht gewünscht.
Pflanzen rausmachen, die ich nicht haben will, mache ich natürlich im Frühjahr bevor die Ponys drauf kommen und nochmal im Herbst, wenn sie runter sind. Wir machen das auch von Hand und das ist wirklich viel Arbeit.
Die Weide wird bei uns täglich abgeäppelt. Sonst entstehen Geilstellen und die Ponys fressen dort nicht mehr. Außerdem erhöht sich die Gefahr von Würmern und die Weide wird überdüngt.
Wo ich wirklich Lehrgeld bezahlt habe, ist das Saatgut. Einmal gibt es als Pferdeweide geeignet gekennzeichnetes Saatgut in dem Deutsches Weidelgras im Hauptbestandteil enthalten ist. Das ist echt blöd, denn das verdrängt alle anderen Gräser. Dann kann man die tollsten Mischungen kaufen, wenn sie nicht zum eigenen Boden passen, bringt es nichts. Wir haben deshalb eine Bodenanalyse im Labor machen lassen.
Erfahrungsgemäß verbringen wir in manchen Wochen mehr Zeit mit der Weide der Ponys wie mit den Ponys. Es braucht auch echt Durchhahltevermögen. Es dauert Jahre bis eine Weide wirklich gut ist und es braucht dauerhafte Pflege, dass sie das auch bleibt.
Übrigens ganz toll, der Maulwurf macht uns unsere schöne Weide gerade wieder kaputt…
Liebe Grüße
Miriam

Liebe Miriam, oh neiiin – doofer Maulwurf – auch wenn er wirklich ein niedliches Tier ist. Ich glaube gerne, dass ihr sehr viel Arbeit damit habt und eine gute Pferdeweide nicht hopplahopp entsteht – deswegen habe ich mich auch sehr über den Gastartikel gefreut und die Tipps die darin stecken. Ganz liebe Grüße, Petra

Hallo Miriam, Du beschreibst sehr schön Euren engagierten Einsatz für Eure Weide. Toll wie ihr das macht! Maschinenlos zu arbeiten ist sehr aufwändig. Noch ein Wort zum Saatgut. Da steht zertifiziertes Saatgut drauf. Die Zertifizierung betrifft allerdings nur den Prozess der Vermehrung. Ich habe selbst lange genug Grassamen vermehrt und ich kenne das Verfahren. Die Mischung an sich ist nur eine Empfehlung des Saatgutanbieters. Deutsches Weidelgras ist grobkörnig und ertragsstark. Alles Faktoren die eine Mischung billiger machen. Und wie wir wissen ist billig nicht immer gut. Weiterhin viel Erfolg auf deiner Weide. Und tröste dich, der Maulwurf ist immer Anzeiger eines tiefgründigen Bodens. Liebe Grüße von der guten Pferdeweide.
Helmut

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