Petra und Carey im Winter stehen am Kopf nah beieinander

7 schnelle Tipps für mehr Gelassenheit mit dem Pferd

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Der ganze große Artikel für dich auf einen Blick

Wir alle wünschen uns ein gelassenes und entspanntes Pferd. Wie schön wäre es doch, wenn das Pferd immer zufrieden mit uns durchs Gelände streifen würde, entspannt auf dem Reitplatz die Lektionen mit uns trainieren und beim Putzen stressfrei neben uns stehen würde. Wenn wir immer voller Gelassenheit, Zufriedenheit und Motivation mit unserem Pferd trainieren und agieren könnten. Richtig?

Jetzt verrate ich dir etwas, das du vielleicht im ersten Moment nicht so gerne hören willst oder vielleicht ahnst du es auch schon, aber weißt nicht wie du es angehen sollst: Es liegt zu großen Teilen an dir diese Gelassenheit mit dem Pferd zu erreichen. Neben fundiertem Pferdewissen über Biomechanik und fairem, korrektem und gesunderhaltendem Training, brauchen wir dafür auch ganz viel Mindset.

Warum Mindset alleine nicht ausreicht

Warum du aber auch das Add-On "Wissen" brauchst

Nur Liebe und Mindset reichen natürlich nicht aus – es ist auch unsere Pflicht als Pferdebesitzer uns mit gesunderhaltendem Training, gutem Reitersitz, artgerechter Ernährung und Haltung und fairer Kommunikation, richtiger Hufpflege, Pferdegesundheit und Pferdeanatomie auseinanderzusetzen. Das ist aber nicht das Thema dieses Artikels – das müssen wir uns nur bewusst machen, bevor wir uns dann auch noch on Top uns selbst widmen…

—> Niemand hat gesagt, dass Pferdebesitzer ein entspannter Job ist *zwinker*

Nein – im Ernst: Wenn du jetzt bei der schnellen groben Auflistung all dieser To Dos innerlich einmal aufstöhnen musstest oder dich fragst, wie du das alles leisten sollst, dann lass mich dich trösten: Das ist alles eine Frage des Blickwinkels.

Sie es nicht als Aufgabe oder Überforderung, gehe es nicht perfektionistisch und mit Ungeduld für dich selbst und eure gemeinsamen Trainingsziele an, sondern siehe es als Herausforderung und Chance zu lernen und dich selbst in Sachen Wissen und Persönlichkeit weiterzuentwickeln – denn ein guter Pferdemensch zu werden, bedeutet auch ein guter Mensch zu werden. Weißt du was ich meine?

Persönlichkeitsentwicklung mit Pferd

Basics für dein Mindset

Alle Eigenschaften, die ein guter Pferdemensch oder – nennen wir es mal – Pferdeflüsterer besitzen sollte, sind auch positive Eigenschaften eines zufriedenen und guten Menschen. Ist das nicht ein wunderschöner Gedanke?

Deswegen lass uns jetzt über ein paar Basis-Gedanken sprechen, bevor ich dir dann meine 7 Tipps mitgebe:

Winter Stall

Wir müssen anfangen in Lösungen zu denken und nicht in Problemen.

Wir müssen unseren Pferden einen Vertrauensvorschuss geben.

Weniger wollen - dafür mehr geben.

Weniger erwarten und mehr machen.

Weniger denken und mehr fühlen.

Weniger glauben und mehr wissen.

7 Tipps für mehr Gelassenheit

Okay – jetzt habe ich dir einige tiefgreifende Punkte um die Ohren gehauen und es ist auch klar, dass das Ganze kein schnell gelöstes Thema ist, sondern ein Riesending, das wir zusammen in den kommenden Jahren angehen können. Denn all das was ich dir beschreibe hat viel mit Persönlichkeitsentwicklung und uns selbst zu tun.

Wir gehen jetzt mit diesem Artikel in den Kickstart für dieses große ganze lebensverändernde und unglaublich fantastisch-faszinierende Thema. Falls du mich jetzt geradezu anstrengend-euphorisch findest, versuche einmal tief durchzuatmen und für einen kurzen Moment mit mir mitzugehen. Denn ich bin nicht hysterisch, esoterisch oder durchgeknallt, sondern habe nur eine tiefgreifende Wahrheit vor ein paar Jahren begriffen:

Wir sind was wir denken und handeln nach dem, was wir von uns selbst und der Welt glauben. Wenn wir also ein „halbvolles Glas“ in uns tragen und uns auf all die Lektionen einlassen, die uns unsere Pferde beibringen können – werden wir der zufriedenste und innerlich stärkste Mensch, der wir sein können.

Das kannst du kurz in dir wirken lassen, einmal tief atmen und dann bekommst du meine schnellen 7 Tipps für mehr Gelassenheit mit dem Pferd.

„Deine Gelassenheit ist die Gelassenheit deines Pferdes.“

Petra blickt über Carey Rücken und lacht
Wunderschönes Pferd (und ich) wunderschön fotografiert von der zauberhaften Carolin Burgert - du findest ihre Website mit einem Klick auf das Bild

Tipp Nummer 1 für mehr Gelassenheit mit dem Pferd

Wenn du das nächste Mal an den Stall gehst, machst du alles 5x langsamer als sonst.

  • Du gehst langsamer zu deinem Pferd.
  • Du lässt dir mehr Zeit bei der Begrüßung, beim Aufhalftern und Loslaufen.
  • Du bist 5x langsamer als sonst beim Putzen, Satteln oder was auch immer du mit deinem Pferd machst.
  • Du gibst deine Hilfen zarter, feiner und langsamer.
  • Du wartest ein bisschen länger, bis dein Pferd eine Reaktion zeigt und lässt euch bei allem mehr Zeit.

 

Dabei erinnerst du dich immer wieder zwischendurch daran zu geniessen. Du nutzt also die Zeit, die du jetzt mehr hast weil du alles langsamer machst, für mehr Genuß und weniger Hektik.

Dann schaust du, was das mit dir und deinem Pferd macht und dann kannst du dir diese Regel für all die Punkte in Zukunft mitnehmen, bei denen du sonst hektischer bist, und die euch gut getan haben.

Tipp Nummer 2 für mehr Gelassenheit mit dem Pferd

Ab jetzt atmest du jedesmal, bevor du aus dem Auto oder von deinem Fahrrad steigst – wenn du am Stall bist.

Du atmest 10x tief in den Bauch – ein und aus.

Ein und aus. Ein und aus. Ein und aus. Ein und aus. Ein und aus. Ein und aus. Ein und aus. Ein und aus.Ein und aus. Ein und aus.

Dann bist du nämlich viel gelassener. Ein Körper der im Fluchtmodus ist kann nicht tief atmen. Hektik oder Stress sind der Einstieg in den Fluchtmodus und genau dieses Gefühl wollen wir nicht am Pferd haben. Denn das macht deinem Pferd Stress und ihr geratet unter Umständen in einen Teufelskreis.

Tipp Nummer 3 für mehr Gelassenheit mit dem Pferd

Ändere, was du ändern kannst und höre auf dich über Dinge zu ärgern, die du nicht ändern kannst. Es macht unglaublich glücklich und zufrieden, wenn du lernst im Leben nach dieser Regel zu agieren.

Ein Beispiel: Wenn du ein hibbeliges Pferd hast, dann sei nicht immer wieder frustriert, weil dein Pferd ein Hibbel ist, sondern versuche zu überlegen, wie du ihm größtmögliche Ruhe geben kannst und nimm den Rest seiner Hibbeligkeit als Teil seiner Persönlichkeit – wenn das der Grund für seine Hibbeligkeit ist.

Wenn es eigentlich ein ruhiger Charakter ist, nimm es Ausgangspunkt dich zu fragen, warum es gerade nicht ruhig ist und welche Stellschrauben du drehen kannst.

Noch ein Beispiel: Wenn du ein krankes Pferd hast, dann höre auf dich darüber zu ärgern oder gefrustet, traurig oder sorgenvoll zu sein, weil dein Pferd krank ist, sondern stürze dich auf alles was du gegen die Krankheit tun kannst und nimm den Rest, wie er kommt.

Ändern kannst du es ohnehin nicht, aber du kannst deine Einstellung dazu ändern und dadurch mit einer positiveren Stimmung zum Pferd fahren. Das wiederum wird euer Miteinander positiv verändern, dich entspannen und für mehr Gelassenheit sorgen.

Klingt Pauschal und ist nicht immer einfach – aber du kannst diese Einstellung immer wieder üben und dich selbst daran erinnern und dich so „neu programmieren“ – was auch immer euer Thema ist.

Tipp Nummer 4 für mehr Gelassenheit mit dem Pferd

Lächle! Nimm alles mit Humor und versuche alles mit Witz und Freude zu sehen. Wenn dein Pferd irgendetwas macht, was du nicht wolltest oder anders haben wolltest, versuche nicht wütend oder gefrustet zu sein, sondern nimm es mit Humor. Versuche den Gag in der Situation wahrzunehmen oder über dich selbst oder dein Pferd zu Lachen oder zu mit deinem Pferd zu lächeln.

Tipp Nummer 5 für mehr Gelassenheit mit dem Pferd

Das führt mich zu Punkt Nummer 5: Dein Pferd handelt nicht GEGEN DICH, sondern immer nur FÜR SICH. Nimm es also nicht persönlich, wenn dein Pferd etwas macht oder nicht macht – sondern frage dich immer, was der Grund deines Pferdes für sein Verhalten sein könnte. Und ja: er könnte auch bei dir liegen. Aber dein Pferd meint das nicht böse, sondern es ist im Grunde einfach nur eine Erinnerung an dich etwas zu ändern, weil dein Pferd mit seiner Widersetzlichkeit mit dir redet.

Tipp Nummer 6 für mehr Gelassenheit mit dem Pferd

Lenke deinen Blick auf das Wesentliche, vergleiche dich nicht mit anderen, sondern versuche auch immer auf das zu blicken, was gut läuft.

Wenn wir lernen uns immer wieder bewusst zu machen, was wir können, was gut läuft und was wir auf der Haben-Liste verbuchen können, gehen wir auch alles andere mit einer anderen Einstellung und einem Mindset an, dass wiederum die Pferde an uns schätzen werden.

Tipp Nummer 7 für mehr Gelassenheit mit dem Pferd

Werde zum Buddhisten für dein Pferd. Was ich damit meine? Mache alles, was du tust in GENAU DIESEM MOMENT. Denke nicht an etwas anderes, grüble nicht über das Gestern und zweifle nicht am Morgen, sondern handle im Jetzt.

Ich will dir zum Schluss passend zu Tipp Nummer 7 für deine Inspiration 9 Zitate mitgeben, die alle von Buddha stammen sollen, die du alle ausnahmslos auf dein Pferdetraining übertragen kannst:

9 Zitate von Buddha "für Pferdemenschen"

1. Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg.

2. Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von derZukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.

3. Lerne loszulassen. Das ist der Schlüssel zum Glück.

4. Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

5. Gib es auf zu gewinnen – und finde das Glück.

6. Jeder Tag ist ein guter Tag.

7. Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.

8. Gut zu reisen ist besser als anzukommen.

9. Was du denkst, bist du. Was du bist, strahlst du aus. Was du ausstrahlst, ziehst du an.

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