Jean-Claude Dysli gilt als der Begründer der europäischen Western-Reitszene. Außerdem gilt Jean-Claude Dysli als einer der große Horsemen weltweit.

Er steht für ein respektvolles und pferdefreundliches Reiten, für konsequente und geduldige Ausbildung und Mensch-Pferd-Kommunikation. Er hat die ersten Quarterhorses nach Europa verschifft, nachdem er die Western-Reitweise in Amerika für sich entdeckt hatte. Zunächst lernte er bei der Schweizer Reitgarde, beim Militär, dass Pferde funktionieren sollen, dass es wichtiger ist, dass das Fell glänzt, als Teamarbeit zu lernen und wie die harte und korrekte Schule der alten Reitweise auszusehen hat. Für sein Studium ging er nach Amerika und lernte dort bei einer Vorführung die Westernreitweise kennen. Natürlich hat er sofort Feuer gefangen, bei den beiden Horsemen George und Harry Rose angeheuert und während seiner Zeit dort gelernt, wie die altcalifornische Reitweise funktioniert. Dort hat er gelernt, ist von Turnier zu Turnier gezogen, hat Freundschaft mit Tom Dorrance und Ray Hunt geschlossen und hat sein Herz für die Quarterhorses entdeckt.

Jean-Claude Dyslis ersten Vorführungen in Europa wurden belächelt

Aus familiären Gründen hat er dann beschlossen nach Europa zurückzukehren und diese Reitweise nach Europa zu bringen. Seine ersten Vorführungen in Europa wurden belächelt. Dann kam seine große Chance, er wurde in Basel auf einer Großveranstaltung eingeladen. Dort durfte er vor den großen Namen des schweizer Pferdesports seine neue Reitweise zeigen.Erst zeigte er, wie sein Hengst in der kalifornischen Zäumung ging mit einer kalifornischen Dressur, dann das gleiche Pferd mit einer Hackamore mit einem europäischen Dressurprogramm und schließlich eine Cutting Sequenz komplett ohne Zäumung am Kopf. Die Masse war beeindruckt, so dass er immer öfter eingeladen wurde und seine Reitweise immer wieder verbreiten konnte.Schließlich wollte er die Quaterhorses auch nach Europa bringen und verschiffte einfach einen Hengst von Amerika nach Europa. Es gibt legendäre Bilder mit Jean-Claude Dysli und dem Pferd auf Deck des Schiffes. Später gründete er dann zusammen mit Magda Bayer-Dysli (seiner damaligen Frau) die Hacienda Buena Suerte in Andalusien. Dort gab er Kurse und lebte zusammen mit seiner Tochter Kenzie und seinem Sohn Raphael, bis zur Scheidung. Sein Ruf als Pferdemann ist legendär und seine Reitkunst beeindruckend, bis zuletzt saß Jean-Claude Dysli auf dem Pferd und ist im Dezember 2013 an Herzversagen verstorben. Ich durfte noch mit ihm telefonieren, kurz vor seinem Tod, weil ich ihn für meine Radiostation interviewen wollte. Leider ist er wenige Tage vor dem Interviewtermin verstorben. Allein das Telefonat war schon sehr charmant, freundlich und beeindruckend.

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten “Ich”, das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am . Setzte ein Lesezeichen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.