Sie sind trittsicher wie Bergziegen und echte Meister am Sprung: die Connemara Ponys aus Irland! Die wendigen Ponys vereinen alle Vorzüge eines “großen” Reitpferds mit der Zähigkeit, Ausdauer und Menschenfreundlichkeit eines Ponys. Das macht sie nicht nur zu beliebten Begleitern im Sport – Connemaras werden bei Jagden, Springprüfungen und in der Vielseitigkeit geschätzt. Sie sind auch für den Freizeitreiter perfekte Familien- und Geländeponys.

Connemaras: Die trittsicheren Springtalente aus Irland

Connemaras stammen aus dem gleichnamigen Gebiet im äußersten Westen Irlands. Eine karge, raue und dünn besiedelte Landschaft. Die Pferde leben und lebten halbwild und sich selbst überlassen und lernten mit widrigen Bedingungen gut klar zu kommen. Deswegen gelten die Ponys als super gesund, maximal trittsicher und sehr robust. Dazu bringen sie eine große Rittigkeit und Vielseitigkeit mit – sie sind richtig gute Partner für Freizeitreiter, die gern ins Gelände ausreiten.

Zuckersüßes Connemara Fohlen von der zauberhaften Alisa Konrad fotografiert

Farbe

Viele Connemaras sind Schimmel. Es sind aber alle Farben vertreten, gerne Falben, Roans oder Isabellen und Palominos. Rappen und Füchse sind selten, Schecken sind nicht erlaubt.

Größe

Connemara-Ponys haben ein Stockmaß zwischen 128 cm und 153 cm.

Aussehen: Kompakt und wohl proportioniert

  • Connemaras haben einen kräftigen, wohl proportionierten Körperbau im Rechtecktyp und eine schöne, geschwungene Oberlinie.
  • Der ausdrucksvolle Kopf ist mittelgroß und trocken, hat eine breite Stirn und große, freundliche Augen. Kiefer und Backenknochen sind kräftig.
  • Der Hals ist mittellang, nicht zu tief angesetzt und bietet Ganaschenfreiheit.
  • Die Schulter ist groß und schräg, der Widerrist ist ausgeprägt. Der kräftige Rücken hat eine gute Sattellage.
  • Die Hinterhand ist muskulös, die Kruppe lang und leicht geneigt.
  • Die Beine sind klar und trocken, haben kurze Röhren und besitzen harte Hufe. Die Gelenke sind tief, die Fesseln mittellang.
  • Viele haben dichte, gewellte Mähnen und Schweife.

Bewegung

Connemara Ponys sind keine besonders spektakulären Beweger – sie haben aber taktklare Gangarten mit einem guten Raumgriff und Schwung und galoppieren gern.

Charakter und Eignung – das perfekte Geländepony

Ruhig, rittig und robust: So ist das perfekte Connemara Pony.

Die Tiere sind freundlich und umgänglich, gleichzeitig nervenstark und haben ein ruhiges Temperament. Sie mögen Menschen und suchen Kontakt.

Außerdem sind sie super wendig, geschickt und zuverlässig. Connemaras gehen gerne vorwärts und sind mutig. Sie bringen einen hohen Arbeitswillen und Leistungsbereitschaft mit.

Weil sie durchaus sportlich sind, kommen sie in diversen Disziplinen zum Einsatz: als Dressur-und Therapieponys, vor der Kutsche und im Freizeitbereich sogar als Westernpferde. Die wahren Stärken der Connemaras liegen aber in ihrer souveränen Trittsicherheit und ihrer großen Freude am Sprung. Das macht sie zu spaßigen Pferden für Springen, Jagden oder die Vielseitigkeit – und zu einem perfekten Geländepferd.

Zwar sind die meisten Connemara-Reiter Freizeitreiter, die Rasse ist aber auch auf Turnieren erfolgreich.

Wegen ihrer Freundlichkeit und Zugewandtheit sind Connemaras auch richtig gute Familienponys.

Bekannt sind sie außerdem für ihre Ausdauer und ihre Härte.

Haltung und Krankheiten

Connemaras sind robust, genügsam und hart im Nehmen – ihre ursprüngliche Aufzucht liegt ihnen im Blut und sie können auch mit widrigen Bedingungen fertig werden. Eine Offenstallhaltung bietet sich für die Ponys aus Irland an. Sie sind genügsam und brauchen nicht viel mehr als einen trockenen Untergrund, ausreichend Bewegung und die Möglichkeit sich vor Zug zu schützen (und natürlich gutes Futter). Connemaras sind ordentliche Futterverwerter – sie gelten als langlebig und gesund.

Es gibt eine Erbkrankheit, die Hoof Wall Separation Disease (HWSD). Dabei zeigt sich bei Fohlen wenige Wochen nach der Geburt eine Instabilität und ein Auf- und Wegbrechen der Hufwand – an allen vier Hufen. Die Krankheit kann von leichten Einschränkungen bis tödlich verlaufen. Damit sie ausbricht, müssen zwei Gene mutiert sein. Bei Tieren mit nur einem veränderten Gen (N/HWSD) bricht die Krankheit nicht aus, sie können sie aber vererben. Es gibt einen Gentest, der sie leicht nachweisen kann.

Zucht und Herkunft: die einzige irische Ponyrasse

Die Ponys stammen aus der gleichnamigen Region Connemara im Westen Irlands. Sie liegt in der Grafschaft Galway, Provinz Connacht. Die Region besteht zum einen aus Heide und Mooren, zum anderen aus über 700 Meter hohen Bergen. Die Landschaft ist karg, wild und unwirtlich.

Connemara sind die einzige irische Ponyrasse. Beeinflusst wurde sie nicht nur durch die Rassen, die mit Händlern und Eroberern nach Irland gelangten. Angeblich retteten sich iberische Pferde an die irische Küste, als Teile der Armada, die spanische Königsflotte, im 16. Jahrhundert vor der Küste sanken – auch ihr Blut soll heute in den harten Connemara fließen. Connemaras waren Arbeit- und Kutschponys der armen Landbevölkerung Irlands: zäh, hart und widerstandsfähig.

Im Jahr 1900 studierte ein Professor der Universität Edingburg die Rasse und kam zu dem Schluss, dass sie unbedingt erhalten werden sollte. Er war beeindruckt von der Stärke, Ausdauer und Leichtfüßigkeit der Ponys – und davon, wie problemlos sie unter den härtesten Bedingungen arbeiteten. Darauf gründete sich 1923 die Connemara Pony Breeders‘ Society, die die Zucht fördert und reguliert. Volblut-, Irish Draught- und Araberhengste wurden in die Rasse eingekreuzt, um Körperbau und Bewegungspotenzial zu verbessern. Auch mit Berber- und Welshhengsten wurde gezüchtet. Seit 1963 ist das Stutbuch geschlossen und es werden nur noch Tiere mit Stammbaum aufgenommen.

In Deutschland kümmert sich die Connemara Pony Interessengemeinschaft e.V. um die Vermarktung der Rasse.

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