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Hufgeschwür

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Der ganze Artikel für dich auf einen Blick

H wie Hufgeschwür

Was ist ein Hufgeschwür

Die Begriffe Hufgeschwür und Hufabszess werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber einen gänzlich anderen Vorgang im Huf.
Während beim Hufgeschwür eine Zersetzung des Horns durch Bakterien stattfindet, bilden sich beim Hufabszess Eiterherde innerhalb der Hornkapsel. Es ist wichtig die Begriffe korrekt auseinander zu halten, da die Ursachen und der Behandlungsablauf sich unterscheiden können.

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Wie entsteht ein Hufgeschwür?

Die 7 häufigsten Ursachen

Die Ursachen für ein Hufgeschwür können ganz unterschiedlich sein.
Die häufigsten Auslöser können sein:

  • unzureichende oder nicht regelmäßige Hufpflege
  • Fehlstellungen
  • schlechte Stallhygiene
  • Schadstoffe im Futter
  • Impfungen/Wurmkuren
  • Medikamente
  • giftige Pflanzen

Unzureichende oder nicht regelmäßige Hufpflege

Werden die Hufe eines Pferdes nicht in regelmäßigen Abständen fachgerecht bearbeitet, können sich in der Sohle Wülste und Unebenheiten bilden, unter denen sich Bakterien ansiedeln und dort anfangen das Horn zu zersetzen. Häufig findet man Hufgeschwüre unterhalb einer sich über die Sohle
schiebenden Eckstrebe oder im Bereich vor der Strahlspitze.

Fehlstellungen

Fehlstellungen können die Entwicklung von Hufgeschwüren begünstigen, da sich durch die unregelmäßige Abnutzung des Hufhorns leicht Eintriffspforten für Bakterien entwickeln zum Beispiel bei Zwanghufen.

Schlechte Stallhygiene

Steht ein Pferd viele Stunden am Tag auf schmutzigen Böden haben Bakterien leichtes Spiel. Im Pferdemist bildet sich schnell Ammoniak, der das Sohlenhorn der Pferde angreift. Das Horn wird weich und bröselig und bietet damit keinen ausreichenden Schutz mehr. Häufig wird davon ausgegangen, dass matschige Böden ebenfalls schnell zu Hufgeschwüren führen können. Einem gesunden und intakten Huf machen ein paar Stunden Matsch jedoch nichts aus.

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Schadstoffe im Futter, Impfungen, Medikamente und giftige Pflanzen

Die oben genannten Ursachen lassen sich zusammenfassen, da der Vorgang sehr ähnlich ist. Auf den ersten Blick scheint ein Zusammenhang von Futter, Medikamenten oder giftigen Pflanzen nicht ganz schlüssig zu sein mit den Vorgängen im Huf. Der Huf dient dem Pferd in vielerlei Hinsicht. Neben der Tragfähigkeit und der Unterstützung des Blutkreislaufs, entgiften viele Pferde Schadstoffe über die Haut und/oder über die Hufe.

Ist dies der Fall, sollte ein Blick auf die Fütterung geworfen werden. Wurde das Futter umgestellt, bekommt es ein Zusatzfuttermittel das nicht gut vertragen wird? Wie sehen die Weiden aus? Vielleicht wurde dem Pferd kürzlich ein Medikament eine Impfung oder eine Wurmkur verabreicht? Normalerweise entgiften Pferde so wie wir Menschen über die Leber und die Niere. Sind diese Organe jedoch am Anschlag, werden Schadstoffe auch über die Haut bzw. Hufe ausgeschieden.

Am besten berätst du dich in solchen Fällen mit einem Tierarzt oder Heilpraktiker der Vorschläge für eine Entgiftungskur machen kann.

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Was kann ich tun um Hufgeschwüre zu vermeiden?


Werden die Hufe deines Pferdes fachgerecht bearbeitet und das in regelmäßigen Abständen (4 – 6 Wochen) ist das schon die halbe Miete. Die Hufe bleiben dann für gewöhnlich schön in Form und sich anbahnende Probleme können frühzeitig erkannt und behandelt werden.


Neben dem auskratzen kannst du die Hufe deines Pferdes auch gern mit einer Apfelessig-Wasser-Mischung auswaschen oder ausbürsten. Der Essig wirkt antibakteriell und sorgt dafür, dass Bakterien sich nicht mehr wohlfühlen.


Die Gaben von Medikamenten oder Wurmkuren kann man oft nicht vermeiden. Wenn du aber weißt, dass dein Pferd empfindlich reagiert, kannst du es mit einer Zugabe von bestimmten Kräutern stärken und gut durch diese Zeit begleiten. Hierzu lässt du dich am besten vom Tierarzt oder Tierheilpraktiker deines Vertrauens beraten.

Sarah und Winni

Sarah Barwinski liebt Hufe und widmet sich schon seit vielen Jahren der Hufbearbeitung. Ihre Ausbildung hat sie bei den verschiedenen Hufsystemen gemacht und verbindet so das beste Wissen aus den verschiedenen Welten. 

Sie ist selbst Pferdebesitzerin und hat sich ursprünglich das Thema „Hufpflege“ für ihr eigenes Pferd und dessen komplexe Hufe erarbeitet. Aus der Liebe wurde ein Beruf, den sie heute bei ihren verschiedenen Kundenpferden mit ganz viel Herzblut ausübt.

Sarah Barwinski

Die Autorin des Artikels

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Feines Pferdewissen für Pferdefreunde

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