Boulonnais

Der Boulonnais ist ein elegantes Kaltblut aus der Picardie in Frankreich.

Größe

Der Boulonnais erreicht ein Stockmaß zwischen 1,50 und 1,70 Metern.

Farbe

Es gibt überwiegend Schimmel.

Körperbau

Der Boulonnais ist ein schwerer, aber auch eleganter Kaltblüter. Es werden zwei Typen unterschieden: Der große Boulonnais, ein Arbeitspferd für die Landwirtschaft, und der kleine, der für die Fischhändler im Einsatz war.

  • Er hat einen feinen, edlen Kopf mit lebhaften und wachen Augen.
  • Der Hals ist stark bemuskelt und besitzt eine gewölbte Oberlinie.
  • Die Schultern sind stark, der Widerrist mündet in einem geraden Rücken mit stabiler, starker Kruppe.
  • Die muskulösen Gliedmaßen sind trocken mit starken Gelenken.
  • Die Hufe haben nur wenig Behang.
  • Der Boulonnais hat seidiges Fell und eine Doppelmähne.

Die Rasse besitzt einen raumgreifenden Schritt.

Art und Wesen: Gutmütig und temperamentvoll

Der Boulonnais ist ein gutmütiges Pferd mit großem Leistungswillen und durchaus lebhaftem Temperament. Er besitzt eine große Ausdauer, aber auch Ruhe und Nervenstärke.

Die Rasse wird als Fahr- und Zugpferd genutzt – gerade der kleine Boulonnais hat sich auf langen Trabstrecken bewährt. Wegen seiner Massigkeit wird er aber auch als Fleischlieferant gezüchtet.

Zucht

Die Geschichte der Rasse lässt sich bis ins römische Reich zurückverfolgen. Caesars Armee lag bei Boulogne und so wurden wohl bereits damals arabische Hengste mit den schweren Stuten der ansässigen Bauern gekreuzt. Im 14. Jahrhundert wurden Boulonnais als Kriegspferde genutzt und weitere Rassen eingekreuzt: Dominant waren dabei die Araber und die Spanier. Mit dem Körper eines Kaltbluts und dem Gang und Temperament eines Warmbluts wurde die Rasse als Artilleriepferd gern genutzt. Das Stutbuch wurde 1886 eröffnet – geführt wird es vom Syndicat des Eleveurs du Cheval Boulonnais. In der Zucht kommt der Boulonnais heute als Veredler zum Einsatz.