Altmärkisches Kaltblut

Das Altmärkische Kaltblut ist ein mittelgroßes Kaltblut, das vor allem als Arbeits- und Kutschpferd zum Einsatz kam und kommt.

Größe

Das Altmärkische Kaltblut hat ein Stockmaß zwischen 158 und 165 Zentimetern.

Farbe

Es gibt Braune, Füchse und Rappen, aber auch Rapp-, Braun- und Fuchsschimmel.

Körperbau

Das Altmärkische Kaltblut ist mittelgroß und stark bemuskelt.

  • Es hat einen ausdrucksvollen Kopf mit großen Augen und geradem Profil.
  • Der kräftige, gut angesetzte Hals sitzt auf schrägen Schultern.
  • Die Kruppe ist lang, die Gliedmaßen trocken mit harten Hufen.

Charakter und Talente

Das Altmärkische Kaltblut besitzt ein ruhiges, gutmütiges Wesen, kann aber wach und energisch sein, wenn es dem bedarf. Die Rasse ist robust, hart und vielseitig. Schritt und Trab sind qualitätsvoll. Das altmärkische Kaltblut ist ein Arbeitspferd, das früher in der Landwirtschaft und heute vor der Kutsche eingesetzt wird.

Geschichte und Zucht

Die Geschichte des Altmärkischen Kaltbluts hat ihren Ursprung in der Altmark in Sachsen-Anhalt im 19. Jahrhundert. Für die Landwirtschaft sollte ein starkes Zugpferd gezüchtet werden. Englische Kaltblüter wie Clydesdales und Shire Horses sowie Percherons und später belgische Kaltblüter bilden die Ahnen der Rasse. Sachsen wurde zu einem bedeutenden Kaltblutzuchtgebiet. 1904 wurde die Altmärkische Pferdezuchtgenossenschaft gegründet. Nach dem zweiten Weltkrieg sank die Nachfrage an Arbeitspferden. Die Rasse war vor dem Aussterben bedroht. Heute gehören zur Zuchtregion auch Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.