Ponyliebe beim Training

Kay Laurence: It‘s not about training impressive behaviours, it’s about impressive training of behaviours

⏱️

Der ganze große Artikel für dich auf einen Blick

Ponyliebe beim Training

Ein Gastbeitrag von Ann-Christin von Ponyliebe:

Bitte was?

“Es geht nicht darum eindrucksvolles Verhalten zu trainieren, sondern darum, eindrucksvoll das Verhalten zu trainieren!”

Ein vielleicht nicht ganz einfach zu verstehendes Zitat, das für mich aber den Kern der Arbeit mit Pferden darstellt. Ich selbst komme aus der Clickerfraktion. Ich trainiere mein Pferd also mittels positiver Bestärkung. Diese Trainingsweise ist bei nahezu allen Menschen verknüpft mit Zirkuslektionen, wie dem Steigen, dem Kompliment oder dem Hinlegen.

Klar, das sind schicke Kunststückchen, die viel hermachen. Und die, wenn man dem Internet glaubt, heutzutage ja praktisch jedes Pferd beherrschen muss, um vollständig ausgebildet zu sein.

Mein Pony kann sie alle nicht. Denn für mich geht es beim Training nämlich nicht um nach außen wirkende, große Kunststücke, sondern um die Beziehungsarbeit, das Aufbauen einer gemeinsamen Basis, die unerschütterlich ist und aus der die großen Dinge resultieren, weil sie einfach irgendwann und ohne Zwang von selbst angeboten werden.

Freiarbeit auf dem Feld

Die Zusammenarbeit mit dem Pferd ist in erster Linie eine Grundlagenarbeit.

Ich möchte mein Training so aufbauen, dass ich mit meinem Pferd mit feiner Körpersprache kommunizieren kann, dass ein kleines, leises Stimmsignal ausreicht. Ich möchte eine Spannung zwischen dem Pferd und mir haben, die greifbar ist, aber nicht zwingend benennbar.

Freiarbeit mit Isländer

Mein größtes Glück liegt in der freien Arbeit, bei der wir miteinander harmonieren. Einen Pas-de-deux tanzen, ohne, dass ein Außenstehender die Hilfen erkennt. Ähnlich wie beim Ballett tanzen wir geschmeidig, mit einem leisen Lächeln auf den Lippen über die Wiese, sind gemeinsam eins und lassen uns von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen.

Romantischer Sonnenuntergang

Dabei brauche ich keine Zirkuslektionen, um in Juchzen auszubrechen, sondern ich erfreue mich daran, dass das Pony meinem leisen Schulterdrehen mit einer Innenstellung antwortet und daraus heraus versammelt angaloppiert.

Nun, das mag nicht sehr eindrucksvoll klingen. Aber es zeigt, dass wir eindrucksvoll trainieren – denn einfach ist es nicht, vor allem dann nicht, wenn es einfach aussieht.

  • Trau dich für dich zu arbeiten und nicht für Andere.
  • Lerne zu akzeptieren, dass es immer Neider und Besserwisser geben wird, die aber überhaupt nicht wichtig sind.
  • Was zählt ist dieses feine, zarte Band zwischen deinem Pferd und Dir!

Kuscheln mit dem Pferd

Wer mehr über das Clickertraining erfahren will, darf gerne bei Ponyliebe vorbeischauen und sich vielleicht ja auch inspirieren lassen für die eigene Arbeit.

Text: Ann-Christin von Ponyliebe.com
Fotos: Ann-Christin von Ponyliebe.com

Ponyliebe beim Training

Der Zitategeber – Kay Laurence:

Kay Laurence, die sich auf Hunde spezialisiert hat, ist eine der besten Clickertrainerinnen weltweit. Ihr Ziel ist es, dass Mensch und Tier harmonisch miteinander leben und der Mensch beginnt, das Tier und dessen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Mit viel Liebe und Engagement hat sie neue Standards im Clickertraining gesetzt und es sich zur Aufgabe gemacht, ein neues Miteinander zu vermitteln.

LESETIPPS – Hier findet ihr noch mehr spannende Bücher zum Thema Clickern*

Kay Laurence: It‘s not about training impressive behaviours, it’s about impressive training of behaviours 1

Kay Laurence: It‘s not about training impressive behaviours, it’s about impressive training of behaviours 2

Kay Laurence: It‘s not about training impressive behaviours, it’s about impressive training of behaviours 3

Hat dir dieser Artikel weitergeholfen? Oder findest du, dass ihn deine Pferdefreunde unbedingt lesen müssen?  

Teile ihn gerne weiter:

Was denkst du über dieses Thema?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.