Kursbericht: Sandra Schneider! Die Trainerin kennst du von der Vox-Serie „Die Pferdeprofis“*. Gemeinsam mit Bernd Hackl löst sie Problemfälle und trainiert die Pferde. Da ist sie sehr umstritten. die einen lieben sie, die anderen nicht. Ich wollte wissen, wie sie wirklich ist und habe deswegen einen Kurs bei ihr besucht. 

HIER gibt es übrigens einen Online-Kurs der Pferdetrainerin zum Thema „Richtig Verladen“ mit vielen Videos, Fact Sheets und Infos – sowie Tipps und Tricks

Sie trainiert aber nicht nur für die Fernsehkameras Pferde und ihre Problembesitzer, sondern macht genau das auch in Kursen auf ihrem Hof. Sie bringt dir in wenigen Schritten bei, wie du dein Pferd zufriedener und gelassener trainieren kannst. Sandra hat immer die Ruhe weg und nimmt sich für jeden Schüler Zeit. Sie hat eine positive Ausstrahlung und PRIIIIMAAAAAt natürlich auch in ihren Kurs. Das kann man lieben oder nicht, aber sie hat einen klaren, sanften und feinen Umgang mit den Pferden und das mag ich sofort.

Körpersprache

Pferde besser verstehen

Die Überschrift die über allem steht was Sandra Schneider macht: Pferde besser verstehen!

Banner Sandra Schneider Juni 2015

Ihr Motto: Wenn wir die Pferde schon dazu bringen Dinge für uns zu tun, die eigentlich gegen ihre Natur als Fluchttiere sind:

  • Wie Hufe geben – also auf 3 Beinen stehen
  • Jemanden auf ihrem Rücken dulden –  es könnte ein Raubtier sein
  • Im Kreis rennen – sinnlose Energieverschwendung

Dann müssen wir ihnen das Leben als Dank dafür so artgerecht wie möglich gestalten. Horsemanship ist für sie ein Weg und eine Einstellung, keine spezialgerätebasierte Superdisziplin und Horsemanship lässt sich nicht an einem Tag lernen.

Deswegen war das gesteckte Ziel für mich bei diesem Kurs: Neue Einblicke bekommen, die ich mit nach Hause nehmen kann und natürlich mehr Wissen und Erfahrung. Außerdem will ich mir ein eigenes Bild von der Pferdetrainerin machen. Es ärgert mich regelrecht, wie Bernd Hackl und Sandra Schneider immer wieder aufgrund der Serie im Fernsehen beurteilt werden.

Denn ich finde es – als Medienmacherin – ein bisschen naiv, Pferdetrainer afgrund eines UNterhaltungsformates in VOX zu beurteilen. Klar ist, dass die Produktionsfirma auf Spannungsbogen und Sensation schneidet – nicht auf Wissen und Lernerfahrung. Darum geht es bei einem solchen Format. Wissensinhalte, Infos und getauschte Kappzäume werden da einfach nicht immer gezeigt. Ich finde, dass wir uns immer ein Bild vor Ort machen sollten, bevor wir urteilen. Deswegen sind wir auch ins Auto gestiegen und zu Sandra gefahren.

Pssst – Sandra trägt übrigens auch unser Fairtrade Bio Fashion Shirt HORSE bei den Vox Pferdeprofis:

Pferdeseele und Pferdekommunikation

Der Rosenhof ist ein schönes Stückchen Land, mit Koppeln, Paddock-Boxen und bunt gemischten Pferdeherden. Wir sind herzlich begrüßt worden und nach einem Kaffee in der gemütlichen Pferdestube und einer Runde Theorie über Körpersprache, Pferdeseele und Pferdeverhalten, ging es los.

Sandra hat uns mit vier ihrer Schützlinge arbeiten lassen, die alle als Problempferde zu ihr gebracht wurden und sich doch sofort auf uns und unsere Körpersprache eingelassen haben.

Es überrascht und berührt mich, dass Pferde immer wieder Vertrauen zum Menschen fassen, obwohl dieses Vertrauen doch bei manchen Tieren teilweise schwer enttäuscht wurde. Das ist ein großes Geschenk!

Der Kurs in Einzelschritten

Schritt 1: Pferde von der Koppel holen

Sandra kuschelt erstmal

„Pferde von der Koppel holen“ funktioniert bei VOX Pferdeprofi Sandra Schneider anders als ich das von den meisten Reitern kenne. Die Pferde wissen Sandras Art zu schätzen. Denn sie kamen beim Anblick von Sandra gleich Richtung Gatter gelaufen.

Warum?

  • Weil sie die Pferde erst einmal ausgiebig krault bevor sie sie zur Arbeit abholt. Dabei checkt sie parallel wie es den Pferden geht, wie die Stimmung an diesem Tag ist.
  • Die Pferde wiederum lernen, dass Arbeit mit Sandra Spaß macht, dass der Mensch nicht nur immer nimmt, sondern auch gibt und dankbar ist für die Zusammenarbeit.

Diese Dankbarkeit merkt man Sandra die ganze Zeit an. Sie nimmt nichts selbstverständlich, bedankt sich immer wieder mit Lob und Liebe bei den Pferden, sobald sie ihr etwas geben, sei es Aufmerksamkeit oder eine schöne Ausführung der gewünschten Aufgabe.

Check für Dein Pferd: Immer richtig ausgiebig kraulen, bevor das Halfter und der Führstrick festgeschnallt werden. 

Schritt 2: Herde beobachten statt lostrainieren

Pferdeherde in der Halle

Die kleine Pferdeherde durfte dann in der Halle erst einmal rennen und wir sollten anhand der Art wie sie miteinander umgehen lernen, wer das sagen hat und vor allem, wie Pferde diese Rangordnung untereinander kommunizieren.

Wer schubst wen? Welches Pferd schützt vielleicht auch ein anderes? Welches Pferd wird nie weitergetrieben und auf wen achten die Pferde am meisten? Daraus lassen sich zwei bahnbrechende Erkenntnisse ableiten:

  1. Wer schubst, hat das Sagen
  2. Wer unklar ist in seinem Verhalten, hat keine Ahnung. Dem sollte man besser nicht folgen.

Wenn ich also unsicher auf das Pferd zugehe oder meine Grenzen nicht zu wahren weiß, dann bin ich in den Augen des Pferdes nicht verantwortungsbewusst. Also denkt sich das Pferd: Die weiß offenbar nicht, was sie tut, dann entscheide ich lieber selbst.

Sandra Schneider erklärt

Check für Dein Pferd: Immer konsequent sein! Nie Korrektur von falschem Verhalten scheuen und immer nur dann belohnen, wenn das Pferd etwas richtig gemacht hat. Denn dann bist Du ein verantwortungsbewusster und guter Chef. Dann begibt sich Dein Pferd gerne in Deine Verantwortung und fühlt sich sicher. Es will keine eigenen Entscheidungen mehr treffen, weil es Dir vertraut und gerne folgt.

Schritt 3: Haltung und Körpersprache

Petra und die Fuchsstute

Als nächstes kommt der Führstrick an die Reihe. Wir sollten uns ein Pferd aussuchen, das uns persönlich spontan anspricht. Weshalb wir uns eine schüchterne aber trotzdem aufmerksame Fuchsstute aus der Menge geschnappt haben. Jeder Teilnehmer sollte das Pferd an der langen Leine führen und mit Körpersprache einladen, stoppen und zum Folgen auffordern.

Die Stute war sehr aufmerksam und hat uns dankbar mit ihren Augen verfolgt. Nach einer kleinen „Hallo“-MASSAGE-Runde, habe ich sie dazu aufgefordert mir zu folgen, bei durchhängendem langen Führstrick. Durch mein Vorlehnen und selbstbewusstes Voranschreiten fühlte sich die Fuchsstute zum vorwärts gehen aufgefordert, durch mein Stehenbleiben zum Halt und dann ging sie sogar durch das Rückwärtslehnen mit mir rückwärts. Unglaublich fein!

Aber ich musste mir das erarbeiten, mit Geduld und Aufmerksamkeit!

Denn in den wenigen Minuten vorher tänzelte sie noch um uns herum und versuchte uns zu beknabbern. Jedes Mal, wenn sie Anstalten in diese Richtung machte, zeigten wir ihr durch das sanfte Wegschieben des Kopfes, dass sie nicht knabbern soll.

Ab diesem Zeitpunkt war sie absolut folgsam und ganz aufmerksam in ihren Reaktionen. Das alles passierte noch mit Führstrick.

Danach sollten wir die Pferde tauschen, um unterschiedliche Charaktere kennenzulernen und tatsächlich war unser nächstes Schulpferd, eine Schimmelstute, mit einem deutlich stureren Charakter ausgestattet.

Folgen? Nö! Blöd!

Aufmerksam mitgehen? Grummeliger Gesichtsausdruck

Wie, du willst mir nicht den Hals kraulen? Pa! Dann zeig ich dir mal, wer die Chefin ist!

Das war in ungefähr der Monolog, den die Stute mit uns ausgetragen hat, während wir mit ihr fein durch die Halle kommunizieren wollten. Von Verbindung konnte keine Rede sein. Ruhig stehen, während Sandra Schneider etwas erklärte war eher schwierig, wegdrängeln gehörte für sie zur Tagesordnung.

Spieglein an der Wand

HIER gibt es übrigens einen Online-Kurs der Pferdetrainerin zum Thema „Richtig Verladen“ mit vielen Videos, Fact Sheets und Infos – sowie Tipps und Tricks

Spieglein, Spieglein an der Wand

Natürlich haben wir auch sie immer wieder zurückgerichtet, ihr gezeigt, dass sie nicht knabbern und drängeln soll. Auch wenn wir bei ihr deutlich öfter die Grenzen zeigen mussten, hat sie sie nach und nach akzeptiert. Wenn auch sehr missmutig.

Aber die Stute war eine gute Lehrmeisterin. Sie hat mir gezeigt, wie sehr Pferde das eigene Verhalten spiegeln. Einmal war ich für einen Moment unsicher und dachte wirklich: Diesmal geht sie bestimmt nicht weg, wenn ich will, dass sie mit der Hinterhand weicht. Und tatsächlich: Sie hat sich keinen Millimeter bewegt.

Der Grund: Weil ich mit zu wenig innerer Haltung auf sie zugegangen bin. Ich war nicht glaubwürdig und das hat sie sofort gespürt. Also: Einmal tief durchatmen, an den eigenen Erfolg glauben und ganz sicher denken, dass sie genau das machen wird, was ich von ihr will.

Und: Die Hinterhand wich ganz weich ein paar Schritte weg.

Schritt 4: Folge mir!

Ich sollte die freilaufende Herde in der Halle bewegen und mir ein Pferd aussuchen, das ich dazu bringen sollte mir zu folgen, freiwillig und ohne Führstrick. Wohlgemerkt: Von der Herde weg. Allein durch eine einladende Körperbewegung.

Ich bin also todesmutig auf die sture Schimmelstute zugestapft (man sucht sich ja seine Herausforderungen), habe eine einladende Bewegung mit der Schulter gemacht und darauf gewartet, dass sie mich „fragt“ ob sie zu mir kommen darf.

Check für Dein Pferd: Das Pferd „fragt“, in dem es stehen bleibt oder ein Ohr oder sogar den ganzen Kopf in Richtung des Kommunikationspartners lenkt und damit sagt: Schau, ich stehe still und bin ganz freundlich, ich will mich gerne anschließen – darf ich?

Und der Kommunikationspartner sagt dann: Gerne! …in dem er ruhig und entspannt da steht und einladend mit der Schulter „winkt“ und sich leicht eindreht.Und tatsächlich, der Moment kam. Tatsächlich ist sie dann ein paar Schritte mitgelaufen… bevor Sandra und die Herde dann doch wieder interessanter wurden als ich. Aber diese zwei oder drei kleinen Schritte, waren mein Geschenk des Tages.

Check für Dein Pferd: Jedes Pferd ist anders. Das eine zeigt Dir seine Zugewandtheit, in dem es Dir folgt, das andere vielleicht nur durch das einklappen des Ohres. Beides ist gleich wertvoll. Du musst zuhören, wenn Dein Pferd mit Dir redet. Das tun sie tatsächlich und sehr deutlich. Da sie aber über Körpersprache kommunizieren, können ihre Fragen, ihre Beschwerden und ihre positiven Kommentare leicht übersehen werden. Entweder, weil man sie nicht sehen will oder weil man noch nicht die Erfahrung hat sie zu sehen und zu deuten.

Schritt 5: Wellness, Baby!

Massage Ruecken

Die letzte Aufgabe des Tages war eine Massagerunde. Und wenn ihr jetzt denkt, dass wir Kursteilnehmer als Lohn für unsere Konzentration eine Massage bekommen haben, habt ihr weit gefehlt. Leider. Sandra Schneider hat uns gezeigt, wie wir die Pferde massieren können, um ihnen Verspannungen zu nehmen.

Außerdem konnten wir an verschiedenen Pferderücken im Vergleich erfühlen, wann ein Pferd eine lockere und gute Muskulatur hat und wann nicht. Gute Massagepunkte sind der Hals und der Rücken.

Weil ich denke, dass man das gut bebildern muss, damit man nichts falsch macht, beschreibe ich hier die Massagetechnik nicht genauer. Aber auf jeden Fall steht auch die Massage vor jeder Reitstunde jetzt auf dem inneren Stundenplan.

Fazit – Kurs bei Sandra Schneider

Ich kann ihren Kurs empfehlen und würde und werde definitiv wieder kommen für weitere Kurse.

Kennst du Trainer, die du besonders empfehlen würdest? Oder Kurse oder Bücher, die dir wunderbare neue Erkenntnisse gebracht haben? Neues Wissen? Dann schreib mir unbedingt einen Kommentar. Ich freue mich auf dich und deine Tipps!

Sandra Schneider mit Petra und Tom

Pferd-Mensch-Kommunikation ist ein weites Feld und man kann viel Falsch machen. Aber man kann auch viel richtig machen und von Experten wie Sandra Schneider lernen. Sandras Buch ist übrigens auch so eine lehrreiche und berührende Erkenntnisquelle. Hier gibt es einen ausführlichen Artikel dazu.

Pssst – Sandra trägt übrigens auch unser Fairtrade Bio Fashion Shirt HORSE bei den Vox Pferdeprofis:

Autor: Petra Haubner

Pferde machen glücklich. Sie sind unsere Lehrmeister, auf dem Weg zu dem besten "Ich", das wir werden können. Daran glaube ich fest. Es ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und lernen sie zu verstehen. Dann schenken sie uns besondere Momente. Diese Momente machen süchtig. Im echten Leben bin ich professionelle Journalistin. Das versuche ich hier in die Welt der Pferde zu übertragen. Ich schreibe die Artikel, führe die Interviews und besuche die Kurse für mehr Pferdewissen. Mein Mantra: Sei ein sicherer Ort für das Pferd.

18 Kommentare zu “Priiimaaa Horsemanship! Pferde mit einfachen Schritten glücklich machen

  1. Tanja sagt:

    Huhu 🙂 mal wieder eine interessante Seite gefunden *auf die Leseliste pack*.
    Ich hab mich die letzten Jahre viel mit nht ala parelli etc beschäftigt. Diverse Ansätze sind auch wirklich schön und für uns Menschen gut zu erlernen. Allerdings bin ich von der Vorstellung des Herdenführers ganz weit wieder abgekommen, nicht zuletzt deswegen, weil sowas wie eine Herdenbildung zwischen Pferd und Mensch garnicht erwiesen ist. Auch gefällt mir die Idee des Druckaufbaus und der Korrektur nicht.

    Ja, als reiterschüler lernt man nur, dass das Pferd einem gehorchen muss usw. Aber ich will das nicht. Meine Vorstellung eines schönen Miteinanders sieht so aus, dass das Pferd wirklich mit Freude mit mir geht und gespannt wartet was tolles passiert.

    Dies wiederum habe ich erst durch das clickertraining erfahren. Auch hier benötigt man absolute Konsequenz und ein klares Bild vor Aufen, was man möchte, verzichtet aber so gut wie möglich auf Korrekturen und lobt das richtig gemachte. Die Antwort der Ponys darauf ist eine tolle Motivation und ganz neue Lernerfahrungen und -erfolge.

    Das schönste daran ist, dass das Pferd selbst die lerngeschwindigkeit mitbestimmen kann und wir als Menschen richtig feines Gefühl entwickeln für recht und unrecht.

    Insofern, ein Weg darf lang sein, solange man den richtigen einschlägt 🙂

    Alles liebe und bis bald (wenn ich wieder lesen komm :D)

  2. Petra sagt:

    Liebe Tanja, wie schön – ich freu mich total, dass Du uns auf Deine Leseliste gepackt hast. Das Clickertraining ist mir auch schon über den Weg gelaufen. Es scheint einige Pferdemenschen zu geben, die damit ganz tolle Teamarbeit mit ihrem Pferd entwickeln konnte. Die innere To-Do-Liste, was ich alles lernen will, wird immer größer – aber ich freue mich darauf, auch das Clickern irgendwann einmal auszuprobieren. Wie lange machst Du das denn schon? Ich persönlich glaube, dass dieses ganze Leittierding sicher von manchen überbewertet wird, aber die Theorie, dass Pferde einen Menschen wollen, der klar und eindeutig ist, weil sie das aus ihrer Welt und ihren Instinkten kennen, scheint mir nicht ganz unlogisch. Also nicht hier mit Dominanz durchsetzen und Dauerkorrigieren. Ich glaube auch, dass Lob viel besser funktioniert und der schönere Weg ist. Aber ich glaube schon auch, dass wir sagen müssen, was wir nicht wollen, weil das Pferd sonst kein Vertrauen hat und uns nicht so gerne anvertrauen will, wenn wir selbst nicht wissen, was wir wollen. Vermutlich hast Du beim Clickern auch klare Vorstellungen, was Du willst und lässt Dich auch nicht wegdrängen oder beknabbern? Aber lobst eben dann, wenn es etwas gut gemacht hat? Oder ignorierst Du dann "schlechtes" einfach? So beschreibst Du das zumindest und das klingt in meinen Augen sehr spannend und interessant. Ich freue mich auf Deinen nächsten Besuch hier und mehr über das Clickern zu erfahren. Alles Liebe und herzlich willkommen, Petra

  3. Tanja sagt:

    Hallo Petra 🙂 Meiner Meinung nach geht’s in Sachen Dominanzfrage und klare Aussagen treffen eben um ganz was anderes. Das Pferd braucht klare Aussagen und klare Konsequenzen und das ist der Punkt. Ein Mensch, der einmal das und morgen das andere im gleichen Kommando will. Also heute gut, morgen schlecht, ist für ein Pferd unberechenbar und demnach auch nicht vertrauensvoll.

    Das ist ja mitunter unser (Menschen) größtes Problem. Heute mögen wir scharrende Hufe nicht, morgen finden wir das süß und schieben ein Leckerli ins Mäulchen (überspitzt ausgedrückt).

    Was ungewollt ausgeführte Übungen angeht, ist es tatsächlich so, dass ich diese einfach ignoriere. Hierfür gibts kein Lob, also wird es zukünftig seltener ausgeführt, irgendwann dann garnicht, weil es zu nichts führt.

    Das schwierige am Clickern für mich ist eben, dass ich bis dahin immer auf Druck und Strafe gearbeitet hab, wie man es eben beigebracht bekommt.

    Wenn du Interesse hast, such dir mal im Internet eine gute Erklärung über die Lerntheorien. Da entstehen ganz ganz viele aha-Effekte 🙂

    Ich freu mich drauf, mehr von dir zu lesen!

    Ganz liebe Grüße, Tanja

    • Petra sagt:

      Guten Morgen Tanja,
      das sehe ich genauso wie Du. Wie kann ich beim Führen erlauben, dass mein Pferd mich hin- und herzerrt und dann erwarten, dass es im Roundpen plötzlich absolut fein und aufmerksam reagiert? Das ist sogar mir absolut unlogisch, wie soll es da dem Pferd logischer sein.

      Ungewollte Übungen einfach ignorieren finde ich eine gute Idee und viel motivierender dann anschließend über Lob zu arbeiten und alles andere einfach nicht wahrzunehmen. So macht es meine neue Trainerin, bei der ich seit einigen Wochen BodenarbeitUnterricht nehme. Da wird viel gelobt und gestreichelt, sobald der richtige Schritt in die richtige Richtung funktioniert. Aber wenn sie ein "Problem"Pferd hat, das sie überrennen will oder gar nicht zuhört, dann tippt sie auch heftiger mit der Gerte, bis ihr das Pferd zuhört. Was ja eine Form von Druck ist. Die aber in diesem Moment richtig wirkt. Denn wer den anderen bewegt ist in der Pferdewelt zumindest der bedeutsamere.

      Was machst Du, wenn Dein Pferd zum Beispiel Dich wegdrängelt? Oder sich weigert mitzukommen oder nicht vom Schritt in den Trab will? (alles erlebt mit Reitschulpferden) Dann kommt immer die Ansage, dass man sich durchsetzen muss, treiben muss und wenn nötig heftiger. Oder das Pferd an die Position zurückdrängen muss, von der es weggedrängelt hat. Da bin ich dann immer unsicher, denn es scheint mir logisch, dass ich mir zum Beispiel das drängeln nicht gefallen lassen darf.
      Beim Treiben mit heftiger Gerte bin ich von meinem Bauchgefühl her dagegen. Ich will die Gerte nicht "fetzen" lassen, wie mir dann zugerufen wird. Ich mache es auch nicht. Mir scheint das einfach nicht gerechtfertigt und ich frage mich dann immer, ob das Pferd nicht einen guten Grund hat für seinen Unwillen. Andererseits wird einem ja immer wieder gesagt, dass man sich durchsetzen muss. Das ist sehr schwierig, finde ich. Ich frage mich in solchen Momenten immer, ob das Pferd mich nun respektiert oder ob es schlicht resigniert, weil es merkt, dass es keine Chance hat. Wann ist "Durchsetzen" "Durchsetzen" und wann ist es schon "Druck" und "Strafe". Um so länger ich mich damit beschäftige, umso mehr Fragen habe ich in meinem Kopf. Ging Dir das auch so?

      Jetzt gehe ich aber erst mal im Netz nach Lerntheorien recherchieren 🙂

      Danke für den Hinweis und hab einen schönen Tag, Petra

  4. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    ich bin über chevalie hier auf deinem Blog gelandet und wie du in der Situation, dass ich einen Absetzer zu mir genommen habe. Mein Mini-Shetty ist nun zwei Jahre alt. Ich finde deine Seite immer wieder interessant.

    Eigentlich hast du die Fragen oben an Tanja gestellt, aber vielleicht darf ich ja auch was dazu schreiben. Ich arbeite mit meinem Mini-Shetty nämlich bisher so gut es geht ausschließlich mit der positiven Bestärkung und Clickere dafür eben auch. Danken tut mir mein Pony das damit, dass er meistens an den Zaun galoppiert kommt, wenn ich komme und dann gleich sein Köpfchen ins Halfter streckt sobald ich im Zaun bin.

    Vielleicht kann ich dir mal beschreiben wie ich mit dem Wegdrängen und Führen bei meinem Pony vorgegangen bin. Ich hatte anfangs das Problem, dass mein Pony sehr dicht zu mir kommt und sich gerne an mich schmiegt. Jetzt könnte man sagen, dass das respektlos ist, meiner Meinung nach suchen Pferde einfach körperliche Nähe wenn sie jemanden mögen. Sie wollen gekrault werden und zwischen zwei Pferden ist das ja auch kein Problem. Jetzt sind wir Menschen halt etwas zerbrechlicher und selbst bei einem Mini-Shetty ist es nicht ganz so lustig, wenn er das macht. Also habe ich ihm erst Mal beigebracht Abstand zu halten. D.h. ich habe ihn immer gelobt, wenn er Abstand hatte. Anfangs hat es mir gereicht, wenn er etwas den Kopf weggedreht hat, dann habe ich irgendwann nur noch gelobt, wenn er den Kopf deutlich von mir weggedreht hat und dann habe ich irgendwann nur noch dann gelobt, wenn er einen Schritt von mir weggetreten ist. Mittlerweile haben wir ein Signal und wenn er mir zu Nahe kommt, dann gebe ich das und er geht ein paar Schritte weg. So hat er schnell begriffen, dass Abstand halten auch etwas positives sein kann. Mittlerweile klappt das auch beim Führen richtig gut. Er bleibt entspannt ein Stück von mir weg und korrigiert sich mittlerweile von alleine, wenn er nicht in der von mir gewünschten Position ist, da muss ich tatsächlich gar nichts machen, der Strick hängt die ganze Zeit durch.
    Ich habe hier also die Sichtweise umgedreht, ich habe nicht korrigiert was ich nicht haben will, sondern trainiert was ich gerne haben möchte. Dadurch ist das Thema Abstand halten total positiv besetzt bei ihm.

    Gerade junge Pferde sind teilweise aber eben auch mal recht rüpelig. Sie versuchen mit uns Menschen so zu spielen wie mit ihren Pferdekumpels. Das halte ich natürlich nicht aus und dann habe ich es einfach so gemacht, dass in dem Moment wo er, wenn ich bei ihm war blöd wurde, ich einfach aufgehört habe ihn zu kraulen oder sogar ein Stück weggegangen bin. Das fand er dann doch doof und hat schnell damit aufgehört.

    Außerdem habe ich bei meinem Pony immer darauf geachtet auch ihn mit Respekt zu behandeln. D.h. ich warte immer seine Einladung ab, bevor ich ihn anfasse. Ich gehe nie hin und tatsche ihn einfach an, sondern ich spreche ihn immer an und wenn er sich mir dann zuwendet, dann fasse ich ihn an, sonst nicht. Wenn er dann irgenwdann signalisiert, dass er nicht mehr weiter gestreichelt werden möchte, dann höre ich auf. Ich finde ich kann nicht erwarten, dass er meine Grenzen respektiert, wenn ich das nicht bei ihm mache. Auch wenn er noch so süß ist und ich ihn noch so gerne kraulen möchte. Wenn er das in dem Moment nicht möchte, dann halte ich mich daran.

    Viele Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, bitte gerne 🙂 Du darfst unbedingt und immer zu allem etwas schreiben. Ich freue mich über Deinen Kommentar, zumal er mir wieder ein paar Erkenntnisse und neue Gedanken gebracht hat.
      Das ist für mich total interessant, was Du schreibst, weil ich gerade immer wieder lerne, dass ich nicht zulassen darf, dass mich das Pferd bewegt. Sprich: Wenn das Pferd rüpelig wird und ich weggehe, dann würde ich meine Konsequenz abgeben und dem Pferd signalisieren, dass es mich schön wegbewegt hat.
      Du schreibst, dass Du genau das machst, aber es funktioniert bei Dir offensichtlich. Was ich wunderschön finde! Weil mir "weggehen" zum Beispiel viel mehr liegen würde, als per Strafe oder Korrektur zu sagen, dass ich das nicht mag. Vielleicht sind beide Methoden korrekt, aber Deine Methode braucht schlicht mehr Zeit und Geduld und die wollen oder können nicht alle Menschen aufbringen? Ich finde sie auf jeden Fall sehr viel sympathischer und werde mir noch mehr Wissen zum Thema positive Verstärkung anschaffen, bis meine Stute endlich bei mir ist. Und dann bin ich gespannt ob sie damit kann.
      Immer öfter denke ich, dass es den einen korrekten perfekten Weg gar nicht gibt. Vermutlich ist da jedes Pferd auch anders. Das eine Pferd akzeptiert das "Weggehen" und ist dankbar für Deine Rücksicht, das andere wertet das als nichtvertrauenswürdig und wird nach und nach versuchen das Kommando zu übernehmen. Aber das ist jetzt mehr eine Vermutung, das Wissen habe ich noch nicht und getestet auch noch nicht 😉 Auf jeden Fall mag ich den Gedanken auch den Willen und die Grenzen des Pferdes zu respektieren und nicht permanent über die Pferde hinwegzubügeln, frei nach dem Motto "Das muss doch!".
      Du und Tanja seid schon zwei Beispiele dafür, dass es auch anders geht. Das bestärkt mich in meinem Gedanken, es auch mit Ruhe und Geduld hinzubekommen. Danke also für Deinen tollen Kommentar und liebe Grüße auch ans Shetty, Petra

      P.s.: Im Sinne der positiven Verstärkung Strecke ich Dir jetzt noch ein virtuelles Stück Schokolade rüber und mache dazu ein fröhliches Clicker-Geräusch 😉

    • Miriam sagt:

      Liebe Petra,

      vielen Dank für die Schokolade und natürlich auch für die Kekse (Danke auch an Tanja 🙂 ).

      Ich persönlich habe in meiner Zeit mit Pferden für mich gelernt, dass es nicht DEN Grund gibt, warum mich ein Pferd wegdrängt und dass ich aus diesem Grund auch nicht immer gleich reagieren kann.
      So fing z.B. mein Pony an rüpelig zu werden, weil er gerne gekrault werden wollte und meine Nähe gesucht hat. Aus diesem Grund habe ich den Weg gewählt, dass ich weggegangen bzw. konsequent aufgehört habe ihn zu kraulen, wenn er dabei unhöflich geworden ist. Ich habe ihn nicht geschumpfen oder irgendwas, aber ich habe sofort meine Hand weggenommen, wenn ich sein Verhalten nicht höflich fand. Er hat schnell gelernt, dass er so also nicht zum Ziel kommt und verhält sich mittlrweile höflich. Selbst die Schnapperei und das Kraulen mit Zähnen haben wir so recht bald in den Griff bekommen.
      Manchmal hat mein Pony aber auch das Schubsspiel mit mir spielen wollen. Er kam dann wie ein kleiner Stier auf mich zu und war der Meinung genau da jetzt durch zu müssen wo ich stehe. Hier habe ich anders reagiert und bin nicht aus dem Weg gegangen, sondern stehen geblieben. Ich habe ihn nicht korrigiert, sondern einfach auflaufen lassen. Dieses Spiel ist gerade bei jungen Hengsten sehr beliebt, aber ich kann da nicht mitspielen und ich möchte, dass er um mich rumgeht, so wie auch ich ihn nicht einfach durch die Gegend schubse. (Was ich allerdings ganz oft in Ställen beobachten kann. Das Pferd steht irgendwo entspannt und der Mensch möchte durch, er hätte Platz zum außen rum gehen, schubst aber lieber das Pferd unsanft aus dem Weg. Da frage ich mich wie Pferde lernen sollen, dass sie mit uns höflich umgehen sollen, wenn sie doch denken müssen, dass das der Umgang von Menschen sehr unhöflich ist).
      Mein Reitbeteiligungspferd ist eher ein kleiner Angsthase. Anfangs hat er mich oft weggedrängelt, wenn er Angst hatte. Hier bin ich immer ausgewichen. Bei Angst noch zu strafen oder zu korrigieren finde ich persönlich nicht sehr vielversprechend. Hier lasse ich dem Pferd so viel Platz wie es braucht um wieder zu entspannen. Denn mit Angst lernt es sich auch nicht wirklich. Parallel habe ich aber hier auch vermehrt am Signal für das Abstandhalten geübt. So dass er mittlerweile selbst in Situationen in denen er Angst hat freiwillig von mir Abstand hält und mich nicht mehr wegdrängst.
      Oft sehe ich aber den Grund für das Wegdrängen, dass das Pferd gar nicht gelernt hat, dass der Mensch möchte, dass das Pferd Abstand hält. Da wird wild am Strick gezogen und das Pferd angemotzt, aber klar gesagt, was man von ihm möchte, wird nicht. So ist meistens ein völliges Unverständnis beim Pferd vorhanden wofür es dann aber bestraft wird.
      Was ich persönlich für mein Pony und mich komplett ablehne ist das Rückwätsschicken als Strafe. Meiner Erfahrung nach vergiftet man damit nur eine sehr wertvolle gymnastische Übung. Das Rückwärtsgehen ist eine ganz tolle Sache um die Hinterhand zu trainieren. Aber wenn ich diese Übung als Strafe einsetze, dann wird mein Pferd die Übung verspannt angehen und nichts positives erwarten. Dann kann ich eine Gymnastik mit dem Rückwärts eigentlich vergessen. Denn wird die Übung verspannt ausgeführt, dann hat sie keinen gymnastischen Wert mehr. Ich habe auch noch in keiner Herde von Pferden, die ich beobachtet habe gesehen, dass Pferde sich rückwärts schicken. Da wird das Pferd weggeschickt, aber in der Regel weicht das andere Pferd seitwärts aus. Und nur wenn der Weg versperrt ist, geh es ein paar Schritte rückwärts, aber dann auch so schnell es möglich ist eher seitwärts weg.
      Ups, schon wieder so ein langer Kommentar, sorry.

      Liebe Grüße
      Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, lange Kommentare werden von mir begeistert gelesen und Satz für Satz in mein Pferdesüchtiges Ich aufgesaugt, also immer her damit 🙂 Das mit dem "Rückwärts Richten" als Korrektur wurde mir ganz lange eingebleut. Und mir schien jetzt auch nicht wirklich total logisch, wieso das immer und in jeder Situation der beste Weg sein soll. Und just einen Tag bevor ich hier Deinen Kommentar lese, sagte mir meine neue Trainerin, dass sie auch nichts davon hält die Pferde aus Korrekturgründen Rückwärts zu richten. Einmal aus genau dem Grund den Du nennst und weil das Rückwärts ja die Verstärkung von "Stopp" ist und bei beidem will sie, dass die Pferde es gerne tun und als Spaßaufgabe empfinden, damit sie schlicht im Gelände mehr Sicherheit hat. Spannend, oder? Da lerne ich 1 Jahr lang die Korrektur des Rückwärtsrichtens und dann sagen mir einige Pferdemenschen auf einmal, dass sie das für Quatsch halten und haben auch noch schöne logische Begründungen dafür. Ich freue mich aus genau diesem Grund über lange Kommentare, weil ich jedes Mal neue Sichtweisen lesen kann und dadurch nachfrage und lerne. Juchuuuu! Also danke Dir vielmals *nochmal Schokokekse rüberreich* und bis bald hoffentlich – ich freue mich auf Dich hier, Petra

    • Petra sagt:

      *hihi* Ich verteile eine ganze virtuelle Kekspackung an Euch beide! Danke für Eure schönen und bestärkenden Kommentare, Alles Liebe und bis bald, Petra

  5. Akki sagt:

    Hi Petra,

    was für ein spannender Beitrag! Ganz toll erklärt und sehr gut rübergebracht. Einfach schön zu lesen.

    Sandra ist bei mir um die Ecke, vielleicht sollte ich da auch mal vorbeischauen? Klingt toll was du schreibst!

    Liebe Grüße!

    • Petra sagt:

      Hi Akki, absolut – würde ich bei Euch um die Ecke wohnen, dann wäre Sandra die Lehrerin meiner Wahl. Ich finde sie selbst und ihren Kurs ganz wunderbar. Da steckte soviel Geduld, Ruhe und Liebe zu den Pferden drin. Einfach toll! Liebe Grüße, Petra

  6. Vicki sagt:

    Hallo Petra!

    Nun schriebe ich wieder! Endlich wieder ein toller Bericht! Ich täte zwar geren wissen wie diese Massage funktioniert, aber kraulen und Hallo sagen werde ich ab jetzt zum Ritual machen, bevor ich Shaki (oder wenn ich mal ein anderes pferd hole) 😉 Vielleicht verbessert sich unsere Beziehung ja und sie mag mich mehr xD (obwohl ich eh nur eines von den kindern täglich bin, die sich die frechheit erlauben, auf ihrem rücken zu hoppeln (obwohl ich einen sehr guten sitz habe (ich reite mit pad und voltigiergurt. der galopp ist so ein soo unvorstellbar schöner traum! vorallem in der wald und wiesen-umgebung in der der offenstall steht (unsere pferdis gehen barhuf (und ich "stalke" deine facebook seite obwohl ich kein facebook habe)) aber vll. mag sie mich doch so dann mehr? :)))

    Außerdem habe ich zu weihnachten das Mark Rashid Buch ,,Dein Pferd dein Partner" bekommen (ich werd auf sein erstes buch ,,Denn Pferde lügen nicht" sparen) dann habe ich noch von Ulrike Thiel ,,Die Psyche des Pferdes" bekommen (des buch ist (bis auf, dass sie meint, dass ein Dressurreiter eine Trense braucht) sehr empfehlenswert) und ich habe noch von irgendwer das buch ,,Bodenarbeit mit dem Pferd" bekommen und das Buch ,,Das große Schlemmerbuch für Pferde". Und das Buch ,,Praxiskurs Bodenarbeit" aber des war geldverschwendung (außerdem meint die frau, dass der hengst in der herde das sagen hat, pfff. es ist die älteste, erfahrenste und am vertrauenswürdigste stute! der hengst ,,hilft" ihr nur und zeugt fohlen (armes heiterlein))
    Ich werde dann auf das Buch ,,Pferde verstehen" von Susanne Kreuer sparen 😉 (man. und ich spare auch auf das neue Warrior Cats Buch, auf zwei Bücher über Smoothies, auf das buch ,,Peacefood", will für den hund meines cousin ein brustgeschirr besorgen und mit ihm wandern gehen (unsere goldi-dame ist zu alt. sie ist 14 und fängst schon an schnaufen, wenn sie im garten herumstolziert (sie hat so nen süßen gang, ihre hüfte wackelt dabei wie ein topmodel)) aber der dino (hund von cousin) braucht des. zwar ist er 10, aber der hat Border Collie Blut! Selbst nachdem ich mit ihm 3! Stunden schnell geradelt bin, der ist kurz darauf im garten herumgeflitzt und wollt mit mir ball spielen, also der ist wirklich tough)

    Ich merke, ich schweife ab xD

    ein Frohes Neues Jahr!

    Liebe Grüße Vicki

    • Petra sagt:

      Liebe Vicky, tatsächlich funktioniert das auch bei Schulpferden. Ich habe nach dem Kurs immer gekrault, habe Danke gesagt, wenn es den Huf gegeben hat und nach 3 Schulstunden hat es den Huf fast schon alleine gehoben, wenn ich kam. Ich fand das so rührend. Pferde wissen unsere Wertschätzung sehr zu schätzen. Gerade Schulpferde bekommen oft viel zu wenig Geduld, Zeit und Respekt. Weil ein Schüler nach dem anderen mit Zeitdruck vorbeigehüpft kommt. Ich denke, dass Shaki und die anderen Pferde Dich dafür lieben werden 🙂 Ich habe festgestellt, dass auch die Schulpferde mich mehr dafür lieben, wenn ich konsequent, ruhig und dankbar bin – als wenn ich mit Möhrchen um die Ecke komme. Ich bin gespannt, wie es Dir mit Shaki ergeht. Und du bist immer herzlich als Facebook-Stalkerin willkommen 😉

      Du hast Recht, es gibt so viele tolle Pferdebücher. Ich bin auch ein Fan von Alfonso Aguilars Büchern. Bernd Hackl hat vor kurzem ein neues Buch herausgebracht, das sich toll liest und in dem viele Basics sehr gut erklärt werden. Mein Stapel und meine Wunschliste wachsen ständig an. Liebe Grüße – auch an Deine Golden Retriever Dame, Petra

  7. Vicki sagt:

    Hallo Petra!

    Mir ist gerade aufgefallen, dass das Geldverschwendungsbuch ,,Bodenarbeit für Einsteiger" heißt! Ohman ist mir das peinlich! ^-^
    rate mal wie ich auf den fehler kam! durch alessa neuner, als sie über das longieren schrieb, da ist mir der fehelr plötzlich aufgefallen! aber solche sachen fallen mir imme rin gänzlich unpassenden situationen ein XD

    Aber ich kann mich wirklich erinnern, dass ich das mit dem ,,loben" schon gemacht habe. Einmal als ich sahkis hufe ausgekratzt habe. unsere pferde heben die hufe nicht gerne. also sprich: du gehst zum huf hin, tippst sie an und fasst den huf an und lehnst dich leicht gegen das pferd. was macht shaki? sie lehnt sich volle auf dich und hebt den huf aber nicht. chico hebt ihn, wirft ihn aber hof und runter und versucht dich zu treten. als das hufe gegeb bei shaki gut geklappt hat, habe ich sie geobt und danach gestreichelt. die anderen aus meiner reitgruppe haben mich zwar so angesehen als wäre ich komplett bescheuert, aber heute gibt die kleine bei mir viel freiwilliger den huf. Ha! xD

    Liebe Grüße Vicki
    ich werde die grüße dann mal cheri überbringen (wir waren heute spazieren und sind beide in an einem steilen weg bergab auf einer eisstelle hingefallen. cheri fiel hin und lag bäuchlings, alle vier pfoten von sich gestreckt, so kann sie nicht aufstehen. ich gehe zu ihr hin, ziehe sie von dem eis runter und richte ihre pfötchen so, dass sie gut aufstehen kann (also wenn beide hinterbeine auf einer seite sind) und gehe dann weg und stelle mich vor ihr hin um sie anzufeuern. was passsiert? ich rutsche an ner anderen stelle aus und falle vor ihr auf meinen allerwertesten xD an dem spaziergehtag habe ich sie auch verloren bis sie plötzlich im garten von meinem onkel breitbeinig dastand und mich anschaute als würde sie sagen: ,,da bist du ja! einfach so abhauen ohne mir zu folgen! alo wirklich ich glaube ich muss dir noch manieren beibringen! wenn ich in den garten von diesem netten herr der mit dir verwand zu sein scheint (mein onkel ist übrigens auch für gebissloses reiten und hat sich immer nen haflinger gewünscht), hast du mir zu folgen und nicht dazustehen und auf mich zu warten!" also der spaziergang war wirklich cool. wir sind auch ein bisschen querfeldein durch den wald gegangen)

    Liebe Grüße

    • Petra sagt:

      Hi Vicky, wie lieb, dass du deinem Hund die Pfötchen richtest 🙂 Ich finde ja sehr schön, dass Deine Schulpferdstute zu schätzen weiss, dass Du Dich bedankst. Aber das entspricht auch meiner Erfahrung – Pferde wissen Wertschätzung sehr zu schätzen. Wir Menschen nehmen viel zu viel für selbstverständlich. Das denke ich mir oft, wenn ich sehe, dass Hufe geputzt und Pferde am Strick gezogen werden, als ob es das Normalste der Welt wäre, dass ein Fluchttier so etwas tut. Schön, dass es anders machst 🙂 Liebe Grüsse, Petra

  8. Cindy Kuhn sagt:

    Hallo Petra!

    Was für ein Zufall, dass ich ausgerechnet heute über deinen Artikel von Sandras Horsemanship-Kurs stolpere! Ich habe mich ebenfalls für diesen Kurs angemeldet und der findet ausgerechnet morgen statt! Aber ich glaube mal gehört zu haben, es gäbe keine Zufälle 😉

    Ich hoffe der Kurs bringt mir ebenso viele Erkenntnisse und Aha-Momente wie du sie in deinem Bericht beschrieben hast.

    Vielen Dank für deinen schönen, lehrreichen Blog!

    • Petra sagt:

      Hallo Cindy, ja witzig! Manchmal spielt der Zufall wirklich eine Rolle 🙂 Jetzt müsste der Kurs eigentlich schon vorbei sein, oder? Ich bin gespannt, wie er dir gefallen hat – ich fand ihn damals wirklich toll. LIebe Grüße und danke für deinen superlieben Kommentar, Petra

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