Andalusien. Station 1 unserer Weltreise. Das ist kein Scherz: Wir machen eine Weltreise. Start: Januar 2015. Alles fing mit dem Kauf meiner Jungstute an. Ich habe erkannt wie wichtig es ist, dass wir unsere Träume leben. Wie viel Zufriedenheit und Glück es dir bringt, wenn du deinem Bauchgefühl folgst. Wie wichtig es ist Entscheidungen zu treffen statt zu hadern. Trau dich verrückte Dinge zu tun, denn sie sind das, was das Leben ausmacht.

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Something old, something new

Ich werde als Freiberuflerin arbeiten, weil ich Zeit haben möchte für das Pferd. Ich will mir meine Zeit einteilen können und nicht im Büro sitzen bis es dunkel wird, um dann schnell noch zum Pferd in den Stall zu fahren. Es ist so wichtig sich ein bisschen unabhängig zu machen von den Zwängen des Lebens.

Ich habe vor genau einem Jahr, als ich meine Jungstute gekauft habe, die Pferdeflüsterei gestartet. Auch das hat sich geändert.

Es ist schön, dass es dich gibt und dass du hier immer wieder vorbeischaust um zu lesen und zu kommentieren! Danke!

Und bevor meine Jungstute diesen Sommer endlich zu mir nach Deutschland kommt und auf die Bienwald-Ranch zieht, will ich meinem Fernweh noch einmal folgen. Aus all diesen Gründen und weil du deine Träume leben musst, machen mein Mann und ich eine Weltreise.

Wir springen los und freuen uns auf ein Abenteuer. Weltweit gibt es hier und da wundervolle Horsemen und Horsewomen, die pferdegerecht trainieren. Wir besuchen sie und berichten darüber. Nehmen dich mit auf diese wunderbare Reise.

Wie zum Beispiel Kenzie Dysli in Andalusien oder die Pferdemenschen auf „Gross Okandjou“ in Namibia, wo wir auch Halt machen.

Natürlich muss diese Reise bei meiner Stute anfangen. Meine Jungstute steht immer noch in Andalusien und darf dort langsam wachsen und erwachsen werden. Dort ist sie geboren worden und dort steht sie in ihrem Herdenverband. Ich werde wirklich oft gefragt, warum ich sie nicht schon früher zu mir hole. Im März wird sie 3 Jahre alt und ich habe sie in den letzten Monaten sehr vermisst. Obwohl ich sie noch gar nicht lange kenne. Es war Liebe auf den ersten Blick.

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Wann holst du das Jungpferd am Besten zu dir?

Ich habe natürlich Bücher und Ratgeber gewälzt, als ich sie gekauft hatte. Ich habe mit Pferdemenschen gesprochen und hin und her überlegt. Es gab auch den einen oder anderen, der mir dazu geraten hat, das Pferd gleich zu holen, damit ich sie prägen kann. Aber die meisten Menschen und vor allem die, die sich mit Pferdeverhalten beschäftigen, haben mir dazu geraten sie im Herdenverband groß werden zu lassen. Das ist die natürlichste und artgerechteste Art ein Jungpferd aufwachsen zu lassen. So schafft man es am Besten, dass man ein in sich stabiles und gelassenes Reitpferd bekommt. Meine Jungstute wird mit knapp über 3 Jahren zu mir gebracht.

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Ideale Aufzuchtbedingungen

Die Dyslis haben einen Red Roan Quarter als Deckhengst, der das ganze Jahr mit seinen Stuten in der Herde laufen darf. Ich finde das ideal.

  • Die Weiden sind riesig und zwischen Olivenbäumen, harten Böden und Sanduntergrund leben die Pferde dann in getrennten Herden.
  • Stuten mit Stuten. Wallache mit Wallachen.
  • Die unterschiedlichen Böden helfen, dass die Pferde harte und gesunde Hufe bekommen.
  • Die getrennten Geschlechter entsprechen dem natürlichen Herdenverband in der freien Wildbahn.
  • Die Tatsache, dass der Deckhengst einfach mit den Stuten mitläuft, ist auch so natürlich wie in der freien Wildbahn.
  • Die Stuten entscheiden selbst, ob sie den Hengst „riechen“ können und ob sie gedeckt werden wollen.

Meine Stute hat das Gesicht und den Charakter ihrer Mutter geerbt, die als Trainingspferd von Ute Holm auf der Hacienda für Cutting-Kurse geritten wurde und die Fellfarbe ihres Vaters (ein Nachkomme von Boons Royal Legacy – genannt Roanie).

Links ist die Mutter – Rechts ist meine Jungstute

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Charakterstark und Selbstbewusst

Mittlerweile ist sie fast drei Jahre alt, hat eine praktisch-quadratische Größe und einen starken Willen entwickelt. Sie ist (nennen wir es mal dezent) charakterstark. Das wird vermutlich dafür sorgen, dass das Leben mit ihr niemals langweilig wird.

Man sagt, dass jeder Pferdemensch irgendwann sein Seelenpferd findet. Ein Pferd, das für uns Menschen ein großer Lehrmeister sein wird. Ein Pferd, das dir hilft zu einer besseren Version von dir selbst zu werden. Eine Art „Persönlichkeit 2.0“. Ich glaube, dass sie das sein wird. Durch ihre Stärke und ihren Willen wird sie mir genau zeigen, wo meine Grenzen liegen, woran ich arbeiten muss und wie ich ein gelassenerer und klarerer Mensch werden kann.

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Unser erstes Date

Der erste Weg führt uns auf die Koppel. Dort steht sie zusammen mit der Zuchtstutenherde und darf erwachsen werden. Sie haben viel Platz und dürfen spielen, grasen, toben und Fellpflege betreiben. Ich laufe leicht rückwärts und mache mich klein. Ich lade sie ein, zu mir zu kommen…

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Es funktioniert! Sie spitzt die Ohren und läuft langsam aber zielgerichtet zu uns. Mein Mann und Mit-Pferdebetreuer darf sie auch gleich begrüßen. Ich mag sehr an ihr, dass sie so aufgeweckt und interessiert ist.

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Wie in der freien Wildbahn

Bei Pferden erziehen die älteren Pferde die jüngeren. Werden sie zu frech, wird ihnen mit Körpersprache und Erziehungsmaßnahmen die Grenze gezeigt. Kaum ein Mensch wird ein junges Pferd so gut und klar und konsequent zu respektvollem Miteinander erziehen können, wie es eine Pferdeherde kann. Das macht die spätere Zusammenarbeit so viel einfacher.

Wenn so eine selbstbewusste Jungstute wie meine zusammen mit einer gemischtaltrigen Stutenherde aufwachsen darf, hilft das sehr, damit daraus später ein psychisch und physisch stabileres Pferd wird. Das ist artgerecht.

TIPP: Aber achte darauf, dass Jungpferde nicht immer alleine in einer Jungpferdeherde stehen. Sonst fehlt Deinem späteren Reitpferd unter Umständen und je nach Charakter die nötige Erziehung durch die älteren Tanten und Onkel.

Ich persönlich halte nicht viel davon, ein Jungpferd zu früh von seiner Herde zu trennen. Deswegen stand für mich auch nie zur Debatte, meine Stute nicht auf der Hacienda Buena Suerte aufwachsen zu lassen. Für mich war sie damit erst einmal unerreichbar, aber ich wollte ihr diese Zeit nicht nehmen oder sie zu früh heraus reißen aus ihrer Familie und der vertrauten Herde. Bei mir kommt natürlich noch dazu, dass meine Stute einen 2000 Kilometer langen Transport vor sich hat und auch das wollte ich ihr zu jung nicht zumuten.

Die Pferdewissenschaftlerin Konstanze Krüger hat mir die Theorie von der Hierarchie in Herden ganz klar erklärt. Junge Pferde sind qua Geburt und elterlichem Vorbild mehr oder weniger mit einem gewissen Selbstbewusstsein ausgestattet. Das Fohlen einer Leitstute, wird voraussichtlich auch selbst einmal Leitstute.

Sowohl der Charakter, als auch das Vorbild der Mutter prägen das Fohlen und sein Verhalten. Soweit total logisch. Innerhalb der Herde gibt es aber auch Hierarchien – unter den Jungpferden und zwischen den Jungen und Alten. Je jünger ein Pferd, desto weiter unten wird es in der Rangordnung sein. Zumindest den älteren Pferden gegenüber.

Je älter ein Pferd, desto weiter wird es nach und nach in der Rangfolge aufsteigen. Natürlich seinem Charakter entsprechend. Denn Pferde folgen nicht dem Stärkeren, sondern dem Erfahrenen. Deswegen wird eine Pferdeherde vermutlich niemals einer 2-Jährigen folgen. Sie kann ja noch gar nicht das Wissen haben, das es braucht, um so eine Herde durch alle lauernden Gefahren zu bringen.

Das können wir Menschen uns natürlich extrem zu Nutze machen. Wenn wir als Herdenduo das Pferd mit uns nehmen, dann sollten wir klar, verantwortungsbewusst, respektvoll und konsequent sein. Dann wird das Pferd annehmen: „Die weiß Bescheid, der folge ich. Da bin ich sicher.“ Das verstehe ich unter „Pferdisch lernen“

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Jetzt also: Unser erstes Date

Kaum bin ich auf der Koppel (und ich habe mich sehr zusammengerissen, um nicht freudig laut zu quieken), sehe ich sie schon stehen. Ich stelle mich hin, drehe meinen Körper einladend leicht ein und halte ihr die Hand entgegen. …und warte…und warte…und warte…mache einen Schritt auf sie zu…und warte…und warte….und warte….und plötzlich setzt sie ihre Hufe in Bewegung.

Ich bemühe mich wieder nicht zu quieken und entspannt zu bleiben….und dann ist sie da und ich darf sie streicheln. Außerdem habe ich gleich gelernt, an welcher Stelle sie gern gekrault wird. Denn Madam macht gleich zwei Schritte nach vorne, kurz nachdem ich es gewagt habe nicht mehr die Hinterhand, sondern den Bauch zu kraulen. Kaum kraule ich wieder brav die Hinterhand, schiebt sich die Unterlippe leicht nach vorne und die Ohren klappen nach hinten zu mir. Innerlich quieke ich natürlich die ganze Zeit. Äußerlich bemühe ich mich um mein entspanntes, gelassenes Leitstuten-Gesicht.

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In den nächsten Tagen darf ich auf der Pferdemutter meiner Stute Unterricht nehmen. Das ist grandios, weil die beiden sich nicht nur äußerlich sehr ähneln. Auch die Mutter hat einen eigenwilligen Charakter und besteht auf bestimmten Umgangsformen.

HIER kannst du nachlesen, wie Bodenarbeit und Reitstunden mit der Pferdemutter meiner Stute waren und was man daraus lernen kann

Das ist für mich dann so, als ob ich schon mal einen Blick in die Wahrsagerkugel werfen und testen kann, wie es in ein paar Jahren sein wird. Das wird spannend….

Bis dahin freue ich mich auf deine Kommentare und Pferdegeschichten

22 Kommentare zu “Jetzt! Warum du deine Träume leben musst

  1. Nadja sagt:

    Also, so eine Pferde-Weltreise hinterlässt mich grünlich-blass schimmernd vor Neid 🙂 Aber ich gönne es dir natürlich von Herzen und freue mich auf deine Berichte! Meine Pferde-Weltreise (die in diesem Leben hoffentlich stattfindet) hat folgende Stationen:
    Il Cornacchino, Italien (Toskana) – kennst du ja schon, Rockig Z Ranch (Montana, USA), kennst du auch. Dann würde ich Anna Blake in Colorado besuchen (www.annablake.com), eine Clinic mit Buck Brannaman in den USA, außerdem Ross Jacobs (http://www.goodhorsemanship.com.au) und Stephen Silverpenny in Australien. Das Paradies Dyslis würde ich mir dank dir auch anschauen wollen. Ich wünsch dir ganz viel Spaß! Nadja

    • Petra sagt:

      Hi Nadja, wir werden hier immer wieder berichten – dann kannst du virtuell mitreisen 🙂 Und Deine Tipps nehme ich sehr gerne entgegen. Die australischen Pferdetrainer kannte ich noch gar nicht. Gleich mal Googlen gehen.. Bis später und liebe Grüße, Petra

  2. Miri sagt:

    Dein "Leitstuten-Gesicht" , was für ein lustiger Gedanke! Ich muss mich manchmal auch richtig zurückhalten, nicht vor Freude nervig zu werden, und gelassen und cool zu sein. Besonders gut gefällt mir, dass du ihr angeboten hast, gestreichelt zu werden, und sie dieses Angebot natürlich dankbar und neugierig angenommen hat. Das ist ein wunderbarer Grundstein für eure Zukunft! ♡
    So kann sie sich auch für dich entscheiden, und eure Freundschaft wächst in Balance.
    Ich wünsche dir und deinem Mann noch eine ganz tolle Reise, spannende Erlebnisse, viel Zeit für euch und Vorfreude auf das, was jetzt noch alles kommt! 🙂

    • Petra sagt:

      Hihihi – jaaa, das Leitstutengesicht ist mit das schwerste Gesicht. Ich bin auch so, dass ich mich sehr zurückhalten muss, um immer ruhig und verantwortungsbewusst und gelassen zu sein 😉 Deswegen freue ich mich auch auf die "Ich hüpfe wie ein Indianer"-Übung aus der Jungpferde-Serie von Sabine. Ich weiß nicht, ob Du den Artikel kennst. Aber meine Pferdetrainerin Sabine hüpft auch gerne mal wie ein Indianer fröhlich um das Pferd herum, um es daran zu gewöhnen, dass vom Menschen manchmal komische Dinge kommen. Dann darf ich das Leitstutengesicht mal austauschen 😉 Das war für mich auch ein wahnsinnig schöner Moment. Ich wollte mich nicht aufdrängen und habe mich wahnsinnig gefreut, dass sie das Angebot angenommen hat. Bis bald und Dir eine schöne Zeit in Südafrika, Petra

  3. Gerhard Pfundt sagt:

    hallo, ich lese sehr gerne in der "Pferdeflüsterei" Deinen Bericht zum Jungpferd kann ich nur empfehlen. Ich habe seit Nov. auch meinen 3 1/2 jetzt bei mir. Als tolle Station kann ich dir E. Kieslich von der Sunset Acre Ranch in Kentucky empfehlen. Ich war letztes Jahr dort und werde Ende März wieder nach Kentucky fliegen. Mehr Infos gerne per Mail. Lg Gerhard

    • Petra sagt:

      Hallo Gerhard, dann herzlich willkommen und schön, dass Du da bist! 🙂 Was hast Du denn für ein Pferd? Auch ein Quarter? Die Station ist schon notiert und wird gegoogelt, danke Dir für den Tipp! Sollte ich nicht fündig werden, komme ich gerne auf Dein Angebot per Email zurück. Liebe Grüße, Petra

  4. marina sagt:

    Hallo,
    in Brasilien möchte ich Dir gern unseren Freund Ricardo Wuerkert empfehlen, der Marchadores und Lusitanos züchtet und einen guten Draht zu vielen sehr guten Pferdemenschen hat. E-mailadresse bekommst Du über eine private Mail, bitte kontakte mich. LG Marina

    • Petra sagt:

      Hallo Marina, vielen Dank für Deinen Hinweis. Das klingt supertoll und ein bisschen bereue ich gerade, dass Brasilien (noch) nicht auf unserer Reiseliste steht. Sollten wir das spontan ändern, dann maile ich Dich sofort an. Bist Du selbst eine Marchadores-Frau? Ich muss gestehen, dass ich die Rasse noch gar nicht kannte. Was macht ihre Besonderheit aus? …und wenn Du jemanden in Kalifornien oder Australien kennen solltest – immer her damit 🙂 Liebe Grüße, Petra

  5. Miriam sagt:

    Liebe Petra,

    erst Mal freue ich mich mit dir, dass du deine Kleine siehst. Ich weiß noch wie schwer mir das halbe Jahr viel bis ich meinen kleinen Ponymann zu mir holen konnte. Ich habe ihn mit ein paar Tagen kennen gelernt und konnte ihn natürlich erst holen nachdem er abgesetzt war. Die Sehnsucht war so groß. Ich war zwar ein paar Mal dort, aber natürlich nicht so häufig wie ich das gerne gehabt hätte und so richtig was miteinander unternehmen war da natürlich auch noch nicht drin. Nun ist er seit fast 2 1/2 Jahren bei mir und manchmal könnte ich ihn immer noch mit einem Quiken begrüßen einfach weil ich mich so freue ihn zu sehen.
    Ich habe aber auch gelernt, dass ich meine Freude ruhig ausdrücken darf. Selbst meine eher introvertierte Reitbeteiligung reagiert darauf positiv einfach weil ich dann echt bin. Ich quike und hüpfe jetzt nicht um mein Pony (wobei das haben wir ja dank eurer Serie auch schon mal gemacht), aber ich versuche auch nicht anders zu wirken als ich mich jetzt einfach fühle. Bisher hat das auch nie geschadet. Ich glaube sogar eher, dass es mir geholfen hat, weil die Pferde einfach merken ob das was ich nun versuche zu sein auch bin.
    Charkaterstarke Pferde sind was tolles. Mein Kleiner ist sehr charakterstark. Er tut Dinge nur, wenn er einsieht warum er das jetzt machen soll und ich ihn entsprechend darum bitte. Aber dadurch kann ich so viel lernen und ich würde ihn nicht anders wollen. Ich bin stolz darauf, dass er sich traut "Nein" zu sagen. Er tut nicht immer alles was ich von ihm will und das finde ich gut so. Deine Stute wird dir sicher noch einiges beibringen so wie mein Pony mir.
    Genau wie du finde ich reine Jungpferdeherden nicht gut. Mein Kleiner steht in einer altersmäßig gemischten Herde. Es gibt eine Stute, die ein Jahr jünger ist wie er, eine die ein Jahr älter ist wie er und 4 Stuten die deutlich älter sind. Die Gruppe ist eine richtige kleine Familie und das ist total schön zu sehen. Nur leider hat es nicht funktioniert, dass die Mädels den Kleinen erziehen, denn irgendwie ist er dort der totale Prinz und darf einfach alles. Sogar die Leitstute teilt friedlich ihr Futter mit ihm. Dadurch bekommt er ab und an leichte Höhenflüge in der Herde, aber ich denke auch das ist ganz normal für ein fast 3jähriges Pferd.
    Ich wünsche euch natürlich auch viel Spaß auf eurer Weltreise und bin gespannt was ihr da noch so erleben werdet.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Liebe Miriam, vielen lieben Dank für Deinen beruhigenden Zusatz. Du hast schon Recht, vor lauter Leitsutengesicht, sollte man die spontane Emotion nicht vergessen oder unterdrücken. Noch ist meine Kleine sehr schnell ein bisschen unsicher oder sensibel (ich weiß gar nicht, wie ich es nennen soll) wenn man zu spontane und zackige Bewegungen macht. Aber ich werde sicher irgendwann wie ein Indianer um sie herumhüpfen zusammen mit Sabine und wenn wir dann noch viele viele Spaziergänge hinter uns haben, dann darf ich sicher auch mal Quieken 😉 Es ist schon verrückt, ich freue mich fast mehr auf die gemeinsame Zeit, die Spaziergänge im Gelände und all die Bodenarbeitsrunden und das Putzen, als auf das Reiten. Deine Herde klingt ziemlich ideal, nur der Prinzenstatus vielleicht nicht ganz 😉 Aber dafür bist Du ja dann da, um ihm zu zeigen, dass wir alle Prinzen und Prinzessinnen sind und keiner einen Sonderstatus hat 🙂 Liebe Grüße und bis bald, Petra

  6. Christina sagt:

    Hallo Petra,

    ich verfolge neuerdings Deine "Pferdeflüsterei" und finde die Idee eine "Pferdeweltreise" zu machen echt genial! 🙂 Bin gespannt, was Du berichten wirst. Meine Pferdewelt spielt sich momentan ausschließlich in Deutschland ab, aber auch hier gibt es noch spannende Gebiete… Ich werde begleitet von Shetty-Welsh-Mix Merci (34 Jahre jung) und Quarter-Wallach Dundee (13 Jahre alt). Von Deiner Quarter-Stute bin ich übrigens total begeistert. Ist ein sehr hübsches Pferdchen. Mag die Farbe total gerne! Wie heißt sie eigenltlich?
    Liebe Grüße
    Christina

    • Petra sagt:

      Hallo Christina, das freut mich und schön, dass Du da bist 🙂 Momentan sind wir in Namibia und lernen namibische Westernpferde kennen. Du hast ja einen richtig coolen Rentner an Deiner Seite. Tolles Alter, ich hoffe, dass meine Stute irgendwann auch locker so alt wird. Ich bin ja befangen, was mein PFerd betrifft. Aus meiner Sicht ist sie natürlich superhübsch 😉 Sie hat einen komplizierten Namen, aber ihren Rufnamen habe ich auf Carey festgelegt. Liebe Grüße und bis bald, Petra

  7. rike sagt:

    Hi Petra,
    auf eurer Weltreise kommt ihr doch bestimmt auch in die USA.
    Wenn es euch auch in den Norden verschlägt könnt ihr ja mal in New Hampshire bei der Familie Kokal vorbei schauen.
    Ich habe in der Doku "Wild Horse, wild ride" das erstmal was von ihnen gesehen und war direkt ziemlich angetan.
    Sie unterstützen als Trainer die Heritage Mustang Foundation, wobei sie beim Training komplett auf Metal verzichten, dass heißt kein Gebiss, keine Sporen und alles mit Ruhe und vertrauen.
    Sollte ich es mal in die USA schaffen stehen sie auf jeden Fall auf der Liste der Leute die ich gerne kennen lernen würde.

    http://www.horsetenders.com/index.html

    LG Frederike

    • Petra sagt:

      Hi Rike, danke Dir für den Link. Die zwei Jungs waren grandios in dem Film. Ich habe ihn auch schon gesehen und fand manche mehr als fragwürdig, aber die beiden Jungs waren wundervoll. So viel Liebe, Geduld und richtiges Timing. Am liebsten hätte ich nur ihnen zugesehen 🙂 Sollten wir also in den Norden kommen, dann werde ich an Deinen Hinweis denken und hier berichten. Geplant ist es bislang aber noch nicht. Liebe Grüße, Petra

  8. rike sagt:

    Ja, ich war auch nur von den beiden und den südamerikanischen Trainer mit seinem Compadre angetan, aber die haben mir wirklich gut gefallen.
    Das vertraute Verhältnis und die Freundschaft die diese Leute in so kurzer Zeit zu den Pferden aufgebaut haben fand ich einfach großartig.
    Denen hat man einfach angemerkt das sie ihre Tiere lieben und dass das wichtiger ist als alles andere.
    Und die Einstellung ist ja letztendlich das was zählt, dann kommt alles andere mit der Zeit von allein.

    Ich wünsche euch alles Gute auf eurer Reise. Viele eindrucksvolle Erfahrungen (die du hoffentlich teilst) und viel Spaß. Du wirst bestimmt eine wunderbare Vertrauensperson für dein kleinen Stütchen

    Meine Reise zum Horseman oder zur Horsewoman hat mich schon jetzt zu einem besseren Menschen gemacht (zumindest hoff ich das für meine Tiere und Mitmenschen) und ich bin bis jetzt noch nicht mal aus Deutschland raus gekommen. Es lohnt sich und meine Reise nach Andalusien in 3 Wochen ist ein weiterer Schritt.

    LG Frederike

    • Petra sagt:

      Liebe Frederike, das ist wirklich interessant. Denn der Compadre war das zweite Paar, das mir auch gefallen hat. Offenbar mögen wir die gleiche Umgangsweise mit den Pferden. Ganz grauenvoll fand ich die exaltierte Blondine mit ihrem schrillen Kichern, die die Ängste des Pferde so ignoriert hat und auch ein paar andere, die mehr auf Geschwidigkeit als auf Geduld gesetzt haben. Den beiden Jungs hätte ich am meisten gewünscht, dass sie gewinnen, weil sie so liebevoll und wunderbar mit den Pferde waren. Das hat mich fast zu Tränen gerührt zwischendurch. Wenn man sich wirklich auf die Pferde einlässt und auf den langen Weg zu mehr Verständnis und einer wirklich gleichberechtigten Kommunikation, dann muss man fast ein besseres "Ich" werden. Das denke ich oft in letzter Zeit und bin dankbar für alles, was die Pferde mir beibringen und wie sie mir zeigen, an was ich selbst bei mir arbeiten muss. Spannend, dass es Dir auch so geht. Ich wünsche Dir viel Spaß in Andalusien. Liebe Grüße an alle und vor allem an meine Kleine. Wann genau fährst Du? Sie ist dann vielleicht noch auf der Hacienda. Du wirst sie leicht erkennen: Sie ist das schönste Pferd dort :-))) Liebe Grüße, Petra

  9. Gabriel sagt:

    Hallo Petra,

    vielen Dank für diese Seite, ich konnte mich gar nicht vom Bildschirm lösen. Du schreibst mir aus der Seele und ich wünschte es gäbe nur "Pferdeflüsterer".

    Ich selbst hatte nichts mit Pferden zu tun bis ich einer Kollegin aus der Klemme half und mit auf Spaziergänge ging. Die zwei jungen Pferde waren etwas tolles. Zwei Monate später traf ich mein Seelenpferd : Caruso. Er musste weg, da der Platz nicht reichte. Mit sechs Monaten weg von der Mama.
    So suchte ich für ihn den besten Platz den ich (in meiner nähe) finden konnte. Eine Hengstfohlenweide. 12 andere Hengste und Wallache, sowie ein 4.5 jähriger erziehen in mit viel Konsequenz.

    https://www.youtube.com/watch?v=QAnlyHrc_eA

    Dir alles gute und eine tolle Reise

    Gruss aus der Schweiz

    Gabriel

    • Petra sagt:

      Hi Gabriel, vielen Dank für diese wunderbare Kompliment. Dein Kleiner und jetzt Großer musste ja sehr früh weg von seiner Mutter..der Arme! Das ist aber leider oft so, habe ich das Gefühl. Klar, wenn das Fohlen weg ist, kann man die Zuchtstute wieder schneller decken lassen und macht mehr Geld damit. Aber Du hast das Schönste daraus gemacht, finde ich. So klingt es doch nach einer stabilen Herde, in der er leben kann und viel Pferdefamilie bekommt 🙂 Danke für das Video und liebe Grüße, Petra

  10. rike sagt:

    Hi Petra,
    Wir sind grad aus der Hacienda zurück und ich würde am liebsten direkt wieder zurück fliegen. Sobald ich wieder das Geld zusammen hab fliegen wir wieder hin.

    Dein Stütchen hab ich nicht gesehnen, die einzigen red Roans die ich gefunden hab waren Hengste, also war für mich das schönste Pferd das ich gefunden hab ist die Samira. Aber lieb und süß sind da ja wirklich alle Tier (außer die brütenden Gänse). Wenn man sich angeguckt wie es bei manchen Ställen so abgeht, kann man doch nur immer wieder fest stellen, das Problempferde hausgemacht sind.

    Alle Pferde die ich zum reiten und zur Bodenarbeit kennen gelernt habe waren super toll und mein Liebling hätte ich am Liebsten mit nach Hause genommen.

    Weiterhin viel Spaß und Erfolg bei eurer Reise

  11. Stella sagt:

    Hallo,
    Ich integriere mich einfach mal ?
    Ich habe meine Andalusier Stute vor knapp sieben Jahren gekauft.
    Nach zwei angeschaut " Probe " Pferden, wo ich mich von dem zweiten leider unter Tränen trennen musste, da die ankaufsuntersuchung sich als schlecht erwiesen hatte. Ich wollte noch warten…..doch dann kam sie. Sie stand einfach da.in ihrer kleinen dunklen box. Die brust vernarbt und das linke Bein sah aus , als hätte man ihr den Muskel abgebunden. Man muss wissen, um Pferde ihren Willen zu brechen , greifen die Spanier gerne mal zum strick und binden das Bein hoch.
    Ich ritt sie Probe. Sue fühlte meine Unsicherheit und blieb stehen wenn ich mir nicht sicher war.
    Ich fuhr nach hause. Sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
    Hätte ich bei ihr eine ankaufsuntersuchung machen lassen, so hätte ich auch den mit dem sehnenschaden nehmen können , denn mich hielten viele für bekloppt. Ich kaufte sie….weit über ihrem wert in diesem Zustand. 3 Tage später , nach dem sie bei mir angekommen war , kam die Wahrheit ans licht. Sie musste unter Medikamenteneinfluss gestanden haben beim beschauen. Sie zerschossen mir alle stricke, strohm Zäune etc. Sie ließ sich nicht trensen, satteln.wollte auch mir zeigen, daß sie mich jederzeit " vernichten" könnte , wenn ich ihr weh täte.
    So saß ich nun in der halle , eingemummelt in abschwitzdecken. Jeden Tag ein paar stunden.longieren nur mit hinterm zu meiner seite. Jederzeit zum tritt bereit.
    Egal. Das warten hat sich gelohnt.
    Sie kam jeden tag ein bißchen näher zu mir. Heute kann ich mich glücklich schätzen nie aufgegeben zu haben. Sie ist meine beste Freundin…mein Seelenpferd.

    • Petra sagt:

      Liebe Stella, was für eine wunderschöne Geschichte. Danke, dass du sie in den Kommentar geschrieben hast. Du bestätigst damit meine heimliche Theorie, dass es immer Menschengemacht ist und auch von einem sensiblen und feinfühligen Menschen mit Geduld und Liebe gelöst werden kann, wenn ein Pferd ein Menschenproblem hat. Ganz liebe Grüße an euch beide und geht weiter euren wunderschönen Weg, Petra

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