10 Points Carey! Das ist momentan ein Zustand, in dem meine Jungstute und ich uns befinden. Mein Pferd hat gerade ein bisschen Oberwasser. Na und? Denke ich mir. Sie ist ein Teenager und ich in einem Lebensmoment, in dem ich ihr nicht ganz so viel für Kopf und Körper bieten kann, wie sie braucht. Aber gebe ich sie deswegen weg? Oder verzweifle ich am IST-Zustand? Nein! Ich suche mir eine passende Lösung für unser Problem.

Ich frage einfach meine Trainerin, ob sie sie einmal pro Woche beschäftigen kann. Ja, das kostet Geld! Ja, damit gebe ich mein Pferd einmal pro Woche aus der Hand. Aber ich werde am Hallenrand stehen, habe Vertrauen in meine Trainerin und weiß, dass sie gut mit ihr umgehen wird. Vor allem weiß ich aber, dass Carey es schätzen wird, dass sie wieder mehr Beschäftigung bekommt.

Die ich ihr gerade aus verschiedenen Gründen so nicht bieten kann. Sie ist es gewöhnt täglich mindestens eine halbe Stunde Arbeit für Kopf und Körper zu bekommen. Bisher, gerade arbeite ich seit einigen Monaten vielleicht 5-10 Minuten mit ihr. Das ist zu wenig. Weil ich das weiß, hole ich mir Hilfe. Lösung gefunden!

Andere Lebensumstände – und jetzt?

Ich werde bald nicht mehr ganz so alleine mit dem Pferd in den Wald gehen können. Das ist so. Punkt. Aber gebe ich deswegen mein Pferd weg oder frage ich mich tagelang wie das alles werden soll? Nein! Ich organisiere mich anders und sorge außerdem dafür, dass Waldspaziergänge weiter möglich sind. Mit der richtigen Outdoortechnik. Eine Hand fürs Pferd, eine für den perfekten Outdoorwagen von Angelcab.

So kann ich immer noch spazieren gehen, gemeinsam Abenteuer bestehen, ein weiteres Anti-Schreck-Instrument an der rechten Hand, während die Linke den Strick hält. Klar musste Madame erst einmal lernen, dass ein Kinderwagen gar nichts Böses ist. Dazu haben wir ein Anti-Schrecktraining gemacht.

Der Kinderwagen durfte erschnuppert und ertastet werden, der Kinderwagen hat Leckerli “hervorgezaubert” und er ließ sich von Carey bewegen. Mein Mann musste vorausfahren und wir sind hinterhergelaufen. Das Kind war zu diesem Zeitpunkt bei der Oma. Dann war diese Frage geklärt und wir konnten grasen gehen. Natürlich ist immer auch mein Mann in der Nähe, damit er sich um das Kind kümmern kann, falls das Pferd aufgeregter werden sollte. Mann oder Oma fahren den Kinderwagen beim Spaziergang, klar. Die Sicherheit für das Kind muss immer gewährleistet sein – aber so können wir schöne Zeit als Familie verbringen und Carey bleibt Teil dieser Familie.

Problem also: Waldspaziergänge und Zeit! Die Lösung: Das richtige Equipment und ein bisschen mehr Organisation. Für Hundebesitzer und Pferdemenschen übrigens genauso tauglich. Wir haben lange gesucht bis wir das passende Made-In-Germany-Gefährt für die pferdigen Waldspaziergänge gefunden haben. Problem gelöst!

So geht mir das in nahezu allen Lebenslagen. Übrigens auch im Pferdetraining. Wenn man mal anfängt in Lösungen zu denken und nicht in Problemen, wird das Leben so einfach. Sie liegen quasi immer vor der Nase. Es gibt kaum noch Hürden und Grenzen. Auch im Pferdetraining. Problem: Das Pferd versteht nicht, was man will. Die Lösung: So lange probieren, an der Körpersprache und den Signalen arbeiten bis das Pferd die richtige Lösung zeigt.

Frau könnte auch verzweifeln, stundenlang zergrübeln, warum das Pferd energetischer ist, weniger zuhört, nicht versteht was man will. Das hilft aber nicht weiter! Viel schneller kommt man ans Ziel, wenn man Lösungsorientiert mit dem Pferd arbeitet.

Mein Mantra des Tages ist also: Weniger in Problemen denken – sondern in Lösungen!

Lösungen – statt Probleme

Warum ich das alles schreibe? Weil ich denke, dass es für fast alles im Leben eine Lösung gibt. Immer. Es gibt keine Probleme. Es gibt nur Lösungen. Das ist eine Sicht auf die Welt, die ich mir dank der Pferde zugelegt habe. Das  hat etwas ungemein entspannendes und das wiederum sorgt dafür, dass vieles auf einmal klappt, was vorher schwierig erschien. Auch im Pferdetraining.

Das hat mir auch meine Stute gezeigt. Wenn sie etwas nicht macht, was ich mir von ihr wünsche, dann ist nicht sie das Problem, sondern ich. Und es ist meine Aufgabe eine Lösung für unser Kommunikationsproblem zu finden. Wenn sie unterfordert ist, ist es meine Aufgabe für eine Lösung zu sorgen, damit sie sich wieder gefordert fühlt und in ihrem Körper wohl fühlt.

Wenn sie zu wenig Bewegung hat, ist es meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass es eine Lösung gibt und sie die Bewegung bekommt die sie braucht. Wenn ich krank bin oder nicht misten kann, ist es meine Aufgabe eine Lösung zu finden. Das lässt sich beliebig weiterspinnen. Es klingt vielleicht etwas esoterisch und schräg, aber ich glaube fest, dass wir unser Leben um 180 Grad drehen können, wenn wir anfangen in Lösungen zu denken und nicht in Problemen.

Geld – haben oder nicht haben

Wenn ich zu wenig Geld hätte, um mein Pferd richtig zu versorgen, würde ich über Lösungen nachdenken, wie ich in meinem Leben etwas ändern kann, um wieder mehr Geld zu haben. Ich würde mein Pferd deswegen nicht hergeben. Denn es gibt immer eine Lösung. Und das ist doch eigentlich ein zutiefst optimistischer und wunderschöner Gedanke.

Egal was uns im Leben passiert – egal ob es klein ist oder groß, unerwartet, traurig oder gut – es gibt immer eine Lösung und es geht immer weiter. Ist das nicht unglaublich beruhigend?

Wie immer gilt natürlich, dass nicht alles so schwarz-weiß ist, wie ich jetzt in die Tasten tippe, dass das Leben tausend Graustufen bietet und wir es nicht immer schaffen alles sofort bunt anzumalen und optimistisch zu sehen. Aber wir können es versuchen. Und nach und nach Lösungen finden für all die kleinen und großen Probleme, die uns begegnen. Und wenn es ein Outdoortaugliches Gefährt ist, statt des Stadtflitzers, das es uns erlaubt mit Kind, Hund und Kegel und Pferd über Stock und Stein zu spazieren und so das Pferd und den neuen Lebensbaschnitt zusammenzubringen.

Lösungen statt Probleme

Egal, also, welches Problem du gerade hast. Egal ob du Hilfe bei deinem Pferd brauchst, nicht genug Geld auf dem Konto hast oder weniger Zeit hast als vorher weil sich dein Leben geändert hat – frage dich einfach immer: Wie könntest du es lösen?

Zum Beispiel mit dem perfekten Öko-Outdoorwagen – den du übrigens HIER bekommst, falls du gerade in der selben Lebenslage wie ich sein solltest. Und nein, ich schreibe das nicht weil ich dafür bezahlt werden, sondern weil ich ihn auf Herz und Nieren getestet habe und wirklich überzeugt bin.

10 Kommentare zu “Gutes Pferdetraining: Nicht in Problemen sondern in Lösungen denken

  1. Anne sagt:

    Liebe Petra, vielen Dank für diesen Beitrag. Ich befinde mich momentan in der gleichen neuen Lebenssituationen, dazu habe ich zwei Stuten 2 und 3,5 Jahre. Eigentlich war mein Plan diesen Sommer richtig mit Bodenarbeit zu beginnen, nun bin ich leider nicht mehr so mobil und musste Lösungen finden.
    Dazu kommen noch ständig die Fragen aus dem Umfeld, was denn jetzt mit den Pferden ist und wann ich die dann reiten möchte.
    Ich muss dann immer erklären, dass die beiden sowieso noch viel zu jung sind um geritten zu werden und das das richtige Training dann eben noch eine Weile warten muss.
    Trotzdem kommt man eben manchmal ins grübeln und zweifeln, da hat mir dein Beitrag sehr geholfen und auch wieder Mut gemacht, dass mein Weg doch nicht so falsch ist.
    Liebe Grüße Anne

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Anne, wie schön, dass der Beitrag dich in deinem Weg etwas unterstützt hat. Ich finde, dass wir individuell denken müssen – egal was andere sagen. Wenn du gesunden Menscheverstand anwendest und Empathie, unterstützt von guten Experten – dann kannst du gar nicht viel falsch machen, wenn du auf dein Buchgefühl hörst. Das denke ich zumindest. Viele liebe Grüße, Petra

  2. Kati sagt:

    Hey Petra,
    oh wie schön 🙂 – erst einmal Herzlichen Glückwunsch! Du freust dich sicher riesig auf den Familienzuwachs.
    Ich finde du gehst das ganz toll an, und der Beitrag bezogen auf deine momentane Situation ist eine gute Fortsetzung zum Artikel "Verkaufst du jetzt dein Pferd". Du zeigst dass es anders geht, deine positive Einstellung ist vorbildlich und macht Mut. Es ist richtig und so wichtig sich auf die Lösungen zu konzentrieren.

    • Petra sagt:

      Hey Kati, ja – wir sind sehr happy. Danke für den lieben Kommentar. Tatsächlich war ein Grund für den damaligen Artikel der kommende Nachwuchs, der Menschen mit einer Selbstverständlichkeit zu der Frage animiert hat, ob ich jetzt mein Pferd verkaufen würde, die mich wirklich entsetzt hat. Viele liebe Grüße, Petra

  3. sandra sagt:

    Liebe Petra, sehr schön geschrieben, wie immer, auch von mir herzliche Gratulation zum kommenden Nachwuchs! Meiner ist schon etwas grösser und ziemlich selbstständig, da stellt sich eher die Frage wie lernt Töchterchen sicher mit dem jungen Pferd umgehen, aber wie Du schreibst alles braucht Zeit und Geduld und die Lösungen kommen wenn man sie nur kommen lässt. Ich wünsche Dir alles Gute für die kommende spannende Zeit und ja ein geländetauglicher Kinderwagen ist gold wert, wir sind damals auch gerne quer durch den Wald und über Stock und Stein, ist ja sowieso viel schöner als in der Stadt. Und ich glaube Caroline Resnick war es die geschrieben hat: jedes Kind sollte die Chance haben mit Pferden aufwachsen zu dürfen. Herzliche Grüsse aus der Schweiz

    • Petra sagt:

      Liebe Sandra, danke dir 🙂 wir sind auch sehr happy. Für mich ist das sogar ein positiver Nebeneffekt – wie du schreibst. Mein Kind kommt jeden Tag in die Natur – so viel toller als ein Stadtpark. Es ist eben immer alles eine Frage der Blickwinkel. Viele liebe Grüße an euch alle, Petra

  4. Miriam sagt:

    Liebe Petra,
    ich finde deine Einstellung toll. Meine Erfahrung ist, wir ziehen das an auf was wir den Fokus legen.
    Ich gehe mit meinen Pferden ja den Weg der positiven Bestärkung, das hat für mich viel mehr verändert als nur das Pferdetraining. Generell versuche ich im Leben mehr die positiven Dinge zu sehen. Das ist nicht immer leicht, aber es hilft mir eine positive Grundeinstellung zu behalten. Und das auf was ich mich konzentriere, das verstärkt sich in meinem Leben auch. Natürlich passieren trotzdem blöde Dinge, aber ich kann viel leichter damit umgehen und finde in der Regel Wege diese Dinge irgendwie hin zu bekommen bzw. damit umzugehen.
    Das Leben ändert sich immer wieder, aber das ändert für mich nichts an der Verantwortung gegenüber meinen Tieren. Diese sind für mich Familienmitglieder und zwar alle acht (ja auch die Meerschweinchen sind wichtig und ich mache hier keinen Unterschied zwischen Hund, Pferd und Meerschweinchen). Aus diesem Grund ist es an mir Lösungen zu finden, wenn es Probleme gibt.
    Was ich allerdings nicht mache, ist Punktezählen. Bei uns gibt es keine „Gewinner und Verlierer“ sondern Freunde. Das ist für mich wichtig, dass ich immer davon ausgehe, dass wir alle an einem Miteinander interessiert sind und wenn es nicht klappt, dann gibt es dafür Gründe. Diese Gründe rauszufinden und zu beheben ist dann meine Aufgabe, allerdings tragen wir alle nur dann den „Sieg“ davon, wenn wir wieder miteinander das selbe Ziel haben.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Petra sagt:

      Hallo liebe Miriam, das stimmt. Ich zähle auch keine Punkte – dieses "10 Points Carey" ist für mich der lustige Ausdruck dafür, dass sie gerade die stärkere in unserer Freundschaft war. Aber das kann man missverstehen 🙂 Danke also für deine Gedanken zum Thema. Ich finde eh toll, wie du mit deinen Tieren umgehst – aber das weißt du ja. Viele liebe Grüße an deine große süße Familie ud bis bald, Petra

    • Petra sagt:

      Hallo Jörg, ja – vielen lieben Dank! Es war schon so weit und wir sind sehr happy! Viele liebe Grüße, Petra

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