Artikel aktualisiert am 22.02.2017

Spazierengehen – das ist doch ganz einfach. Könnte man meinen. Keine große Herausforderung für das Pferd oder den Menschen. Das Pferd muss doch nur mitlaufen. Denkst du vielleicht. Aber das ist es für das Pferd nicht. Je schlechter es dich kennt und je jünger es ist, desto schwieriger ist es für ein Pferd. Es ist eine große Herausforderung sich von der Herde zu entfernen. Aber du kannst sie zusammen mit deinem Pferd meistern und das Beste daran ist, dass es eure Beziehung um 10 Schritte verbessern wird. Mindestens.

Mein Jungpferd zum Beispiel war knapp 1,5 Jahre alt, als wir unseren ersten Spaziergang gemeinsam gemeistert haben. Eine vertraute Person war dabei und die Wege kannte sie von früheren Spaziergängen auch schon ein bisschen. Trotz allem gab es ein oder zwei Momente, in denen sie mir nicht genug vertraut hat, um mir sofort zu folgen.

Was tun? Bleib einfach ruhig. Lass dich nicht beirren und warte solange bis dein Pferd bereit dazu ist einen Schritt weiterzugehen. Lobe jeden einzelnen Schritt und lass euch beiden Zeit. Kehr um, wenn du merkst, dass dein Pferd gerade nicht weiter mit dir gehen kann. Das einzige was zählt ist, dass es nicht von alleine entscheidet umzudrehen, sondern du sagst, dass ihr jetzt umkehrt.

Meine_kleine_Stute

Was tun wenn das Pferd drängelt?

Gerade ein junges Pferd kennt die Regeln noch nicht gut. Es kann auch noch nicht immer einschätzen, dass du als Mensch anders bist als ein Pferd. Deswegen kann es immer passieren, dass das Pferd drängelt. Es testet ein Stückweit aus, ob du deine Blase und Grenzen zu wahren weißt und es spielt wie mit seinen gleichaltrigen Artgenossen mit dir.

Wenn also dein Jungpferd kurz drängelt, dann schicke es einfach wieder weg von dir. Es muss lernen, dass es weder auf dich springen noch dich wegdrängen darf. Das ist schlicht und einfach unhöflich. Und ein höfliches Miteinander ist dir wichtig. Gleichzeitig wissen Pferde in aller Regel zu schätzen, wenn ein Mensch standfest ist und seine Regeln und Grenzen kennt – wenn er sie fair und freundlich einfordert.

Wie soll dein Pferd wissen, was du willst, wenn du es ihm nicht immer und konsequent sagst?

ACHTUNG Jungpferd!

Mein erster Impuls bei meinem jungen Pferd war zum Beispiel: Das arme Ding hat Angst und sucht Gesellschaft! ..wenn sie auf mich zugesprungen ist. Damit habe ich sie ein Stückweit Vermenschlicht. Klar, sucht sie Nähe, weil sie sich dann nicht mehr so alleine fühlt, gleichzeitig verliert sie aber auch Vertrauen in mich und meine Stärke, wenn ich ihr dann nicht fair aber freundlich sage, dass ich das nicht möchte.

Es ist immer wie bei einer Waagschale mit Pferden – das Gleichgewicht und die Balance müssen stimmen.

Arien Aguilar hat das HIER sehr schön in einem Interview zusammengefasst

Es ist menschlich so zu denken: Ich muss anders mit einem jungen Pferd umgehen. Vorsichtiger. Das ist ein Fehler. Du solltest nicht vorsichtiger oder ängstlicher mit einem Jungpferd sein, denn dann wird es sich fragen, was da los ist, weshalb du so vorsichtig bist. Sei wie immer, aber berücksichtige einfach, dass das Pferd noch nicht so viel kennt und weiß.

Vollkommen klar ist, dass du dir klare Linien und Grenzen setzen musst und diese immer einfordern solltest. Ohne darüber nachdenken zu müssen, was dein junges Pferd darf und was nicht. Es gibt Regeln. Punkt! Regeln gelten aber für beide. Mensch und Pferd.

Ich bekomme auch Regeln wie “immer geduldig bleiben”, “nie persönlich nehmen”, “immer klar sein”.

Pferdchen führen am Knotenhalfter

Kleine-Stute-laeuft

Regel: Umrennen ist nicht höflich!

Einmal wollte sie sich an mich drängeln, weil sie sich erschreckt hat, da musste ich dann durch „Rückwärts“ schicken zeigen, dass sie das nicht soll. Wenn sie nicht drängelt wird sie gelobt. Loben ist bequem.

Du willst ja ein Pferd, das dich nicht bei jedem kleinen Geräusch umrennt, weil es seinen Respekt vor dir vergisst und seine Manieren. Immerhin ist es nicht gerade höflich mich einfach so über den Haufen zu rennen.

Und: Hab Vertrauen, dann wird auch dein Pferd Vertrauen haben

Eine Geschichte dazu: Ich persönlich bin entspannt in Careys Gegenwart, weil ich jetzt schon großes Vertrauen zu dem Pferd habe. Tom dagegen war unsicherer, natürlich auch, weil er noch nicht oft in seinem Leben ein Pferd geführt hat. Diese Unsicherheit übertrug sich sehr schnell auf das Pferd, das sensibel seine Haltung über das Führseil und seine minimal hektischere Körpersprache erspürt hat.

Tom hat sich öfter schnell nach ihr umgedreht. Wenn sie getänzelt hat, hat er das Seil gleich fester gegriffen, was ihr natürlich Stress signalisiert hat.

Careys Gedanken: Wenn der große Mensch da so unsicher ist, dann muss doch irgendwo ein Raubtier hinter den Büschen lauern. Was passierte also? Sie schaute mehr um sich, erschreckte sich leichter, als vorher bei mir. Pferde spiegeln uns und erfühlen unsere Stimmung.

Spaziergang_1

 

Ein Trainer, der sehr viel zu diesem Thema geschrieben hat ist Mark Rashid:

ZWEI Tipps für Dein Jungpferd

  1. Sei ruhig und souverän und selbst wenn du es innerlich gerade nicht bist. Atme tief durch und zeige dich sicher. Denke dich in eine entspannte Stimmung hinein, atme tief aus und sorge für deine Entspannung. Denn du bist die Herde, in dem Moment, in dem das Pferd mit dir unterwegs ist. Wenn die Herde nervös ist, dann muss irgendwo im Gebüsch eine Gefahr lauern und weil Pferde Fluchttiere sind, erschrecken sie und wollen fliehen. Total logisch, aber in der Situation nicht immer einfach.
  2. Wenn das Pferd deinen persönlichen Abstand beim Führen nicht einhält, musst du ihm konsequent sagen, dass es das nicht darf. Wie machst du das? Du stoppst es. Reagiert es nicht, schickst du es durch Wort und Körpersprache rückwärts. Reagiert es nicht, gehst du im Zweifelsfall mit aufrechtem Oberkörper auf das Pferd zu. Sobald es nur einen Schritt rückwärts macht, lobst du es.

Lob und Entspannung sind die größte Belohnung für Pferde:

  • Dann können sie denken
  • Das Gelernte kann sich festigen
  • Sie wissen, dass ihr Leittier zufrieden mit ihnen ist.
  • Das ist besser als jedes Karöttchen.

Es ist schwer immer richtig zu reagieren. Dann überrumpeln sie einen auch manchmal. Am Ende des Spaziergangs zum Beispiel, habe ich Carey zurück in die Box geführt. Da wartete schon das Futter, also zog sie mich zum Futtertrog, anstatt zu warten, bis ich das Halfter losgemacht hatte.

Eigentlich hätte ich sie sofort zurückhalten müssen. Habe ich in dem Moment nicht. Das war nicht konsequent. Ich kann es nicht ändern, ich kann es mir nur für das nächste Mal auf die innere To-Do-Liste setzen. Nie die Führung aus der Hand nehmen lassen, nicht mal in der Box.

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12 Kommentare zu “Jungpferdetraining: Erster Spaziergang mit dem Pferd

  1. Nadja sagt:

    Hallo Petra,
    gerade am Anfang muss man so viele Dinge gleichzeitig beachten – und dann hast du noch ein junges Pferd, ihr lernt also beide. Da würde ich mir mal keinen Druck machen an deiner Stelle. Je aufmerksamer du wirst, desto mehr wird dir auffallen, desto mehr und schneller wirst du korrigieren können (wie etwa, als deine Stute dich zum Trog gezogen hat) und irgendwann brauchst du nicht mehr korrigieren, da sich das richtige Verhalten etabliert hat. Aufmerksam beim Führen sein ist allerdings etwas, was einem sein ganzes Reiterleben lang verfolgt. Ich könnte dazu jetzt Romane schreiben, aber lass mich noch diese Zitate hier erwähnen: Buck Brannaman sagt: "Everything I do, I do it with quality". Pat Parelli sagt: "Expect the same quality in everything you do." Das sind zwei Konzepte, die ich erst kürzlich verstanden habe. Wir sollten versuchen, unseren Pferden in allen Bereichen eine gleiche Führung angedeihen zu lassen. Wenn ich ihm also erlaube, mich beim Führen umzuschubsen, aber in der Halle bei der Bodenarbeit jede kleinste Raumübertretung scharf korrigiere, dann bin ich inkonsistent und damit unberechenbar fürs Pferd. In der Gleichheit liegt die Herausforderung. Ich hoffe, das führt jetzt nicht zu weit :) viele Grüße und interessante Seite! Nadja

    • Petra sagt:

      Liebe Nadja, das beruhigt mich sehr zu lesen. Die Zitate sind beeindruckend und schön. Sie fassen das zusammen, was am wichtigsten ist und sind eine schöne Ergänzung auf unserer Seite. Danke dafür! Du hast so Recht mit dem was Du schreibst. Konsequenz gilt einfach immer. Das ist in der Theorie absolut klar. In der Praxis finde ich es gar nicht so einfach. Aber ich versuche es zumindest ;-) Also lieben Dank für Deinen Kommentar und bis bald, Petra

  2. Chevalie sagt:

    Hi Petra,

    ich befinde mich gerade in einer ganz ähnlichen Situation wie Du. Mein Soudi wird bald ein Jahr alt und ich bin kein Vollprofi oder Pferdeexpertin. Wie schön von jemandem in derselben Situation zu lesen! :)Vielleicht beruhigt es Dich ja auch, dass es mir manchmal genauso geht wie Du beschreibst. Ich verbringe viel Zeit mit Soudi auf der Weide und muss mich dort auch immer daran erinnern meinen persönlichen Raum abzustecken. Ich freue mich ja, wenn er ankommt. Aber dem darf man natürlich nicht gedankenlos nachgeben – das kann immerhin ziemlich gefährlich werden. Was Nadja schreibt ist auch ein guter Hinweis. Man muss eben IMMER konsequent bleiben. Mal was durchgehen lassen, weil man einen guten Tag hat…das versteht das Pferd natürlich nicht.

    Ich freue mich auf weitere Erfahrungsberichte von Dir und Deiner Stute. :)
    Liebe Grüße,
    Sophie

    • Petra sagt:

      Hey Sophie, wie schön von Dir zu lesen. Es beruhigt mich auch, dass Du (ähnlich wie ich) den total mutigen Neuanfang als Reiterin und mit Jungpferd gewagt hast. Mir haben genauso viele abgeraten, wie zugeraten. Da dachte ich – wenn es schon 50/50 steht, dann lasse ich mein Bauchgefühl entscheiden ;-) Meine Kleine steht leider noch in Andalusien bei ihren Geschwistern und Tanten auf der Weide. Ich lasse sie erst im nächsten Sommer bringen, weil sie dann alt genug ist für die Trennung und die lange Reise. Aber dort lebt sie ein tolles freies Weideleben in den Andalusischen Hügeln. Ein Traum, ich beneide sie fast ein bisschen.
      Ich freue mich auch mehr von Dir und Soudi zu hören. Du hast ihn schon bei Dir, habe ich gelesen? Wie war die Umstellung für ihn? Alles Liebe und bis bald,
      Petra

    • Chevalie sagt:

      Hi Petra,

      bei mir haben sogar die allermeisten abgeraten. Aber ich hatte dieses tolle Reitbeteiligungspferd und wünschte mir einfach mehr. Da ich nie mehrere Pferde haben wollte und immer diesen Traum vom Jungpferd – von dem einen Pferd mit dem ich mein Leben verbringen würde – hatte, habe ich es trotzdem getan. Und bisher wirklich nicht bereut. Ich glaube, dass das durchaus funktionieren kann – vorausgesetzt man ist ehrlich zu sich selbst, hinterfragt sich und überschätzt sich nicht. Ich werde nichts allein tun was ich mir nicht zutraue und mir Hilfe holen, wenn ich welche brauche. Ich habe gelesen, dass Du Deine Stute noch nicht bei Dir hast. Nach und nach "wühle" ich mich jetzt durch Deinen Blog. :) Ich kann mir vorstellen, dass das für Dich auch nicht immer einfach ist sie nicht bei Dir zu haben. Am Anfang stand mein kleiner Soudi ja noch in Köln (gut, ist nicht ganz Andalusien, aber von Hamburg aus auch ziemlich weit…) und ich hätte ihn am liebsten jeden Tag gesehen… Aber ich finde es klasse von Dir, dass Du da Deine eigenen Wünsche zurückstellst und ihr die Zeit lässt unter so optimalen Bedingungen "groß" zu werden.
      Soudi ist mit acht Monaten von Köln zu mir gezogen und zum Glück war die Umstellung unglaublich leicht. Ich hatte mir vorher unheimlich viele Gedanken gemacht. Soudi kam mit seinem Bruder, der am nächsten Tag weiter zu seiner neuen Besitzerin fuhr. Die Fahrt und die Ankunft haben die beiden super gemeistert. Am nächsten Tag ist sein Halbbruder ohne Probleme in den Hänger gegangen und Soudi wieder mit mir auf die Weide. Er hat ein paar Mal gerufen und sich dann seinem neuen Kumpel gewidmet, mit dem er sich zum Glück von Anfang an prima verstanden hat. Er hat sich wirklich super eingelebt und auch mich viel schneller ins Herz geschlossen als ich erwartet hatte. :)
      Bin gespannt wie das dann bei euch läuft, aber bestimmt auch prima. Ich glaube bei Pferden, die gut vorbereitet werden (Trennung von der Herde, Hänger fahren usw.) und eine heile Kinderstube haben, läuft das in den meisten Fällen viel reibungsloser als wir Menschen uns ausmalen. Soudi und Mazhar waren an dem Tag mit Abstand die coolsten Anwesenden. Alle Menschen waren total durch den Wind… ;D
      Liebe Grüße,
      Sophie

    • Petra sagt:

      Hi Sophie, entschuldige, dass ich Dir jetzt erst antworte. Irgendwie ist mir dein Kommentar durchgerutscht und wurde mir nicht angezeigt. Ich finde spannend zu lesen, wie entspannt Dein Kleiner den Transport und das Abnabeln genommen hat. Das beruhigt mich schon einmal sehr, wenn ich an meine Kleine und den laaaangen Transport aus Andalusien denke. Da mache ich mir schon immer wieder Gedanken. Aber ich denke, dass Du Recht hast: eine gute Kinderstube und ein heiles Pferdeleben machen sehr viel aus. Dann ist einfach Vertrauen da und das wiederum macht aus dem Pferd ein entspanntes Pferd. Bis bald, ich freue mich von Dir zu lesen und alles Liebe auch an Soudi, Petra

  3. Denise sagt:

    Hallo

    ich finde es super das ich nun jemanden gefunden habe der auch eher unerfahren ist und sich auch an ein Jungpferd heranwagt das gibt mir auf jeden Fall neuen Mut. Ich habe einen zweijährigen Isländer er ist sehr verspielt und auch teilweise sehr stur und braucht auf jeden Fall eine strenge konsequente Hand. Da liegt etwas mein Problem da muss ich wohl mehr an mir arbeiten als an ihm ;-) aber wenn er dann mal einen Tag brav ist dann macht er alles wieder gut damit ;-).

    Ich freue mich sehr mehr darüber von dir zu lesen und es ist toll zu sehen das es nicht nur mir so ergeht, wie alt ist deine Stute jetzt?

    • Petra sagt:

      Hey Denise, wie toll! Ich freue mich auch über jede, die das Abenteuer Jungpferd wagt. Am Anfang habe ich schon auch gezweifelt, ob ich das schaffen kann, so als Nicht-schon-Jahrelange-Pferdefrau. Diese Sache mit der Konsequenz ist auch mein Schwachpunkt, vielleicht ist das ein eher weibliches Thema? ;-) Aber wie Du schreibst, das ist ja mehr Arbeit an einem selbst, als am Pferd. Ich habe erst die Tage ein spannendes Interview dazu geführt, das gibt es auch bald hier auf der Pferdeflüsterei. Da steckten viele interessante Gedanken drin. Und Du bist hier genau zur richtigen Zeit gelandet, wirklich total verrückt! Meine Pferdetrainerin (spezialisert auf Jungpferde) hat sich einen Isländer gekauft und jetzt verrate ich Dir schon exklusiv was: sie wird ab jetzt relgelmäßig von seiner Ausbildung hier berichten. Meine Stute ist jetzt 2,5 Jahre alt, steht aber noch bei der Züchterin, weil sie in ihrem Herdenverband groß werden sollte. Ab kommenden Sommer kommt sie dann zu mir und meiner Trainerin und ich freu mich wahnsinnig!! Alles Liebe und bis bald, Petra

  4. Denise sagt:

    Ja das ist sicher eher ein weibliches Thema glaub ich. :-)
    Ich bin sehr gespannt auf dein Interview muss mir sowieso noch viel von eurer Seite angucken gefällt mir sehr. Das denke ich mir das du dich wahnsinnig freust. WOW das ist ja toll da werde ich sicher wertvolle Tipps rauslesen, ich freue mich jetzt schon darauf. Meiner ist auch 2,5 Jahre, er steht dort wo er geboren wurde und ich arbeite schon mit ihm ein bisschen die wichtigsten Sachen halt und er ist sehr frech :-).

    • Petra sagt:

      Ich finde es super, wenn Menschen ihr Jungpferd in der Herde aufwachsen lassen. Ich persönlich habe mich relativ schnell dazu entschieden. Ich habe das Glück, das ich eine Cousine mit Pferdeerfahrung habe (auch wenn sie weit weg wohnt) mit der ich mich austauschen konnte. Aber damit stand ich anfangs relativ alleine da: Mir haben tatsächlich viele dazu geraten das Pferd möglichst sofort zu mir zu holen. Ich wurde fast schon bequatscht in verschiedenen Ställen. Einmal fiel sogar der Satz "Das ist doch wie ein Spielzeug, das will man doch auch gleich haben". Ich war irgendwann fast schon verunsichert, weil Frau ja nicht glaubt, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und wenn doch alle das so überzeugt sagen….. Du kennst es vielleicht ;-) Gott sei Dank hat meine Cousine mir auch dazu geraten das Pferd in der Herde zu lassen. Denn mittlerweile bin ich sehr überzeugt davon, dass das der beste Weg ist. Übrigens – auch Alfonso Aguilar (den ich gefragt hatte) hält es für das Beste, wenn Jungpferde die ersten 2-3 Jahre in ihrem Herdenverband groß werden. Du hast jetzt auch noch das Ideal, dass Du trotzdem schon mit Deinem Jungpferd arbeiten kannst. Da werde ich glatt ein bisschen neidisch, das ist so toll! Das fehlt mir natürlich, aber ich hoffe all die Zeit dann nachholen und aufholen zu können, wenn meine Kleine bei mir ist.
      Die Reihe mit meiner Trainerin wird toll, am Dienstag geht es los mit den ersten Artikeln und dann alle zwei Wochen ein neuer Schritt in der Ausbildung. Ich finde grandios wie sie arbeitet, weil sie über die Jahre bei den verschiedensten Trainern in Kursen war, selbst seit vielen Jahren Pferdebsitzerin, Pferdezüchterin und Pferdebereiterin ist. Sie hat keinen Guru dem sie folgt, sondern einen großen Koffer aus dem sie sich je nach Situation und Pferd die Lösung holt. Alles mit viel Geduld und ruhiger Konsequenz. Deswegen wird sie ab nächstem Sommer auch meine Stute mit mir zusammen ausbilden. Ich bin also gespannt, wie die Reihe Dir gefällt :-)

  5. Conny sagt:

    Ich habe kein Jungpferd aber er hat in seinen 5 Jahren nichts gelernt. besitze ihn jetzt seit November 2016. Bis zu diesem Tag als ich ihn kaufte hatte mein Pony immer Pony reiten machen müssen jetzt wo er bei mir ist muss ich sagen wir arbeiten uns immer mehr ein Stückchen vor wärst nur mit dem Spazieren gehen das klappt nicht wirklich, er ist so sehr schreckhaft und zieht mich sogar über das Acker ob wohl nichts war es ist sogar so schlimm das ich mir eine heftige Schulterprellung zugezogen habe. Ich weiß nicht wie ich seine Angst nehmen kann. Ich muss dazu sagen das ich das Gefühl habe das er nur Boxen Haltung kennt.

    • Petra sagt:

      Liebe Conny, das klingt ja nicht schön. Ich würde dann erst einmal auf dem Platz in der Bodenarbeit Führtraining, Achtsamkeitsübungen und Anti-Schrecktraining machen und die Spaziergänge sehr sehr klein halten. Damit ihr Vertrauen ineinander aufbauen könnt und dann das Abenteuer Spaziergang angehen könnt. Oft überfordern wir unsere Pferde mit vermeitnlichen Kleinigkeiten. Das Ding ist aber, dass es nur uns als KLeinigkeit erscheint und für das Pferd ist es etwas ganz ganz großes. Vertrauen braucht Zeit und gemeinsame Erlebnisse. Damit er nach und nach lernen kann, dass er keine Angst haben muss. Viele liebe Grüße, Petra

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