Seitdem ich lächle statt die Stirn zu runzeln, wenn mein Pferd nicht das macht, was ich möchte, bekomme ich mehr schöne und korrekte Übungen von meinem Pferd zurück. Seitdem ich lache, wenn meine Stute in der Freiarbeit quiekt und durch die Halle rast, statt ruhig anzugaloppieren, was ich eigentlich auf dem Trainingsplan stehen hatte, kommt sie viel schneller zu mir zurück und ist bereit mitzuarbeiten. Das ist eigentlich ein ganz einfaches Rezept im Pferdetraining. 

Das Rezept lautet: Wenn wir mehr geben, bekommen wir mehr zurück. 

Seitdem ich die Erwartungen beiseite gelegt habe und meinem Pferd die pure Freude zeige, die sie mir allein durch ihre Anwesenheit bereitet, bekomme ich mehr Brummeln, Schnauben und ein zugewandtes Ohr als vorher. Seitdem ich meinem Pferd und mir mehr Gelassenheit schenke, wenn wir zusammen sind, bekomme ich mehr Aufmerksamkeit zurück. Seitdem ich meinem Pferd das gute Gefühl schenke, das ich weiß, was ich tue, bekomme ich mehr Vertrauen und Sicherheit zurück.

Das Rezept lautet:

  • Vertrauen gegen Vertrauen
  • Sicherheit gegen SIcherheit
  • Gelassenheit gegen Gelassenheit
  • Freude gegen Freude
  • Motivation gegen Motivation
  • Fokus gegen Fokus

Ich könnte diese Liste ewig weiterführen. Was ich damit sagen will: Wenn wir unseren Pferden positive Gefühle, Souveränität und Geduld schenken, schenken sie uns das, was wir uns letztlich von ihnen wünschen: Vertrauen, Motivation, Sicherheit und Bindung.

Versteh mich nicht falsch – ich meine damit nicht, dass dein Pferd rempeln und schubsen oder beißen darf oder dass dein Pferd ständig weglaufen und bocken darf oder dass du nicht auch mal etwas von deinem Pferd fordern oder “Nein” sagen darfst. Da gilt dann Tonfall gegen Tonfall – also so wie dein Pferd mit dir redet, kannst du ruhig auch mit deinem Pferd reden – aber ohne Wut und Frusrt. Ich weiß, dass ist schwer manchmal – aber Wut und Frust bringen euch nicht weiter.  Ich meine damit einfach nur, dass du das alles mit Gelassenheit und einem Lächeln tun kannst, statt mit einem Stirnrunzeln oder einem strengen Blick. Das hilft ungemein.

Geschenke an das Pferd

Und dass du deinem Pferd auch ab und an seinen Willen schenken darfst – dann wenn es gerade zum Beispiel  eine Pause braucht oder einen besonders unruhigen Tag hat. Dann kannst du deinem Pferd zuhören, ihm in die Augen sehen und zum Beispiel deine Pläne für den Tag ändern.

Ich habe dazu schon einmal in einem Artikel zu der Frage “Pferd widersetzt sich – was tun?” meine Gedanken geschrieben

Du schenkst dem Pferd damit die Gewissheit, dass es sich auf dich verlassen kann. Dass du nichts verlangst, was es nicht leisten kann – sei es in diesem Moment oder an diesem Tag. Dass du seine Bedürfnisse im Blick hast. Und dafür wird dein Pferd dir nach und nach auch seine Motivation und Freude schenken.

Manchmal kannst du deinem Pferd auch Regeln schenken oder Fürsorge im Training. Weil du zum Beispiel die gymnastizierenden Übungen einforderst, auch wenn es sie anfangs schwer findet. In kleinen Schritten, Stück für Stück. Weil es dann nach und nach merken wird, wie gut diese Übungen seinem Körper tun.

Wie viel mehr Balance und Geschmeidigkeit es in seinen Bewegungen hat und für dieses Geschenk der souveränen Konsequenz, wird es dir nach und nach mehr Aufmerksamkeit und mehr Vertrauen in sich und damit auch in dich schenken. Das bedeutet, dass du mehr Sicherheit mit deinem Pferd bekommst.

Du ahnst vielleicht worauf ich mit meinen Gedanken hinaus möchte. Mir fällt so oft auf, dass wir Menschen vor allem “wollen” und “wünschen” und das ist auch in Ordnung – aber gerade die Pferde können uns lehren, dass wir auch einfach im Hier und jetzt sein können, dass Geben schöner ist als Nehmen und das Ewartungen einen Druck aufbauen, der oft mehr begrenzt als zu ermöglichen.

Wünsche an die Pferdewelt

Freude Schenken Pferd

HIER findest du übrigens noch mehr Weihnachtliche Gedanken, Weihnachtskarten ud Ideen für andere – um Freude zu verschenken

Deswegen würde ich mir zu Weihnachten und Nikolaus und überhaupt das ganze Jahr hindurch von dir und mir und all den anderen Menschen da draussen wünschen, dass wir mehr Freude, Lächeln, Wohlwollen und Frieden verschenken. Dass wir Andere nicht so hart beurteilen und uns selbst genau wie unseren Pferden achtsam, wohlwollend aber natürlich auch ehrlich in die Augen sehen.

Carey Pferd kuscheln

Dass wir erkennen wer wir sind und unseren Pferden glauben, wenn sie uns etwas sagen. Dass wir einfach mit einem tiefen Ausatmen, Ruhe und Zufriedenheit durch das Leben gehen und genau das an Andere weitergeben. Ohne uns zu verbiegen, ohne uns klein zu machen – aber auch ohne uns täglich über das Leben, andere oder die kleinen und großen Sperenzchen unseres Pferdes aufzuregen.

Anderen Menschen auf der Welt geht es so viel schlechter als uns. Ich weiß, dass das ein schwieriger Satz ist. Denn wir können ja nur fühlen, wie es uns geht und welche Probleme uns belasten. Aber ich denke manchmal, wie schnell sich viele kleine und große Probleme des Alltags relativieren würden, wenn wir nur einmal auf die Welt blicken und uns klar machen würden, wie gut wir es haben.

Was für ein wunderschönes Geschenk es ist, dass wir ein Leben mit unseren Pferden haben und uns an diesem Geschenk erfreuen würden, statt die Makel und Fehler darin zu suchen. Und es gibt so viele Gedanken, Zitate und Ideen, die Inspiration sein können für mehr Freude, Ruhe und Gelassenheit mit unseren Pferden. Vor kurzem ist mir zum Beispiel ein Weihnachtszitat über den Weg gelaufen, das ich gedanklich sofort uminterpretiert habe.

INFO:

Zitat – Weihnachtliche Gedanken pferdig interpretiert

“Weihnachten ist kein Zeitpunkt und keine Jahreszeit, sondern eine Gefühlslage.
Frieden und Wohlwollen in seinem Herzen zu halten, freigiebig mit Barmherzigkeit zu sein,
 das heißt, den wahren Geist von Weihnachten in sich zu tragen.”
(John Calvin Coolidge)

Pferdig interpretiert

“Pferdetraining ist kein Sport und keine Übung, sondern eine Gefühlslage.
Frieden und  Wohlwollen in seinem Herzen zu halten, freigiebig mit Lob und Wertschätzung zu sein, das heißt, den wahren Weg zum Pferd zu finden.”
(www.pferdeflüsterei.de)

Weihnachten Zitat

Reiter für Afrika e.V.

Inspiriert zu dem Artikel für dich hat mich eine Aktion: Reiter für Afrika. Ein gemeinnütziger Verein, den Friederike Heidenhof gegrüdet hat und für en sie sich gemeinsam mit der Dressur-Reiterin Uta Gräf engagiert.

Reiter für Afrika Uta Gräf

Friederike Heidenhof reist jedes Jahr auf eigenen Kosten nach Afrika und engagiert sich vor Ort. Sie hat schon ein Waisenhaus für Aidswaisen aufgebaut, eine Grundschule und gerade wird die weiterführende Schule gebaut.reiter für Afrika

HIER kannst du mehr über den Verein erfahren, du kannst spenden und du kannst sogar mithelfen

Ein Zuhause und Bildung sind doch zwei der größten Geschenke, die wir Kindern machen können. Sie können sicher aufwachsen und genug lernen, um das zu werden, was sie gerne werden wollen. Ich finde, dass dieser Verein und die wunderbare Arbeit von Friederike mehr Aufmerksamkeit verdienen. Und widme diesen Beitrag gerne dem Projekt zusammen mit anderen wunderbaren Pferdeseiten – die alle heute auf die Arbeit des Vereins aufmerksam machen

HIER sind alle Artikel versammelt – von Herzenspferd über A Life With Horses bis zu Tash-Horseexperience

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