Artikel aktualisiert am 30.10.2019

Wenn du wunderschöne Bilder von wilden Pferden sehen willst, wenn du mehr über die Situation der Mustangs in Amerika erfahren willst, wenn du eine Pferdefotografin auf ihrer Wanderung mit zwei Pferden quer durch Deutschland begleiten willst, wenn du Arien Aguilar und die wilden Pferde in Spanien sehen willst und wenn du die Pferdetrainerin Sandra Schneider und ihr Mustangmädchen erleben willst – dann ist der Film „Magie der Wildpferde“ dein Must-Have.  

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Pferdefilm “Magie der Wildpferde”

Freie und wilde Pferde sind magisch. Gelegenheiten sie zu sehen, haben wir leider wenige. Der Film „Magie der Wildpferde“ nimmt uns mit in die Welt der Mustangs und begleitet verschiedene Pferdemenschen und ihr Leben mit den Mustangs und freien wilden Pferden weltweit. Du darfst Arien Aguilar in Spanien über die Schulter blicken, Sandra Schneider mit ihrer Mustangstute Uschi begleiten und streifst mit der Pferdefotografin und wunderbaren wilden Freigeistmädchen Simone Hage und ihren zwei Koniks vom Süden Deutschlands bis an die nordische Meeresküste. 

Von Sandra Schneider bis Arien Aguilar

Es ist faszinierend, wie gefühlvoll sich die Filmpersönlichkeiten zeigen und wie sehr sie sich auf die Pferde einlassen. Egal ob es Sandra Schneider ist, die ihr Herz an die Mustangstute Uschi verschenkt hat und sie sich nach dem Mustang Make Over gekauft hat oder der wilde bunten Freigeist Simone Hage – die zauberhafte Simone – die mit ihrem Strahlen und ihrer Natürlichkeit so viele schöne Weisheiten im Film verschenkt oder der beruhigende und offene Arien Aguilar, der mit den wilden Pferden in Europa agiert. 

“Man sollte nichts als selbstverständlich ansehen von dem, was wir mit unseren Pferden machen. Wir sollten versuchen unseren Pferden so viel Natürlichkeit zu geben, wie möglich. Jeder kann ein bisschen dafür sorgen, dass sein Pferd sich bei ihm nicht in Gefangenschaft fühlt. Sondern in Sicherheit und dass sie möglichst viel Freude an der Zusammenarbeit mit uns Menschen haben.” (Sandra Schneider)

“Pferde bedeuten für mich pures Leben. Sie stehlen uns keine Zeit – sie schenken uns Zeit, weil sie uns erden, zurückholen und weil sie uns zeigen worum es im Leben wirklich geht. Ein Gefühl von Freiheit, Verbundenheit, von Ruhe.” (Simone Hage)

“Die Pferde können uns zurück zur Natur bringen und wir können von ihnen das Leben lernen und zu genießen, was ist.” (Arien Aguilar)

Was Mustangs können

Besonders spannend finde ich die Bilder anfangs des Film. Sie zeigen Mustangs in der freien Wildbahn. Ich betrachte diese Pferde und sehe wie wunderschön sie laufen, wie elegant sie untertreten, wie weich sie traben und wie gut sie trainiert sind. Ganz ohne Legerete, Akademische Reitkunst, Longenkurse, Gymnastizierung und Trainingspläne. Das zeigt mir wieder einmal, wieviel die Pferde von alleine können und beherrschen, wenn sie in den für sie idealen Bedingungen leben.

Fazit – Magie der Wildpferde

Magie der Wildpferde ist wunderschön gedreht, er punktet mit stylischen Grafiken, spannenden Persönlichkeiten und traumhaft schönen Pferdebildern. Er hat eine Langsamkeit und Achtsamkeit in Musik und Bild, die entschleunigt und dich beim Zuschauen auf dem Sofa durchatmen und mitatmen lässt.

Alle Interviewpartner sind mit ihrem Herzen dabei und man spürt ihre Liebe zu den Pferden in jedem Ton und jedem Wort. Der Film nimmt uns mit und schenkt uns Nähe zu allem, was wir sehen. Das ist wunderschön und absolut empfehlenswert. 

Offen und wertfrei

Der Film prangert nicht an, erklärt nicht und erhebt nicht den Zeigefinger – er zeigt und lässt dich selbst entscheiden, wie du findest, was du siehst. Ich selbst kann zum Beispiel die Bilder der amerikanischen Mustangs kaum aushalten, die von Helikoptern zusammengetrieben werden und mir schießen gleich mehrere kritische Gedanken durch den Kopf.

Denn natürlich erzählt der Film auch vom Ende der Freiheit dieser Pferde. Die Mustangs in Amerika werden regelmäßig zusammengetrieben, eingefangen und weitervermittelt in dort üblichen Adoptinsaktionen. Die Interviewpartner vom amerikanischen Landmanagement begründen ihr Tun natürlich mit all den offensichtlichen Gründen, wie Platzmangel, Futtermangel und dem einzig möglichen Weg der „Adoption“. 

Kritische Fragen

Gleichzeitig sehe ich aber auch, dass durch die Helikopterjagd gewachsene wilde Pferdefamilien auseinandergerissen werden und dass es durchaus mehr Platz gäbe, wenn die Fleischindustrie in Amerika nicht riesige Weiten für ihre Rinderherden in Anspruch nehmen würden. Ich frage mich ob es nicht auch andere Wege geben könnte, die Zahl der Mustangs im Zaum zu halten und ihnen mehr Raum zu geben.

Ich sehe, dass die Pferde Brandzeichen bekommen und mit was für einer Lässigkeit diese Brandzeichen von den Mitarbeitern des Büros für Landmanagement beschrieben werden. Dabei sind Brandzeichen unglaublich veraltet und fügen den Pferden unter Umständen ein Leben lang Probleme zu – aufgrund der Narbenbildung. Ich sehe also einiges kritisch an dem Umgang mit den Mustangs, der im Film gezeigt wird und hätte mir hier und da – trotz aller Wertfreiheit der Dokumentation – etwas mehr Kritik an dem aktuellen Umgang mit den Mustangs gewünscht. 

Gleichzeitig vermittelt der Film aber auch eine innere Ruhe und ein Durchatmen – vielleicht weil er nicht kritisiert und anprangert und vielleicht ist das auch ein Ansatz. Du kannst dir dein eigenes Bild machen, deine Gedanken laufen lassen und selbst entscheiden, was du über die verschiedenen Pferde und Menschen denkst und fühlst. 

So kommst du an den Film

Den Film bekommst du auf DVD – im Pferdeflüsterei-Shop – HIER entdecken

Wenn du den Film gesehen hast, dann schreibe mir gerne einen Kommentar – ich freue mich auf deine Meinung zu dem Film!

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